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Denkschriften der kaiser Akademie der Wissenschaften Vol 61B-0065-0116

BERICHTE DER [OMISSION FÜR ERFORSCHUNG DES OSTLICHEN MITTELMEERES.

XII.

gie

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um

.at

PHYSIKALISCHE
g/;

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w.
bio
lo


UNTERSUCHUNGEN IM ÖSTLICHEN MITTELMEER
ary

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JOSEF LUKSCH,
MARINE-AKADEMIE

K.

p:/

JULIUS WOLF,

und

UND

K.

FIUME

IX

SCHIFFES „POLA" IM JAHRE

M.

1893.

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He

rita

S.

ge

REISE

IV.

Lib

rar
y

PROFESSOREN AN DER

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JOSEF LUKSCH

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od

BEARBEITET VON

DER SITZUNG AM

OCTOBER

18.

fro

IN

1894.)

ina

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nlo

ad

(VORGELEGT

m

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Bio

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ers

6 XaaUn.)

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rig

Vorbemerkung.
,M

A)

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1.

Expedition 1893 in Aussicht genommene Untersuchungsfeld umfasste dasAgäische
Meer, sowie das Gebiet östlich von Rhodus und südlich der Kar amanischen Küste. ImÄgäiDas

y(
Ca

mb

rid

ge

für die

chemische Untersuchungen zu pflegen,

oo

log

schen Meere waren, gleichwie auf den früheren Fahrten zoologische, physikalisch-oceanographische und
der Karamanischen See aber einige Lothungen vorzunehmen,
tiv

eZ

in

m

1'

24" und

cp

52' 36" (vergl.

Stat.

272)

gefunden

hatte.

the

of

ary

ibr

die vielen Verbindungsstrassen, in

Entfernung

die

des Operations-

die reiche Gliederung der Küsten

welchen sich der Austausch der Gewässer zwischen

und den

übrigen Theilen

rsi

mancher Schwierigkeit.
ive

sich unterlagen

und

die

und der Küstengewässer mit Rücksicht auf

gebührend

berück-

die

der erwähnten Verbindungs-

zu erwartenden Strömungen,

rva

rd

strassen, der Inselpassagen

vollzieht,

zu wählenden Entfernungen der-

Die Durchforschung

Un

selben unter

des Mittelmeeres

Die Vertheilung der Beobachtungsstationen
ty,

werden.

tM

gedachten Seegebiete

sichtigt

Er
ns

dem

ay

rL

und der Inselwelt,

M. Schiff

unseren vorjährigen Bericht

Reiseroute mussten verschiedene Momente, wie
vom Ausfahrtshafen Pola, die bemessene Zeit von zwölf Wochen,

Bei Anlage der
feldes

=35°
Co

°

S.

of

von 3591

29

Bereiche

m

eine Tiefe

=

X

deren

in

eu

1892 unter

sollten,

Mu
s

•Pola«

mp

ara

welche zur schärferen Begrenzung jener Depression führen

the

Ha

sowie die erforderliche Ouerung der Hochsee zur Erkenntniss der dort waltenden Verhältnisse bedingten

itis

genöthigt, die Stationen näher aneinanderzurücken

darunter zu greifen,

um

dennoch verblieben



von Thracien

eintrat

Dig

Auch war man

ed

by

eine Reiseroute, welche sich complicirter ergab, als jene der früheren Expeditionen im offenen Mittelmeere.

bedeutende Lücken

so

mögen

und zu Abständen von 15 Meilen und

den Untersuchungen zu vermeiden.

wie dies im Golfe von Nauplia,



stigen Witterungsverhältnisse als

nördlich der Insel

in

in

solche Lücken

jenem von Saloniki, dann an der Küste

der Mangel an verfügbarer Zeit und die mitunter angetroffenen ungün-

Gründe hievon betrachtet werden.

Candia schon

Wenn

Da

die

im Jahre 1891 stattgefunden hatte, konnte

Untersuchung des Gebietes

man von

einer

nochmaligen

Befahrung desselben absehen und die hiedurch gewonnene Zeit nutzbringender verwenden.
Denkschriften der mathem.-naturw.

Ci.

LXI. Bd.

i


Josef Luhsch und Julius Wolf,

66

Erwägung entworfene Reiseplan wurde jedoch während

und es sei nunmehr
Expeditionsschiff
Das

dargestellt,

Kürze der Verlauf der Fahrt

in

am

ununterbrochener fünftägiger Fahrt

untersuchenden Gebietes

Da

an.

auf Cerigo, als

dem

nach

und langte

westlichsten Punkte des

die Insel

Nico lo-Bai, sowie Karavugia angelaufen und am

St.

1

zu

25. Juli

umschifft,

bei

dieser

nach Kapsala zurück-

gie

Gelegenheit die

Folge der

im Sinne des wissenschaftlichen Leiters eingehende zoologische Unter-

den Gewässern von Cerigo vorzunehmen waren, wurde

in

1893

Juli

16.

.at

suchungen

Kapsala

21. in

in

geschildert.

den Centralhafen Pola am

verliess

der Fahrt

zurückgelegten Routen sind auf Karte

modificirt. Die thatsächlich

ntr
um

reiflicher

ze

nach

lJer

vorgefundenen Verhältnisse theilweise

ww
w.
bio
lo

gekehrt.

hatte sich bald zum Nachtheile der beabsichtigten Dredscharbeiten
Winde bis zur Stärke 6 der zehntheiligen Scala, begleitet von einem entsprechenden Seegange, hinderten zum grossen Theil die Vornahme der Tiefseearbeiten und zwangen
schliesslich zur erwähnten Rückkehr nach dem erstberührten Hafen.
g/;

Das Wetter, anfänglich günstig,

Von Milo

Maschinenreinigung vorzunehmen.

Hilfe

zu bringen, was

p:/

Port Livadhi genächtiget

August nach Delos,

um

k. u. k.

die

nothwendige

österreichischen Consuls

rar
y

einem dort gestrandeten österreichischen

angesichts der Lage des verunglückten Schiffes und des wenig gün-

leider,

m

Schooner

Folge eines Ansuchens von Seite des

In
8.

Spada

fro

in

am

Syra wandte sich »Pola-

in

und Lebensmittel einzuschiffen und

dort Kohle

(Jap

Nachmittags war der Hafen dieser

rita

um

August nach Syra,

ity

1.

29.

Serpho, wo

ers

am

gelangte das Expeditionsschiff über

Bio

Insel erreicht.

Am

nordöstlicher Richtung gegen Milo.

in

Lib

dann aber

Canals zwischen Cerigotto und

bis in die Mitte des

Th
e

(auf Candia).

neuerdings Kapsala, und zwar mit südöstlichem Course,

m. verliess -Pola

htt

a.

He

'

ge

30'"

1

arbeitend und untersuchend

steuerte

wurde,

6

26. Juli,

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Am

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ary

.or

geändert. Vorherrschend nördliche

Von Delos nach Syra zurückgekehrt, erneuerte man den Kohlenvorrath und
steuerte in südöstlicher Richtung gegen die Südspitze von Rhodus, wobei der im Jahre 1891 nicht
passirte Canal zwischen dieser Insel und der Insel Karpatho durchforscht und dann, nach kurzem Nachtaufenthalt in Porto Lardo am 15. August auf der Rhede von Rhodus vor Anker gegangen wurde. Schon
den nächstfolgenden Tag verliess »Pola- diese Rhede und wandte sich nach der Karamanischen See
mb

der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, dort eine Reihe von Nachtragslothungen
y(
Ca

um dem Wunsch

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A)

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rig

ina

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ow

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stigen Wetters nicht gelang.

tiv

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oo

log

vorzunehmen, gerecht zu werden. Nach vollendeter Arbeit setzte man Cours gegen den Canal von Rhodus,
welchen man am IS. August durchfuhr, um denselben Tag Abends, des ungünstigen, eingehendere Studien

Von

Co

of

Pt. Tigani und Pt. Vathy und verblieb den 22. und 2.3. August in
Von Pt. Vathy aus sollte das Agäische Meer westwärts bis Cap Doro
schlechten Wetters halber, nur theilweise gelang; man musste 30 Seemeilen

m

berührte hiebei Kos,
Mu
s

Samos,

was

aber,

of

o-ekreuzt werden,

the

letztgenannten Hafen vor Anker.
ary

dem

(auf der Halbinsel Doris) einzulaufen.

schon den nächstfolgenden Tag sich dicht unter der kleinasiatischen Küste haltend,

steuerte -Pola-'

eu

Epäno
gegen

Epäno Georgios

mp

ara

hindernden Wetters wegen, im Hafen von

ibr

dem erwähnten Cap angelangt in hohe See zurückkehren und sodann die Küste von Kleinasien von
Neuem aufsuchen. Nach kurzem Aufenthalt in den Baien von Kalamati und Megalo auf Chios wurde
der Canal zwischen dieser Insel und dem asiatischen Festland (Halbinsel Budrum) durchfahren und am
27. CTegen Sigri auf Mytilini gehalten. VonSigri aus nahm man Cours gegen Monte Athos und gelangte
am 30. August in den Golf des heiligen Berges, von welchem man sich noch an demselben Tage ostwärts wandte, um nach Nächtigung auf der Rhede von Suola (auf der Halbinsel Gallipoli) am
einzulaufen und in Sara Siglar vor Anker zu gehen, woselbst das
1. September in die Dardanellen
um sich neuerdings in Stand zu setzen. Da die Passirung der Dardaverblieb,
September
Schiff bis zum 9.
nellen

und

Dig

itis

ed

by

the

Ha

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rd

Un

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rsi

ty,

Er
ns

tM

ay

rL

vor

die

Untersuchung derselben

in

Fahrt von der

k.

ottomanischen Regierung nicht gestattet waren,

so beschränkte man sich darauf, täglich mehrfache Bestimmungen der Seetemperatur, des specifischen
Gewichtes und der Strömungen an Bord des verankerten Schiffes vorzunehmen, sowie meteorologische

Daten zu sammeln.

Rückfahrt von den Dardanellen wurde am 9. September angetreten, und zwar zuerst südwestwärts über Lemnos, wo man in Mudros ankerte, nach Skyato. in welchem Hafen dem Schiflscommando
Die


"

Physikalische Untersuchungen im östlichen Mittelmeer, 1893.
mitgetheilt winde, dass sich S. M. Schiff »Pola- einer zehntägigen,

zu unterwerfen habe.

Von Skyato

Negroponte

längs der Küste von

67

Delos abzuhaltenden Quarantaine

in

steuernd gelangte das Expeditionsschiff

nach einem bestandenen schweren Nordwest-Wetter und nach einem dreitägigen Aufenthalt

Skyro nach den Kaloyeri Rocks wurde

von

die Fahrt

von Cap Doro ergänzt.

am

Abfahrt von den Dardanellen

Seit der

September war »Pola«

9.

am

verkehr mehr getreten und verfügte sich nun, der Quarantain-Vorschrift gemäss,

September von

ze

genannten Monates verblieb und während dieser Zeit eine Reihe
gie

24. des

bis

keinen Land-

in

18.

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w.
bio
lo

wo man

nach Delos,

Syra

von Samos

die

der geographischen Breite

in

.at

September nach Syra. Durch

Skyro am

ntr
um

17.

aus seinerzeit versuchte, aber nur theilweise gelungene Querung des Archipels

in

Am

von Beobachtungen über die Transparenz des Wassers, und zwar vom Boote aus vornahm.

Abends ging das Expeditionsschiff, noch immer

Quarantaine, daher mit Sanitätswächtern an Bord,
g/;

in

Am

.or

zunächst beobachtend den (.'anal von Cervi (nördlich von Cerigo) zu erreichen.
ary

um

See,

25. in

rsi
tyl
ibr

in

24.

man, dass das Agäische Meer viermal

ersieht

I)

He

(Karte

ers

äquatorialer Richtung gekreuzt, und dass sowohl

auch

die griechische

wechselnden Entfernungen abgefahren wurde. Die Verbindung einer Reihe von Stationen
die geeignet sind, zur Erkenntniss der physikalischen Verhältnisse

sowohl

gestattet

meridio-

in

fro

m

Profile herzustellen,

nahezu

Gegenküste

Bio

div

die kleinasiatische, als
Th
e

in

in

ity

Bei Betrachtung der Reiseroute

rita

ge

Lib

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ive

Port Vatica vor Anker, verliess das Schiff diesen Hafen den 26. September Morgens, fuhr den Golf von
Kolokythia ab, in welchem physikalische Untersuchungen gepflogen wurden und steuerte sodann auf
dem kürzesten Wege nach Zante und weiter nach Corfu, wo die Sanitätsbehörde die über -Polaverhängte Quarantaine aufhob. Während eines mehrtägigen Aufenthaltes im letztgenannten Hafen nahm
man eine gründliche Maschinenreinigung vor, ergänzte den Kohlenvorrath und trat sodann die Reise nach
dem Centralhafen an, welchen man am 5. October Morgens erreichte.

ow

nlo

ad

naler als auch in äquatorialer Richtung zu führen.

ina

lD

Die Reise ging im Grossen und Ganzen ohne besondere Zwischenfälle von statten. Sehr hinderlich

A)

waren und

S.

ge

durfte,

dies zeitweilig

mb

Wetter konnte im Allgemeinen

obwohl

,M

dort herrschte, in Quarantaine erklärt

Häfen an der gedachten Küste verkehren

rid

epidemie, welche

;O

rig

erwies sich jedoch der Umstand, dass die Provenienzen von der Küste Kleinasiens

gut bezeichnet werden, soferne
y(
Ca

als

in

Folge der Cholera-

M.Schiff »Pola« daher

in

keinen der

wünschenswerth gewesen wäre. Das

man den

Begriff

»Reisewetter« vor

Es herrschten im Agäischen Meere vorwiegend nördliche und östliche Brisen, während

hat.

Brisen

aus den übrigen Strichen relativ seltener auftraten.

Die Stärke des Windes wechselte zumeist

ausnahmsweise

erreichte aber mitunter

Klingt dies alles nicht gerade ungünstig, so erfuhr die

Vornahme

der Operationen

eu

ary

ibr

rL

stets

grössere Tiefen

tM

sind durch die Gierschläge des Schiffes und durch dessen Abtreiben das Netz, die Stahl-

und. was bedenklicher, die Schiffsschraube gefährdet.
rsi

ty,

Selbst das Fischen mit

Un

ive

netze erleidet bei etwas stärkerem Seegange Einbusse. da das feine

Ha

by

Diese

ist

es mitunter

sich

es

Arbeiten vertragen

dem Oberflächen-

leicht beschädigt

bei

ein weit

und

die in

den physikalischen

schlechteres Wetter

als

auf Stunden hinaus dehnen und die Gefahr von Havarien einzig und allein

itis

Wetter das „Stillliegen auf

mandanten, und

Lothungen.

und Vorrichtungen, keineswegs aber das
Dig

die Instrumente

den

sie sich nicht

Gewebe

Anders verhält

ed

da

the

Untersuchungen und

verletzt werden.

rva

rd

demselben etwa gefangenen Thiere

die Fischerei,

um

ay

Auch

Er
ns

handelt.
trosse

Winde und entsprechendem höheren Seegange begegnet man

kräftigem

beim Versenken des Grundnetzes, besonders dann wenn es sich

Schwierigkeiten

ein verhält-

of

einigermassen

Tiefseefischerei, welche entschieden

the

nissmässig ruhiges Wetter beausprucht.
Bei

dies von der

gilt

Mu
s

dennoch mancherlei Störung. Speciell

m

of

vor.

auch 8 und 9 der zehntheiligen Scala. Windstillen kamen nur
mp

5,

Co

zwischen 3 und

ara

tiv

eZ

oo

log

Augen

dem Punkte«

Schiff

eine schwierige

kaum zu vermeiden, dass

betrifft.

Aufgabe

hiebei,

wenn

Immerhin
für

ist

aber bei stürmischem

den manövrirenden Schiffscom-

eine im Routenplane gelegene Beob-

achtungsstation besonders hartnäckig behauptet wird. Beschädigungen der Instrumente oder Verluste derselben eintreten.

Dank der grossen Umsicht und Erfahrung des Commandanten S. M. Schiffes
Pola
Herrn
Ein ens chiffs- api tai n \\*. Mörth kamen indess derlei Verluste während der in Rede stehenden
.

i

<

i


Josef Luksch und Julius Wolf,

68

Expedition nicht vor, auch ereignete es sich nur selten, dass im Reiseplane projectirte Beobachtungsstationen
schlechten Wetters halber aufgegeben wurden.

Während der Expeditionsdauer wurden 3482 Seemeilen Weges zurückgelegt und Beobachtungen
Stationen durchgeführt.
Wie dies in dem Berichte des Vorjahres für die III. Reise S.M.Schiffes »Pola- hervorgehoben
wurde, war man auch 1893 bemüht, bei Auswahl und Vornahme der Beobachtungen möglichst nach denvorzugehen, welche

den vorausgegangenen Untersuchungsfahrten massgebend

in

ze

man nur

Instrumente und Vorrichtungen, welche

solche

gie

waren; und benützte

früheren Untersuchungsfahrten bewährt hatten.

Bemerkungen anfügen zu

sollen:

rsi
tyl
ibr



vorfanden, war diesmal

welche speciell dort angestrebt wurde,

abgesehen von der Karamanischen See -ive

Räume

Gewinnung von Lothdaten,

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ww
.bi
od

a) Die

ary

.or

die folgenden

g/;

Wir glauben indess

sich bereits auf den

ww
w.
bio
lo

selben Grundsätzen

ntr
um

.at

auf 137

massigen Tiefen und des Umstandes, dass die Agäischen Gewässer an

wo

sich sondenärmere

Anbetracht der zumeist

den Küsten und Inselrändern

htt

p:/

bereits gut ausgelothet erschienen, wesentlich erleichtert.

in

des Wassers, sowohl an der Meeresoberfläche, wie auch
Lib

am Grunde und

rar
y

Beobachtungen der Temperatur

den Zwischentiefen, desgleichen die Bestimmungen des specirischen Gewichtes und des
ge

Die

in

rita

bj

indem man an dem Principe

festhielt,

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ers



div

selbstredend mit thunlichster Sorgfalt

den sich abspielenden physikalischen Vorgängen näher zu
Th
e

bietet,

Bio

reichhaltiges Beobachtungsmaterial

He

Salzgehaltes wurden wieder möglichst vervielfältigt,

Gewinnung der Daten und Armuth an solchen

gewonnen

dass aber Systemlosigkeit

in

der

Studium der auftretenden Erscheinungen

fro

m

ein gedeihliches

treten,

dass nur ein

— die Möglichkeit

Simultane

Untersuchungen der Temperatur und

ow

nlo

ad

entweder erschweren oder ganz unmöglich machen.

vorgenommen auf recht vielen Stationen, würden allerdings zu genaueren Resultaten führen, jedoch
nur in dem Falle, wenn man sie genügend häufig wiederholte. Auf einem grösseren Forschungsgebiete
bedingte ein solcher Vorgang jedoch einen so bedeutenden Aufwand, dass Derartiges bis nun noch nicht
ge

,M

A)

;O

rig

ina

lD

Dichte,

Die

Studien über die Transparenz des Seewassers erfuhren
log

c)

y(
Ca

mb

rid

versucht wurde.

insoferne eine Erweiterung, als

tiv

weiten und tiefen Buchten ankerte und diese Gelegenheit

ara

tagsüber, mit Sonnenaufgang beginnend, bis zur eintretenden Dunkelheit die Scheiben wiederCo

kurzen Zeitintervallen zu versenken und das Wasser auf seine Durchsichtigkeit zu prüfen. Es
of

holt in

um

in

mp

benützte,

eZ

oo

man während der Expedition 1893 häufig

Änderung der

Sichttiefen

mit

dem

jeweiligen Stande des

Mu
s

eu

m

dürfte dieses Verfahren Anhaltspunkte über die

of

bei verschiedenen Witterungsverhältnissen, bei

mehr oder minder bewölktem Himmel,

ary

Da auch

the

Tagesgestirnes bieten.

in

der gedachten Weise beob-

rL

ibr

geringerer und grösserer Transparenz der Luft, bei ruhiger und bewegter See

bei

man auch dem Einflüsse dieser Umstände näher treten.
Den Beobachtungen der Meeresfarbe wurde besondere Sorgfalt gewidmet,

der Vorgang bei den-

ty,

Er
ns

tM

ay

achtet wurde, konnte

Un

ive

rsi

selben etwas modificirt.
rva

rd

Untersuchung der Wellenbewegung,

sowie auch der

beruhigenden Wirkung von

the

und Seife ergab sich 1893 durch das zeitweise vorgefundene schlechtere Wetter mehrfach Gelegenheit.
Man wählte zu den ersteren Untersuchungen, gleichwie dies früher der Fall war, zumeist die Zeit, wenn
ed

by

Öl

Zur

Ha

d)

itis

— ob
Dig

sich das Schiff

in

Fahrt oder behufs

Vornahme von physikalischen Untersuchungen

stille

mit der Kielrichtung senkrecht auf den Kammlinien der Wellen befand. Hiedurch konnte bei der
die

Einbeziehung des Winkels, welchen

Lag das

Schiff

ausserdem

still,

die

Wellen mit der Kielrichtung einschliessen,

so entfiel auch die bei

liegend



Rechnung

eliminirt

werden.

bedeutendem Seegange und Wind schwer durch-

zuführende genaue Bestimmung der Fahrtgeschwindigkeit.

Bestimmung der Wellenelemente hielt man sich wieder der Hauptsache nach an die bekannten
war
Directiven von Professor Stokes. Dass jedesmal nur bei genügend ausgebildetem Seegange
Bei

-

-


Physikalische Untersuchungen im östlichen Mittelmeer, 1893.



derselbe auch weniger mächtig

69

und Seife zum

beobachtet wurde, bedarf keiner Betonung. Öl

Glätten

der See wurden nur bei Scheibenbeobachtungen, und zwar mit recht gutem Erfolge verwendet.

den

bei

aus den im Vorjahrberichte (pag.
vortheilhaft,

den

in

Expeditionen

früheren

auf

directen Strömungsbeobachtungen

die

hervorgehobenen Gründen verzichtet wurde, erschien es diesmal

3)

Dardanellen

Messungen vorzunehmen.

directe

(vom

September) und ergaben recht brauchbare

bis 9.

3.

genauer und häufiger zu bestimmen,

die Gelegenheit,

als dies

durch Peilungen

während der früheren Expeg/;

viel

gie

man überdies

Folge der Configuration des nperationsfeldes fand

Stromversetzungen

ww
w.
bio
lo

In

ze

Resultate.

die

erstreckten

ntr
um

sich über sechsmal vierundzwanzig Stunden

Messungen

Diese

.at

Während

e)

meteorologischen Aufzeichnungen

ive

etc.)

anbelangt, sei hier abermals betont, dass sie nur zur Verwerthung der für das See-

wasser erhaltenen Resultate Anhaltspunkte

Von den gewonnenen Daten wurden
/'

(Seetemperatur,

liefern sollen.

indess in

specifisches Gewicht

dem

vorliegenden Berichte nur die ad a (Lothungen),

und Salzgehalt) und ad

/

(meteorologische Beobachtungen)

Lib

ad

/w
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Bewölkung

(Luftdruck, Lufttempeiatur, Windrichtung und

p:/

die

htt

Stärke,

Was

rar
y

f)

rsi
tyl
ibr

ary

.or

ditionen thunlich war.

theil-

He

rita

ge

angeführten vollständig, die ad c (Durchsichtigkeit und Farbe des Seewassers) berührten aber
veröffentlicht

und verwerthet,

ebenso dem Schlussberichte vorbehalten bleiben, wie die einheitliche
Bio

in

div

die übrigen Ergebnisse

Bearbeitung des

den Gewässern von Cerigo im Laufe sämmtlicher Untersuchungsfahrten gesammelten
Th
e

während

ers

ity

weise, soweit sich dieselben nicht auf Specialuntersuchungen beziehen,

fro

m

reichhaltigen Beobachtungsmaterials.

ad

Tabellen und 6 Karten mit graphischen Darstellungen entwurden selbstredend sowohl das uns zugänglichen Seekarten- Material, als auch die einschlägige
ow

lD

ina

hält,

nlo

Bei der vorliegenden Arbeit, welche 4

rid

ge

,M

A)

;O

rig

Literatur gewissenhaft benützt.

mb

Das Beobachtuntrsmaterial.
o

Tabelle

umfasst den grössten Theil der 1894 an Bord

1

oo

Die nachfolgende

S.

M. Schiffes „Pola"

eZ

1.

log

y(
Ca

II.

Co

mp

ara

tiv

gewonnenen Beobachtungsdaten, sowie auch die Resultate, welche deren Reduction ergab.
in ihrer Anordnung mit den entsprechenden Zusammenstellungen unserer früheren Berichte
ebenso wie die beigegebene Karte

I

vollständig

mit der im Vorjahre von uns veröffentlichen Tiefen- und

der

zur

Colonne der Tabelle

dritten

Mu
s

sohin

in

Orientirung

leichteren

1

Lesern

des

Positionen

präcisirten

auf

genannten

der

der Beobachtungsorte

Karte

graphisch

dar-

of

erscheinen

Die

the

Rnutenkarte.

eu

m

of

überein,

Sie stimmt

ibr

ary

gestellt.

speeifischen Gewichte wurden abermals auf

Die beobachteten

die drei

Formen

17-5°





diejenige

Temperatur bedeutet, welche der Wasserprobe unmittelbar vor

ihrer

Förderung

ed



by

wobei

reducirt,

the

Ha

rva

rd

Un

ive

rsi

ty,

2.

Er
ns

tM

ay

rL

Die Temperaturangaben beziehen sich allenthalben wie gewohnt auf die Scala nach Celsius.

Dig

itis

zukam.

Der Vorgang zur Auffindung der Zahlen, die der letzterwähnten Form entsprechen,
eine

Abänderung, indem dieselben nicht wie früher

der ersten

wurden

Form, sondern

mittelst

der

folgenden

mittelst

Proportion

:

r
S

4

-o




S~^
17*0 r

=

erlitt

indessen

Seh <>tt' sehen Tabelle aus den Zahlen
aus jenen der zweiten Form abgeleitet

der

0-998746

:

1

.


'

Jose] Luksch und Julius Wolf,

70

wobei selbstredend 0" 998746 die Dichte des
solchen Wassers bei 4° C. als Einheit
erreichten

bei 17-5° C,

Wassers

bezogen auf

Umrechnung,

Differenz:

by

the

Ha

rva

rd

Un

ive

rsi

ty,

Er
ns

tM

ay

rL

ibr

ary

of

the

Mu
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eu

m

of

Co

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.or

g/;

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w.
bio
lo

gie

ze

ntr
um

.at

r

ed

die

Dichte

wie

leicht

vorstellt.

zunächst den Vortheil einer sehr bequemen

hiebei

Werth der

itis

ersichtlich, der

Dig

Wir

destillirten

da,


Physikalische Untersuchungen im östlichen Mittelmeer, 1893.

Wie im Vorjahre

man auch diesmal daran

hielt

um

Person vornehmen zu lassen,

neugewonnenen Daten mit den

Beobachtungen durch

die

fest,

71

möglichst vergleichbare Resultate zu erzielen.

eine

und dieselbe

Die Vergleichbarkeit der

älteren dürfte durch die früher angedeutete Modiflcation im Observations-

kaum zu verkennen war. auch sichereres Arbeiten gestattete,
keinesfalls gestört werden, zumal wenn man beim Vergleiche gewisse Vorsichten beobachtet, welche zum
Theile schon aus unseren vorjährigen Versuchen am Lande, zum Theile aber aus den von verschiedenen
.at

vorgange, welcher ein rascheres und. wie

Wir halten

die Meeresfarbe wird sohin kein Hinderniss

im

S.

M. Schiffes

ww
w.
bio
lo

gewonnenen Aufzeichnungen über

gie

Uer Ausführung der beabsichtigten graphischen Darstellung sämmtlicher an Bord

ze

ntr
um

Expeditionen herstammenden, sich aber auf dasselbe Seegebiet beziehenden Ergebnissen abzuleiten sind.

Wege

noch zu erwähnen, dass es

alljährlich

zu den

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es nicht für überflüssig, an dieser Stelle

»Pola»

stehen.

im Laufe

einer längeren

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Zeitperiode

das Auge

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merkbaren Änderungen unterworfen
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deren tadellosen Abschlusses den Anschein hatte, als ob die

trotz

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