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Denkschriften der kaiser Akademie der Wissenschaften Vol 61-0297-0308

ntr
um

.at

297

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lo

gie

ze

DER BESUCH
g/;

DER


ive

rsi
tyl
ibr

ary

.or

INSELN JAN MAYEN UND SPITZBERGEN
/w
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od

SOMMER DES JAHRES

1892,
p:/

IM

Lib

fro

m

Th
e

Bio

div

ers

ity


He

rita

ge

AUGUST GRATZL,

rar
y

htt

VON

ad

DER SITZUNG VOM
nlo

IN

10.

MAI

18SM.)

Kriegsschiffe,

das im Jahre 1892 wie alljährlich die

ge

um

mb

rid

die dort beschäftigte französische Fischerflotte

zu überwachen

y(
Ca

Station in Island zu besuchen hatte,

dem

hatte

,M

Das französische Marine-Ministerium

A)

;O

rig

ina

lD

ow

(VORGELEGT

oo

eZ

zur Theilnahme

an

dieser Reise,

speciell

zum Besuche

der von

S. E.

dem Grafen

ara

Wilczek

mp

im Jahre 1882 errichteten arktischen Beobachtungsstation auf Jan Mayen zu entsenden.
Co

H.

Reichs-Kriegs-Ministerium, Marine Section, die freundliche Einladung ergehen lassen,

k.

tiv

und

k.

einen See-Officier

Das hiezu bestimmte

war der französische Transportavisodampfer »Manche,« Commandant der

Bienayme

noch

Mu
s

mit einem auserlesenen Schiffs-Stabe von vorzüglichen Officieren, die vor

Specialfächern sich auszubilden Gelegenheit hatten.

in

of

Antritt der Reise

the

Linienschiffscapitän

eu

m

Schiff

of

und an das

log

und zu unterstützen, eine wissenschaftliche Missionsreise nach Jan Mayen und Spitzbergen aufgetragen

ary

Bienayme,
Lespinasse de Saune,

Linienschiffsfähnrich

Lancelin,

ive

rsi

ty,

Er
ns

Linienschiffslieutenant

rd

Un

Linienschiffsfähnrich

Das erwähnte Schiff

rva

Sous-Commissaire Le Laidier.

Leith eintreffen,

wo

sich

auch Professor G. Pouchet, der

the
by

itis

Dig

in

um

dem

mit

bekam

mir mitgegebenen Pendelapparate noch vor der

Edinburgh vorzunehmen.

meiner Ausrüstung für diese Reise befand sich an Instrumenten ein completer Pendelapparat mit

trischer Contactvorrichtung,

Chronometer Klumak
?

Aubin de Blanpre,
Couteaud,

der Präparator Pettit für die arktische Reise einzuschiffen hatten. Ich

zwei Pendeln, System Oberstlieutenant

mit

in

Leith rechtzeitig einzutreffen,

Abreise Schweremessungen
In

Villemot,

sollte Mitte Juli

Linienschiffsarzt Dr.

Ha

Rabot und

in

Rene de Carfort,
Exelmans,

ed

Forscher Mr.

den Befehl,

Leprince,

ay

tM

Fregattencapitän

rL

ibr

Schiffs-Stab: Linienschiffscapitän A.

2 Theilung,

Zambra,

regulirt

ein

R. v.

Sterneck,

nach Sternzeit,

regulirt

ein Aneroi'd H. Kapeller,

zwei Schleuderthermometer mit

Hammer und

eine Halbsecunden-Pendeluhr

Büchsenchronometer Kuliberg
?
1

Hawelk

nach mittlerer Zeit, ein kleines
ein

Quecksilberthermometer Fuess

Theilung, eine Azimuthal-Bussole Negretti und

Meissel für geologische Sammlungen.

Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXI. Bd.

mit elek-

3g


August Gratzl,

298

Nach durchgeführten Ausgangsbeobachtungen der Schwingungszeiten der beiden Pendel in Wien im
Kellerraume des militär- geographischen Institutes trat ich die Mission an. und fand in Edinburgh im
freundliche

Copeland und

Calton Hill beim dortigen Director, Herrn Professor Dr. R.

Aufnahme und Unterstützung

gelegenen, mit einer Kuppel eingedeckten Pavillon,

Copeland

am

und

dem

7.

Beobachtung der Schwingungsdauer, im Ganzen

Juli die

ze

3. 4.

in

einen geeigneten Pfeiler aus Backsteinen auf.at

früher ein Refractor aufgestellt war, Hess Dr.

mauern, so dass es möglich war,

Becker

Durchführung der Schweremessung.

bei der

vom Hauptgebäude

In einem südwestlich

Dr.

ntr
um

am

Observatorium

ww
w.
bio
lo

gie

aus je 6 Schwingungsserien mit jedem der zwei Pendel durchzuführen. Die Uhrcorrection für die Beob-

achtungsuhr wurde aus den Vergleichen mit dem Sternzeitpendel Dent und den Chronometern Kuliberg

und Walker der Sternwarte

.or

g/;

abgeleitet.

am

Schlüsse tabellarisch

rsi
tyl
ibr

ary

Die Resultate sind gemeinschaftlich mit den übrigen Messungsergebnissen
ive

gegeben.
würdigste Aufnahme fand, verliess am
Die Route wurde etwas östlicher

/w
ww
.bi
od

Der Transportavisodampfer »Manche", auf dem ich beim Commandanten und Schiffsstabe

rar
y

htt

p:/

angelegt, da nach eingelaufenen Nachrichten ein weites Eisfeld im
freies

Am

zog im Norden des damaligen Schiffsortes

Juli

massiges Luftdruckminimum vorbei,

ein

Südwest verursachte, der von Regenböen

(38

2

und

n. Br.

um

Stunden

um

5

der genäherten Position

Uhr Morgens

sein

Minimum

lD

4'/

Uhr

4

A)

,M

in

dichtem Nebel.

ge

verschwand jedoch bald wieder

rid

mb
y(
Ca

auf 3°.

log

ermöglichte Abends eine Positionsberichtigung,

des Beerenberges

der Spitze

eZ

kurzes Sichten

in Sicht,

rasch von 5° auf 3° bei vollständiger Windstille, die Oberflächen-

am Abend
(3°

mistigen Wetter unter einer gehobenen Nebelbank, für

m. bei

p.

das Südost Cap von Jan Mayen

temperatur des Seewassers von

tiv

der Nordosttheil Jan Mayens, ohne denselben im Nebel zu sichten, umfahren wurde.
ara

wonach

25. Juli

in

ina

kam um

Die Lufttemperatur sank

Ein

ab und erreichte

rig

Juli

oo

kurze Zeit

15///;;/

von Greenwich, am

2 5 w. L.

;O

2(3.

div

Bio
1

m

2

9

//////.

Am

Bewegung entsprechend

ow

des Schiffes von

9

Th
e

abflaute.

Der Luftdruck nahm dabei innerhalb

fro

Nordwest drehte und dann

begleitet der cyclonalen

ad

steifen

nlo

welches

ers

ity

'24.

He

rita

sicherte.

mit 751

Fahrwasser

ge

Lib

Osten und Nordosten von Island sich befand, wogegen das Gebiet des Golfstromes

bis

die liebens-

Morgens Leith und dampfte gegen Jan Mayen.

20. Juli

of

the

Mu
s

eu

m

of

Co

mp

An der Nordwestseite war der Strand bis zu einer geringen Höhe nebelfrei und gestattete eine vollkommene Orientirung.
Nach einiger Zeit hoben sich die tiefen Nebelschichten, der ganze Nordosttheil der Insel wurde mit
Ausnahme des Gipfels des Beerenberges frei und lag in seiner ganzen wilden Pracht, mit seinen Gletschern

in

ary

rL

Uhr Nachts, und

ay

1

die

erhabene Ruhe der taghellen arktischen Nacht wurde nur zeitweise

tM

durch das

vollkommener Windstille vor uns.

der Ferne verhallende Geschnatter aufgescheuchter Alken, oder durch das Geräusch der
Er
ns

Es war

bei

ibr

und Lavaströmen,

am

Un

Uhr morgens ankerte
rva

M. Schiff »Pola« vor Anker

die

lag,

Manche

in

der Mary-Muss-Bucht nahe der Stelle,

das die Beobachtungsstation mit

Mann und

wo

im Jahre 1882

Material nach Jan

Mayen

Ha

S.

4

rd

Um

ive

rsi

ty,

Strande leicht brandenden Nordostdünung unterbrochen.

by

the

brachte.

-Manche« Hess zu Ehren der ehemaligen österreichischen Station beim

itis

ed

Der Herr Commandant der
Dig

Fallen des Ankers die kleine Flaggengalla mit der

k.

und

k.

Flagge

am Grossmaste

hissen.

Landung konnte ohne weiters bewerkstelligt werden, da vollkommene Windstille war und auch
leichte Nordost-Dünung nicht in die Bucht hineinkam.
Mit dem ersten Boote brachte ich den Pendelapparat an 's Land und begann mit einer flüchtigen
Die

die

Besichtigung der Stationshäuser und der Depots.

Der

erste Blick

betreten hatte.

auf die Häuser Hess erkennen,

dass

seit

August 1883 kein Mensch

die Station


Sommer

Besuch von Jan Mayen und Spitzbergen im

299

1S92.

Die Stationshäuser sowohl, als auch die Lebensmittel-Depots befinden sich noch

Zustande. Die Dachpappe der Häuser

ganz abgerissen,

allerdings stellenweise

ist

einem sehr guten

in

Beplankung jedoch

die

unversehrt und zeigt keine faulen Stellen.

Holz conservirt sich überhaupt

diesem Klima erstaunlich gut, dagegen

in

Eisen einer

verfällt

viel

rascheren Oxydation, als im gemässigten Klima.

Die

.at

die Bretterfugen eine Ventilation
ze

gie

solchen Massen angesetzt,

in

gehüllt aussieht, und die Fäden der Pilze stellenweise

den Boden gemauerten Kalksteinpfeiler

für die

10c« Länge

ary

und zwei der

rsi
tyl
ibr

fror

in

die das

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od

ive

den unteren Theilen zersprengte. An den Bruchstellen sieht man deutlich die Risse,

Wasser eingedrungen

erreichen.

magnetischen Instrumente, haben während der

wärmeren Jahreszeit aus dem umliegenden Sande Wasser aufgesogen, das im Winter
Pfeiler in

zuliessen,

Korktapeten den Luftwechsel verhinderten, haben

.or

in

die

an den Einrichtungsgegenständen die Schimmelpilze

Baumwolle

in

welchen

in

ww
w.
bio
lo

Wänden und

das Alles wie

wo

jenen Räumen,

in

ist

den Wohnzimmern,

g/;

sich an den

In

ntr
um

Das Innere der Stationshäuser
nahezu trocken.

ist.

kommen

rar
y

Lib

ge

sind fest

rita

es

ist,

He

und

welchen der zurückgelassene Proviant eingelöthet verpackt

zusammenkonnten nur aus der obersten Reihe derselben Proben von P^leischconserven entnommen
beim Versuchen als vollkommen gut geniessbar erwiesen.
in

ers

ity

gefroren,

werden, die sich

htt

gut erhalten.

Die Kisten,

voll-

p:/

aus Treibholzstämmen erbauten Blockhäuser, welche als Lebensmittel-Depots dienten, sind

Die.

in

den geborstenen Fässern

liegt.

fro

Zustande

ad

seiften

m

Th
e

Bio

div

Das Depot wird von den Polarfüchsen, die sich durch den Erdboden einen Gang gegraben haben als
Bau benützt, wahrscheinlich durch den scharfen Geruch des Salzfleisches angelockt, das in einem ver-

in ein

Depot einzubrechen.

ow

nlo

Es sind nirgends Spuren zu sehen, dass Eisbären versucht hätten,

von dem von der Kraterlehne herabgeschwemmten Sande
lD

Ein aus Kohlenbriquettes erbautes Depot

ina

ist

A)

;O

rig

halb verschüttet, zumal der Eingang, der etwas tiefer als das umliegende Terrain angelegt war.

mb

rid

nothwendig, eine Stufe auszuheben, auf welche die Häuser zu stehen kamen.
y(
Ca

nun im Laufe der neun Jahre der Sand und das Gerolle nachgerutscht, so dass
log

In diese Stufe ist

ge

,M

Die Stationshäuser sind im Wilczek-Thale an den Kegel des Vcgelberg-Kraters angebaut, es war daher
bei der Errichtung der Station

Terrainaushebung überall wieder abgeböseht

oo

eZ

im Boden stecken.

am Südabhange

des Wilczek-Thales, welche bei astronomischen und magne-

Co

Die beiden Mirenpfeiler

Verwendung standen,

sind unverrückt

und wurden auch

bei

den magnetischen

m

of

tischen Beobachtungen in

die

Häuser an der ßergseite auf eine Höhe von

tiv

in

die

ara

1

und

mp

ca.

ist,

eu

mir derselbe freundlichst

the

Linienschiffslieutenant

of

vom

waren:
ay

1892: Declination 28°20'\V.
tM

27. Juli

rL

ibr

ary

Die
mittheilte,

Exelmans vornahm, avisirt.
Exelmans erhaltenen Resultate, welche

die Linienschiffslieutenant

Mu
s

Bestimmungen,

0979

Er
ns

Horizontal-Intensität

C. G. S.

Un

mit diesen die Monatsmittel des Juli 1883:
rd

man

ive

rsi

ty,

Inclination 79° 15'.

Vergleicht

Ha

rva

Declination 29°49'\V.

itis

ed

by

the

Horizontal-Intensität

Inclination

Dig

so ergibt sich eine jährliche

Abnahme

79°0

!

0-0976

C. G. S.

3,

der westlichen Declination

nahezu unverändert, und eine jährliche Zunahme der Inclination

um nahezu
um '6.

10',

Die Beobachtungen sind auf demselben Pfeiler ausgeführt, nur

ist,

wie schon erwähnt, ein Nach-

rutschen des umliegenden vulkanischen Sandes und Gerölles erfolgt, die sehr

und dadurch gewiss eine Veränderung des Localeinflusses

die Horizontal-Intensität

1

viel

Magneteisen enthalten

für die Örtlichkeit des Pfeilers hervorgebracht

haben, so dass die gefundene Differenz zwischen den absoluten Werthen 1883

— 1892

nicht allein einer

Säcularvariation zugeschrieben werden kann.

38*


August Gratzl,

300

des Aufenthaltes der »Manche«

Während

Luftdruck 763 7 mm , die Lufttemperatur

in

+4 4C,
?

-

am

der Mary-Muss-Bucht

war im

27. Juli

die Seewasseroberflächentemperatur

+3 9 0C;

Mittel

der

Windstille;

Vormittag Nebel und zeitweise leichte Regenschauer; Nachmittag aufheiternd, zeitweise Sonnenschein.

Den Pendelapparat

im westlichen Räume des ehemaligen Observatoriums

stellte ich

netischen Variationsapparate standen.

auf,

wo

mag-

die

*

gemacht

im steigenden

gie

zwei Serien mit jedem der zwei

(je

machte

sind,

ich

noch einige photographische

g/;

Pendel), deren Resultate in der Tabelle ersichtlich

7

ww
w.
bio
lo

der vier Serien Schwingungsbeobachtungen

Nach Beendigung

9

ze

Sinne, so dass auch diesem heiklen Punkte entsprochen war.

um

ntr
um

Die Temperatur änderte sich während der Schwingungsbeobachtungen nur

.at

Die Pendeluhr fand an einem Ständer der vertikalen Zwischenwand ihre gesicherte Aufhängung.

Umgebung

der Ansiedlung.

an der Mary-Muss-Bai sehr wenig neu angeschwemmt worden, es lagen im Ganzen
ive

Treibholz

ist

hochgehender See von der Brandung bespült werden,

einige kurze Stücke an Stellen des Strandes, die bei
vielleicht

nur aus einer neben liegenden Bucht hieher übertragen worden
p:/

können

selbst diese Stücke

htt

und

zum Besuch

/w
ww
.bi
od

der nächsten

Zeit

rsi
tyl
ibr

ary

.or

Aufnahmen von den Stationshäusern und dem Wilczek-Thale, und benutzte den Rest der

Stämme zeigten.
Mayen gewesen zu sein, da auf dem
niederen Sattel, der in dem Wilczek-Thale die Stationshäuser von dem Nordlagune benannten See trennt,
beinahe gar kein Schnee mehr lag, während im Sommer 1882 bis zum Herbste ein grosser Schneefleck



die altgestrandeten

92 scheint nicht sehr schneereich für Jan

Die Nordlagune, deren Oberfläche noch beinahe zur Hälfte von einer morschen Eisfläche
Th
e

erhalten blieb.

Bio

div

ers

ity

He

Der Winter 1891

rar
y

dem Aussehen nach keinen Unterschied gegen

Lib

sie

ge

da

rita

sein,

fro
ow

nlo

ad

des 1882 verstorbenen Matrosen

gegen den eingesunkenen Grabhügel geneigt,
lD

stark

am Grabe

zur Lagune führt

ihr

in

A)

Stand setzen zu lassen.

,M

in

ge

das Wilczek-Thal von der Südostseite der Insel trennt, war gegen Süden
rid

Sattel, der

mb

tiefe

vom

Nebelstratus benommen, und die Zeit
y(
Ca

durch ganz

Kreuz

den die Füchse einzudringen versucht haben,

Der Herr Commandant war so freundlich das Grab vollkommen
Die Aussicht

vorbei; das

Vorhaben.
;O

doch eine Lage schwerer Steine verhinderte

Viskovich

ina

war

Weg

rig

Der

m

bedeckt war, zeigte einen niederen Wasserstand.

war zu kurz um einen Gang

bis zur Eierinsel

zu

exhalirt,

Überwinterung

fast täglich

gethan

hat.

tiv

er es zur Zeit unserer

ara

wie

eZ

oo

log

machen, so dass ich leider nicht beobachten konnte ob der Krater der Eierinsel noch Wasserdampf

Co

mp

Auf Jan Mayen war an den von der »Manche-Expedition« besuchten oder gesichteten Punkten nirgends
und es war auch aus dem in den Stationshäusern
m

of

eine Spur neuer vulkanischer Thätigkeit zu entdecken,

vom

Eise losgesprengte Felstrümmer abge-

so die Schutthalde vergrössert.
rL

und haben

Eintreten des Frühlingsthauwetters grosse,

tM

ay

stürzt

the

dem

of

alljährlich mit

kann. Längs der steilen Felswände südwestlich von der Mary-Muss-Bucht sind wie
ary

sein

ibr

vorgekommen

Mu
s

eu

angetroffenen Zustande zu schliessen, dass im Laufe der neun Jahre kein besonders heftiges Erdbeben

Humusbildung

der

ty,

mag wohl von

ive

rsi

das

Er
ns

Die Vegetation im Wilczek-Thale schien mir bedeutend reicher zu sein, als

Un

richthaufen ein Lieblingsplätzchen der

in

den Sommern 1882

— 83;

aus den Abfallstoffen der Station herrühren, da besonders der Keh-

Blumen und Gräser wurde und wie

ein

Blumenbeet aussah; auch

Wohnhauses grünte und blühte reichlich Löffelkraut und
Wände, vertreten durch Alke, Möven und Krabbentaucher,
den zwei Sommern unseres früheren Aufenthaltes; vielleicht waren

Die Fauna

the

Steinbrech.

Ha

rva

rd

unter den Fenstern und bei den Thüren des
der Vogelberge und
als

in

itis

ed

by

war weniger zahlreich,

und

Dig

dem windstillen Wetter viele der Seevögel mit ihren flügge gewordenen Jungen weiter draussen in See.
An Säugethieren sahen wir nur zwei Blaufüchse, die auch erlegt wurden; sie scheinen schon wieder
ganz arglos zu sein, da beide Thiere auf ganz kurze Entfernung ankommen Hessen.
Seehunde wurden weder am Strande noch in See gesehen, auch wenige Wale kamen auf der Fahrt
bei

was auf ein starkes Zurückweichen der Eisgrenze schliessen Hess.
Da der Herr Commandant die Absicht hatte, am nächsten Tage die Insel im Südwesten zu umdampfen
um an der Südseite zum Besuch der Eierinsel eine Landung zu versuchen, so wurden die Fenster und
bei der Insel in Sicht,


Sommer

Besuch von Jan Mayen und Spitzbergen im

Thüren der Stationshäuser wieder

löstimdigen geschäftigen

und nach einem

verschlossen

sorgfältig

301

1892.

Besuche von der Station Abschied genommen.

Morgens verzögerte der dichte Nebel das Auslaufen der Manche-, später wurden zwar Strandpartien sichtbar, die oberen Theile der Hügel und Berge blieben jedoch in der dichten Nebelschichte verhüllt.
Um Mittag fiel wieder ganz dichter Nebel ein, infolgedessen etwas seewärts abgefallen werden musste,

Am

28.

zu halten, wobei Lothringen und Temperaturmessungen des Seewassers in verschiedenen Tiefen
vorgenommen wurden; nach einiger Zeit hellte es sich soweit auf, dass die Fahrt um das Süd-West Cap

Auf

dieser Fahrt leistete die

vom

gie

der grossen Treibholzbucht geankert werden konnte.

in

ww
w.
bio
lo

und Nachmittag

fortgesetzt

ze

ntr
um

.at

um dann

Bobrik aufgenommene

Linienschiffslieutenant

.or

g/;

Dienste.

Karte der Insel gute

grossen Treibholzbucht blieb der Versuch zu landen erfolglos, weil die lange, von Südost kom-

unangenehme Brandung erzeugte und das Boot

flachen Sandstrande eine

m

/w
ww
.bi
od

Strand hätte gebracht werden können, ohne Sturzseen überzunehmen.

Gipfel des Beerenberges zu sehen,

für

kurze Zeit

der aus der Nebelschichte

rar
y

htt

während der Fahrt zum Ankerplatz den

Lib

hervorragte.

Am

bekamen nur

aufwärts, und wir
p:/

Der Nebelstratus verhüllte auch hier Alles von 20

nicht auf den

ive

mende Dünung am

rsi
tyl
ibr

ary

In der

verliess die

rita

Uhr abends

ers

ity

He

9

ge

»Manche« Jan Mayen und dampfte gegen Spitzbergen, in der
Route einen östlicheren Curs einschlagend, um von der gewöhnlichen Eisgrenze entfernter zu sein und im

um

28. Juli

Bio

div

Bereiche des günstigen Stromes von diesem Nutzen zu ziehen.

Th
e

Auf der Reise nach Spitzbergen waren NNWwinde mit wechselnder Stärke vorherrschend, das Wetter
ad

fro

m

war günstig und mit Ausnahme von anderthalb Tagen Nebel ziemlich klar.
Am 31. Juli abends kam Spitzbergen in Sicht, in dessen Nähe der Nordwind

umgeben

lD

am

1.

um

August

5 Uhr

rig

von der grossartigsten nordischen Gletschcrlandschaft.
;O

der Recherche-Bai,

den Bel-sund und ankerte

mündet von Osten und Westen

deren Zungen unmittelbar

je ein riesiger Gletscher,
A)

in

in

die

ge

In diese Bai

in

,M

Morgens

»Manche«

ina

Bei herrlich klarem Wetter dampfte die

ow

nlo

auffrischte.

sich

von beiden Seiten her aus den Ravins Gletscher
y(
Ca

Ausserdem senken

mb

rid

See abfallen.

kommen.

eZ

oo

log

stellenweise in Riesenstufen stark zerklüftet zu Thal

das Hauptthal herab, die

in

in

einer sogenannten zurückbleibenden

Bewegung, da

am Lande endenden

mp

Gletscher eine Stirnmoräne vor sich herschiebt, sondern das der GletscherCo

keiner der

ara

tiv

Die Gletscher in der Recherche-Bai sind alle

eu

2

km

the

Aufnahmen der französischen Fregatte »La Recherche« im Jahre 1838 um mehr

km

ibr

See reichenden Gletschern lösen sich zeitweise grosse Eisblöcke ab und stürzen
rL

in die

tM

ay

diesen bis

Breite

als 2

ary

weiter in die Bucht.

Von

mündende Gletscher von beinahe

der Recherche-Bai von Osten bis in die See
Mu
s

in

ist.

of

Auch der

ragte nach den

m

of

zunge vorgelagerte Terrain von zerstreutem Geschiebe, Breccien und Schutt bedeckt

Er
ns

mit Donnergetöse ins Wasser, das hoch aufschäumend durch die entstehenden Wellen die
in

Bewegung

die alle

setzt,

vom

Menge

kleinerer

Gletscher abgebröckelt vor dem-

rsi

ty,

und grösserer Eisstücke und Schollen

als Fundstellen

rd

von Fossilien genannt

sind,

aufgesucht worden.

by

westlichen Strande der Recherche-Bai, kurz bevor
ist

man

aus der genannten Bai

an der niederen Terrasse, die von Gletscherschutt bedeckt
Dig

Point erreicht,

itis

ed

Am

der Recherche-Bai sind nachstehende Örtlichkeiten, die von schwedischen Geologen
rva

Umgebung

Ha

der

the

In

Un

ive

selben die Wasserfläche bedecken.

den horizontal gelagerten Schichten des Sandsteines Pflanzenabdrücke
Weiter westwärts, gegen die Ausfahrt
stelle

vom Beisunde

von Pflanzenabdrücken, die so ziemlich

in

zwischen zwei erodirten Einschnitten der Terrasse
Diese Fundstelle

da die Terrasse

ist

steil in

am

die

ist

ist,

findet.

auch am Strande eine sehr ergiebige Fund-

der Verlängerung des Westrandes des Scotch glaciers
liegt.

besten mit einem Boote bei Ebbe zu erreichen, doch

See

abfällt

und

sich

kommend den Foxwo man in

ein Aufschluss,

muss

die

See ruhig

sein.

von den abfallenden Trümmern nur ein ganz schmaler

Strandfuss gebildet hat, der bei Fluth und bei Seegang unter

Wasser

steht.


August Gratzl,

302
Eine andere Fundstelle

auf der

ist

der Einfahrt zur

in

Van Keulen-Bay gelegenen

Eiderinsel,

wo dem

Perma-Carbon angehörige Fossilien' gesammelt wurden.

Während des

Aufenthaltes

Thätigkeit und theilte sich
mit besonderem

der Recherche-Bai entwickelte der

in

den hydrographischen Arbeiten,

in

Augenmerk auf

gesammte

Schiffsstab eine eifrige

Aufnahme und Auslothung

der

in

den Fluthbeobachtungen und

die Gletscherenden, in

der Bucht

vollständigen

in einer

den botanischen, geologischen Samm-

gie
ary

rsi
tyl
ibr

ive

das von schwedischen Geologen entdeckte Kohlenflötz bemerkenswert,

ist

das an der Westseite der Advent-Bai

liegt.

zu finden, da es auf der zweiten Höhenstufe

liegt,

mit einem Stein-Cairn bezeichnet

ist

p:/

ist leicht

vorigen Ankerplatze.

/w
ww
.bi
od

In geologischer Hinsicht

.or

am

Hier entfaltete sich dasselbe rege Arbeiten, wie

der gut geschützten Advent-

g/;

Seitenbucht des genannten Fjordes.

Bai, in der dritten südlichen

Es

in

ww
w.
bio
lo

und deren Position durch Winkelmessungen festgesetzt.
Am 4. August dampfte die -Manche- gegen den Eisfjord und ankerte

aufgestellt

ze

ntr
um

.at

Neubestimmung der erdmagnetischen Richtung und Kraft, sowie in
lungen; es wurden auch am Scotch glacier zur Bestimmung seiner Bewegung Stangensignale

unter einem Winkel von ungefähr 10° und

Versuche durch Sprengungen mit Dynamit einzudringen
rita

die

gefrorenen Terrain nur wenig Erfolg.

Wärme

zu Gries, da

sie

ganz von Eis durchsetzt waren, welches

Bio

Diese Kohlenstücke zerfielen in der

dem

ers

einige grössere Kohlenstücke, hatten aber in

div

zwar

lieferten

von einer Lage Schutt bedeckt;

He

und

die Mächtigkeit ist nicht aufgeschlossen,

ist

ge

Lib

fällt

ity

Das Kohlenflötz

rar
y

htt

und das dahinter sich erhebende Plateau an dieser Stelle eine amphitheatralische Einbuchtung hat.

der nahen Erosionsspalte eine Schichte Plattensandstein zu sehen, in
fro

in

ad

Unter dem Flötze war

m

Th
e

das Bindemittel abgab.

Pouchet

fand auch an

dem Ostabhange

dem

der Advent-

lD

ow

nlo

sich deutliche Pflanzenabdrücke vorfanden. Professor

rig

ina

Bai-Fossilien.

A)

;O

Die westlichen Abhänge der Advent-Bai senken sich

während

zwei grossen horizontalen Stufen zur See

die östlichen

Abhänge

diese Abstufungen nicht

rid

ge

,M

herab, welche an grosse Saeterbiklungen erinnern,

in

mb

zeigten.

Das Flussthal

in

dem

einige

Lachse gefangen wurden.

log

y(
Ca

Advent-Bai mündet von Süden ein Fluss,

verhältnissmassig reich an Gräsern und Moos, zahlreiche Rennthierfährten, abge-

ist

eZ

oo

In die

selbst zeigte sich jedoch nur ein Fuchs.
mp

Wilde

Co

Vom

ara

tiv

worfene'Geweihe, Losung von Hasen und Füchsen zeugen von einem reichen Thierleben.

man an mehreren Orten Spuren menschlicher

eu

m

of

Die Bucht wird häufig besucht, da

NW

schützt, liegt ein Begräbnisplatz mit

mehreren

ary

of

the

Mu
s

Auf der niederen Landzunge, welche die Bai gegen
Gräbern von norwegischen Fischern und Fangmännern.

Thätigkeit findet.

rL

ibr

Einige grosse Flüge Eiderenten zogen ein und aus, von welchen auch einige Stücke erlegt wurden.

Dunen

bekleideten Jungen zwischen den Flügeln

Er
ns

ihre nur mit

am Rücken

hielt,

um

sie bei

ty,

schwimmend

tM

ay

Hier sahen wir auch eine ganz junge Brut von Eiderenten und unter andern eine solche Ente, welche

ive

rsi

ihrer P'lucht rascher fortzubringen.

am

zahlreichsten waren noch Seeschwalben, die sehr

kühn auf

rd

Un

Seevögel waren hier wenige zu sehen,

by

the

Ha

rva

uns stiessen und kleine Regenpfeifer, die an den durchweichten Stellen des Bodens Nahrung suchten.
Die Schleppnetzzüge waren wenig ergiebig. Die an Stück und Gattungszahl bescheidene Beute bestand

in

einigen kleinen Fischen.

6.

Dig

Am

Würmern und

itis

ed

aus einigen Mollusken,

August

verliessen wir die schöne Bucht bei klarem,

sonnigem Wetter, das uns

die

Bergformen

schönster Beleuchtung zeigte.

Im Süden des Eisfjordes sieht

man

weite Hochplateaus, aufweichen stellenweise Berge von der Form

abgestutzter Pyramiden sitzen, die auch horizontale Schichtung zeigen.

1

und

die

Die von mir gesammelten Handstücke wurden im

Angaben darüber verdanke

ich

k. k.

Hofmuseum

seiner freundlichen Mittheilung.

in

Wien vom Herrn Custos

Dr. K.

Khittl bearbeitet


Sommer

Besuch von Jan Mayen und Spitzbergen im

303

1892.

Diese höheren Plateaus sind stellenweise mit einer Lage Hyperit gekrönt, der sieh an

dem

mit seinen dunklen Felsen scharf von

Auf der Fahrt

Sassen-Bay erheben sich im Osten

die

in

Mountains, ein Plateaugebirge, das nach drei

bezeichnend benannten Temple-

die sehr

Seiten senkrecht abgebrochen

ist.

diesen Aufschlüssen sind sechs horizontal gelagerte verschiedenfarbige Schichten erkennbar, an

unten

Meer

steile, bis ins

was dem Ganzen von

fallende Schutthalden lehnen,

einiger Entfernung
.at

die sich

gie

Südöstlich von diesen Temple-Mountains liegt ein majestätischer Gletscher, der

ze

das Aussehen riesiger indischer Pagoden verleiht.

See herabreicht und

die

in

in die

g/;
.or

ary

norwegischer Kutter vor Anker, dessen Bemannung der Rennthierjagd oblag
rsi
tyl
ibr

ein

und Eiderdunen sammelte.
zu suchen, da

htt
rar
y

mündet der gleichnamige Fluss mit kaum merklichem

was

rita

div

nlo

über-

;O

rig

in einer

kleinen Bucht verankert, die zwischen derKlaas

und den Namen Skans-Bai

liegt

ge

führt.

rid

Bucht nahmen die hydrographischen Arbeiten, magnetische Beobachtungen und die
mb

Sammlungen

ina

lD

und dem Cap Thordsen

»Manche«

die

A)

Tage war

,M

dieser vier

In dieser ruhigen

y(
Ca

ihren Fortgang.

westlichen Abhänge der Bucht wurde

einer Erosionsschlucht eine reiche Fundstelle von Fossi-

eZ

oo

in

Bucht angehört,

ist

gegen Norden

ein

Co

die

mp

dem Thale, welchem

ara

tiv

(Productus) entdeckt.

auffallend weisser Schutthügel

eu

man blendend weisse Stücke

findet

Mu
s

Trümmern

ist,

welche dort zu Tage

tritt;

m

of

bemerkenswert, der von den Bruchstücken einer Gipsschichte aufgeschüttet
unter diesen

Höhenzug zu

ow

nicht bedeutender

log

Billen-Bai

In

wenn auch

ein,

sei.

Während

Am

dem Wege dahin

ad

fro

m

Ostküste sichteten und erkannten, dass das Flussthal keine Fortsetzung bis an die

Ostküste besitze, sondern auf
schreiten

Th
e

zweiten Marschtage bestiegen die
sie die

in

vier Tagen auszuführen nicht gelang.
Herren vor dem Antritte des Rückmarsches einen höheren Berg,

der anberaumten Zeit von

in

Lancelin und zwei
Folge der Ungunst des Wetters und

Bio

Terrainschwierigkeiten

aber

ihr

Gefälle; in diesem Flussthale

Schiffsfähnriche

ers

Unterofflcieren die Ostküste Spitzbergens erreichen,

dem

He

Mr. Rabot,

ity

Manche«, bestehend aus

ge

Lib

In die Sassen-Bai

wollte eine Expedition der

von welchem

Jagd ein Bein

Er erzählte, dass vor Kurzem eine österreichische und eine englische Yacht die Sassen-

Bai besucht und einige Zeit hier zugebracht haben.

Am

er sich auf der

p:/

hatte.

ärztliche Hilfe

/w
ww
.bi
od

um

Der Kapitän des Kutters kam an Bord

ive

Sassenbay lag

gebrochen

zwei mächtigen

Temple-Bai (eine Seitenbucht der

Sassen-Bai) mündet.
In der

in

ww
w.
bio
lo

Eisströmen von sanftem Gefälle bis

lien

Abhängen

ntr
um

An

i\cn

Schneehalden abhebt.

of

the

wirkung wunderlich schön gerippt und gefurcht
Eine horizontale Schichte Gyps

ary

sind, ähnlich

als

wie man es im Karstkalke

intensiv weisser Streifen im

sieht.

Aufbau des Caps zu sehen,

ibr

auch

Skans-Bai-

bildet.

entsendete

der

diesem Ankerplatze

aus
Er
ns

Von

tM

ay

rL

das die nordöstliche Begrenzung der

ist

Alabaster, deren Oberflächen durch Erosions-

am Cap Thordsen und

eines

Tages zwei Boote

zur

gestattete mir den Pendelapparat mit-

ive

rsi

ty,

früheren schwedischen Beobachtungsstation

Herr Commandant

rd

Un

zunehmen.
Ha

rva

Der aus der Sassen-Bai

frisch

wehende Südost erzeugte jedoch an dem

steilen

Strande

Landen ohne Gefährdung der Boote unmöglich machte, so dass

by

the

Station eine Brandung, die das

Commandant
Dig

mir der Herr

itis

ed

unverrichteter Dinge wieder in die fünf Seemeilen entfernte Skans-Bai zurückkehren mussten;
bereitwilligst ein zweites

der auch gelang und mir ermöglichte, mit

vorzunehmen, deren Resultate

in

vor der
die

Boote

doch gab

Mal Gelegenheit den Besuch der Station zu versuchen,

dem Sterneck'schen Pendelapparate Schweremessungen

daselbst

der tabellarischen Zusammenstellung ersichtlich sind.

Ich stellte den Apparat im ehemaligen magnetischen Observatorium auf, da sich daselbst geeignete

gemauerte

Pfeiler vorfanden.

Der Regen
beschwerlich.

drang

bei

dem schadhaften Dache

überall

ein

und

machte

die

Beobachtung

recht


August Grat:/.

304

Eine flüchtige Besichtigung der Stationshäuser ergab, dass dieselben recht häufig besucht werden,

was ihnen jedoch

zum

nicht

da

gereicht,

Vortheil

Thüren

alle

fast

gefunden wurden

offen

und im

Innern die allerdings wertlosen Gegenstände durchstöbert in einem chaotischen Durcheinander herumliegen.

Um

3

Uhr morgens war

Beobachtung

die

zweier Schwingungsserien mit jedem der zwei Pendel

je

vom Landungsplatze und

weit

das sanft abfallende Terrain
gie

es folgte der unfreundlichen

nahm mich auf

ww
w.
bio
lo

mitunter mit Schneeflocken gemengt durch mehrere Stunden

auf, der

Nacht

ein schöner, klarer

wo

Tag.

sie die früher

erwähnte Expedition

rsi
tyl
ibr

der Fahrt in die Sassen-Bai auf,

g/;

Regen

.or

hörte der

Die »Manche«

zum

vom Cap Thordsen

Saurier-hill nordwestlich

/w
ww
.bi
od

Ein anderes Boot war

ive

abholte.

detachiert worden,

p:/

bis

11.

August morgens

blieb,

He

wo auch

eine

ers

ity

Der Herr Commandant beabsichtigte noch im Eisfjord den Green Harbour zu besuchen,
div

soll.

Bio

August morgens

die

rita

Durchforschung fortzusetzen.
Fundstelle von Fossilien sein

um

ge

sie

rar
y

wo

die Advent-Bai,

in

Lib

Die „Manche" dampfte hierauf

frischem Ostwinde dampften wir dahin, ankerten jedoch nicht, da der
Th
e

bei

m

1.

nach

htt

Versteinerungen zurück.

1

um

und kehrte am Abende mit reichem Funde von Ammoniten, Koproliten und anderen

Fossilien zu suchen

Am

von

ist

den Transport der Instrumentenkisten ziemlich anstrengend machte.

ary

und

km

ze

Moor bedeckt, was
Gegen Morgen
gefallen war,

1

ntr
um

Die Stationshäuser liegen

.at

beendet und der Apparat wieder verpackt.

ow

nlo

ad

fro

Seegang das Landen mit Booten an der Westküste der Bucht erschwerte.
Es wurde daher der Besuch der erwähnten Fundstelle aufgegeben und dafür eine Fahrt nordwärts

um
rig

;O

dass die Insel

Die Fahrt wurde bis 78° 26'

n. Br.

mb

rid

nur eine Scholle Seeeis zu sichten, dann gewendet und der Recherche-Bai zugesteuert,

Scotch glacier ausgesteckten Stangensignale waren aber leider
oo

am

ara

Co

mp

Die Ausbeute an Fossilien beim Cap Lyell vor

glaciers

den

und auf der Eider-

Mu
s

Spitzbergen nach einem vierzehntägigen Aufenthalte

gewonnenen reichen Sammlungen und

mit den

trat

in

m
eu

Manche-

verliess die

ary

Gewässern und

umgefallen oder

of

eine sehr reiche.

August

alle

in

diesen

vielseitigen wertvollen wissenschaft-

of

15.

die Gletscher-

Sammlungen zu machen.

dem Westrande des Scotch

the

war dafür

Am

um

tiv

Spalten verschwunden.

insel

ohne auch

eZ

Die

weitere geologische

log

y(
Ca

bewegung an den ausgesteckten Zeichen zu messen und

Lage zum Hintervom Lande weiter

fortgesetzt,

ge

ist.

ist,

A)

westlich liege, als in der Karte verzeichnet

relative

ina

durch Peilungen dessen

da wiederholt von Schiffen berichtet worden

festzustellen,

,M

lande

lD

längs des Prince Charles-Foreland unternommen,

wo sie am 19. morgens eintraf.
Consul Herr Aagard stellte mir bereitwilligst einen Kellerraum im

rL

ibr

lichen Beobachtungsdaten die Heimreise über

an,

tM

ay

Der österreichisch- ungarische

Tromsö

ive

rsi

ty,

Er
ns

Gebäude des Consulates zur Vornahme der Pendelbeobachtungen zur Verfügung und veranlasste auch
den Aufbau eines gemauerten Pfeilers in diesem Räume, so dass ich am 20. August die Beobachtung
rd

Un

durchführen konnte.

21. die

the

Ha

rva

Das telegraphische Zeitsignal von Christiania ermöglichte am Sonntag den

ed

August verabschiedete
itis

22.

ich

Ganges

für die

Tage vom

18. Juli bis 21.

August.

mich vom Herrn Commandanten, Linienschiffskapitän

Bienayme

Dig

Am

by

Controlle zur Ermittlung eines mittleren täglichen

Chronometer-

und vom Schiffsstabe der „Manche".
Ich wiederhole hier den

Ausdruck meines herzlichsten Dankes

für die zahlreichen

Beweise der liebens-

würdigsten Gastfreundschaft und Kameradschaft, deren ich mich während meines Aufenthaltes auf der

Manche-

erfreuen konnte.

Nach dem

Eintreffen der Instrumente in

freundlichst die Durchführung der
rief

und

Wien übernahm

der Herr Oberstlieutenant von

Sterneck

Schwerebestimmungen mit den Pendeln, da mich der Dienst nach Pola

die Instrumente in Folge Cholerasperre verspätet eintrafen.


1

Sommer

Besuch von Jan Mayen und Spitzbergen im

Es

ist

305

1892

der Umsicht und reichen Erfahrung des Herrn Oberstlieutenant von St erneck zu vei danken,

dass die Ausrüstung und Einrichtung der Pendelapparate so vollkommen entsprach und die Durchführung
der Beobachtungen ermöglichte.

Von demselben Herrn
den Mittheilungen des

sind auch die zu dieser Reise gehörigen Pendelbeobachtungen ausführlich

und

k.

Militär-Geographischen Institutes, Band XII, 1892, veröffentlicht worden,

k.

ntr
um

.at

welchen auch die nachfolgende tabellarische Zusammenstellung der Schlussresultate entnommen

gie
ww
w.
bio
lo

Schvvingungsdauer der Pendel

ze

Resultate der Pendelbeobachtungen.
mittlerer Zeit.

.or

g/;

in

ary

Datum

vor der Abreise.

45°
439

490

0-506 640S

0-5069423

0^506 7941
p:/

4^5

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o?5oö 9406

5°7

rar
y

o?5oö 6476

66
1

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o- 506 7940

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ers

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Mittel

He

rita

*

Lib

Institut,

ge

Juni

7-

/w
ww
.bi
od

ive

rsi
tyl
ibr

S-,,

Wien. Militär-geographisches
7.

nach der Reise.

Bio

Wien. Militär-geographisches

60
64

29

65

o- 506 94 iS

ad

fro

0-5066503

;O

o" 506

7960

o' 506

Calton

Hill

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Ca

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Edinburgh.

ge

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rig

ina

5-

0-506 7953

21
Ol

o- 506

nlo

5-

9419

o 506 64S6
498
526
500

ow

4.

m

Th
e

Institut,

lD

October

4.

o 506 4600

0-506 7514

06
39

421

6057
014

686
540
410

63
087
032

33
54
12

155

eu

m

of

Co

mp

ara

tiv

eZ

oo

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Juli

0-506 4624

o 5°ö 7545

0-506 60S5

of

the

Mu
s

Mittel

rL

ibr

ary

Jan Mayen.
0-506 1378

o- 506 4272

0-506 2825

74

360

67

o- 506 1376

0-506 4316

tM

ay

27. Juli
27.

ty,

Er
ns

»

o- 506

2846

rd

Un

ive

rsi

Mittel

Cap Thordsen.

the

Ha

rva

Spitzbergen.

0506

August

1194
394

0-5064253
309

0-506 2724
2852

0-506 1294

0-506 42S1

o 506 27SS

Dig

itis

ed

by

8.

Mittel

.

Tromsö.
20.
20.

August
>

Mittel

Denkschriften der malhem.-naturw. Cl

in

I.X1.

Bd.

.

0-506 2172
028

0-506 4987
5029

0-506 3580

0-506 2100

0-506 500S

o" 506 3555

29

39

ist.


1

August

306

Greif:/.

Zusammenstellung der abgeleiteten Werthe der Schwere.
Reduction von

Beob-

Station

in Einheiten

55 57 23

104

.

.

70 59 48

1

Spitzbergen
.

.

9

9

+

3

9-82858

+16

7S 28 27

52

9-S287S

o

3

9-82581

69 36

.

+32

'82856

Secunden-

renz

pendels im


Meeresniveau

9-SI5Ö5

+

9-S2Ö43

+215

995-844

9-82889

9-82986

97

995-S7Ö

9-82582

9-82562

20

995-564

-

SiÖ2i

56

994-590 "'">

rar
y

htt

p:/

Tromsö

9-81600'"

.or

Mayen

.

g

ary

Jan

.

To

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ww
.bi
od

Edinburgh

ga

der fünften

Decim. von

.at

H

theoretisch
ntr
um

Breite

8

Diffe-

ze

Schwere

Länge des

Terrains
unter der

gie

phische

Station

achtete

S

niveau

wegen des

ww
w.
bio
lo

S

wegen der
Höhe

rsi
tyl
ibr

Geogra-

Schwere im Meeres-

g

g/;

-

ive

~

ity
'

pm. und 9 h pm.

m

1

fro

An den Beobachtungen

ow

nlo

ad

sind die Instrumentencorrectionen angebracht.

auf 0° reducirt. Seehöhe des Aneroids
ina

lD

1'".

Zustand der See:

= ruhig,

= leicht

lb

bewegt,

mb = massig

bewegt, b

= bewegt, = todteSee.
t

y(
Ca

mb

rid

ge

r

;O

rig

nach wahrer Richtung und nach der Beaufort-Scala geschätzt.
A)

ist

2

Th
e

der Mittagspunkt angeführt.

Beobachtungsstunden 8 am.,

Der Wind

Bio

div

1892.
ist
h

ist

und Tromsö am Bord des französischen

ers

Manche

Als Beobachtungsort

Der Luftdruck

— Spitzbergen

,M

Transportaviso

>•

He

Mayen

auf der Reise von Edinburgh nach Jan

rita

ge

Lib

Meteorologische Beobachtungen

3 £

2

i

S 'N

765-1-

W

30

66-2

65-7

of

32

W

4

653
rL

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ary

= 5S

ibr

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the

67-3

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tM
Er
ns

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O

20

10

O

o

31

by

= 66
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20

O

Dig

X

ed

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Ha

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= 64

X=

rd

cp

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ive

rsi



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X = o

25-

= 68
X = 3

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61 4

62-4

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65-7

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62 -8

56-5

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20

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61

W

53-i

W

Ö4'3
66-6

5S 2
26.

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m

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20. Juli

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Ort

7° 31
4 20

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Anmerkung


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.bi
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g/;

.or

.at

ntr
um

ze

gie

ww
w.
bio
lo

Besuch von Jan Mayen und Spitzbergen im

Sommer
1892.

307


2

August Gratzl, Besuch

308

Mayen und

von Jan

Spitzbergen im

C

3=1

3

1S92.

(U

22

'?

Ort

Sommer

e

Anmerkung

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w.
bio
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rsi
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5'4

Regen, mistig

Nebel
»

61

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»

leichter

Horizonte

Nebel

mistig

10

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lb

Cirrostr.

Th
e

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10

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sehr klar, Sonne

ity

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Recherche-Bai

»

1

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August

Bio

13.

>•

schöne Dämmc-


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ty,

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bio

G. Gratzl: Jan

Mayen und Spitzbergen
i.

J.

1892.

Denkschriften

d. kais.

Akad.
d.

Wiss., math.-naturw. Classe, Bd. LXI.
L.ttl

Unst
J Dartti.VI.Wie:



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