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Denkschriften der kaiser Akademie der Wissenschaften Vol 14-1-0013-0038

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13

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BEITRÄGE

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ZIE NÄHEREN KENNTNISS DES LE1THAKALKE8
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NAMENTLICH DER

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VEGETABILISCHEN EINSCHLÜSSE UND DER BILDUNGSGESCHICHTE DESSELBEN.

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Von

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FRANZ üNGEß,
na

SafeCiv.

DER SITZUNG DER MATHEM.-NATURW. CLASSE AM

11.

DECKMBER

1S56.

am Rande

hat bisher eine

des grossen pannonischen Tertiärbeekens ziemlich allgemein
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JMan

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VORGELEGT

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WIRKLICHEM MITGLItDE DKR KÄISEBLICHEK AKADEMIE DER WlbSEKSCHAFTEN.

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verbreitete Kalksteinbildung — den sogenannten Leithakalk — den jüngeren Sedimenten der

am

Fasse des Ivah-

mp

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Molasseperiode zugezählt. In den LTmgebungen Wiens, und zwar zunächst
m

of

Co

lenberges und an einigen Punkten des von da in südlicher Eichtung fortziehenden Wienerwal dse
u

Kalk unmittelbar auf dem

älteren Wiener-Sandstein und Jurakalk auf,

im

Mu

Gebirffes sitzt dieser

eine aus ür-

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of

the

Leithagebirge selbst, südlich von Brück an der Leitha, umsäumt und überdeckt er theilweise

imd Übergangsfelsarten bestehende Inselgruppe.
tM

ay

Ganz dasselbe ist auch in Steiermark, einige Meilen unterhalb Graz der Fall, wo er gleichan mehreren
dem Sausalgebirge
falls am Eande einer von den Alpen vorgeschobenen Insel
Punkten auftritt und zu seiner Unterlage Thonschiefer hat. Weiter gegen Süden, wo er zwischen
den Flüssen Mur, Drau, Save und den Tributären der letztern eine noch bei weitem grössere
und mächtigere Ausbreitung erlangt, wiederholt sich so wie in Slavonien, Ungarn und Sieben-



ed

allein das

Grundgestein

Dig

itis

bürgen dasselbe,

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the

Ha

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dieses oder jenes jüngere Gebilde.

Es

ist

ist

nicht

immer

eine ältere Felsart. sondern auch

unzweifelhaft, dass dieselben häufig sogar zu jenen

Sedimenten gerechnet werden müssen, die gleichzeitig mit jener Kalksteinbildung

Wenn man

— wenigstens

in Steiermark

— den

die Sausalgebirgs-Insel

kalk mit jenem vergleicht, der in einiger Entfernung davon erscheint, wie

an der
alle

Mur

u.

Merkmale

s.

w.

,

so findet

man

umgebenden LeithaB. inWildon, Aflenz

z.

Während

einen nicht unbedeutenden Unterschied.

einer ursprünglichen Bildung noch unverkennbar an sich trägt

andere seiner Hauptform nach mehr als ein Product der Zerstörung dar
Bestandtheile mit denen des ersteren grösstentheils übereinstimmen.

ei-folgten.

.

,

stellt

wenn

jener

sich der

gleich seine


Franz Unger.

14

Diese offenbar marine Bildung wird nicht undeutlich ausser den Korallen durch eine

Menge anderer organischer Überreste

welche so wie jene vorzugsweise zum

charakterisirt,

Aufbaue dieses Kalksteines beigetragen haben, theils aber auch durch solche Eeste, welche
zufällig in denselben geriethen und von ihm eingeschlossen wurden.
Zu den ersteren gehören vorzüglich Foraminiferen, Schalthiere, Echinodermen, Crusta-

Wenn

genannten niederen Thierformeii uns ein umfangreiches klimatolo-

alle die

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schon

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den letzteren Fisch- und Säugethierreste, so wie Pflanzentrümmer.
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w., zu

u. s.

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ceen

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mehr

sind,

so

kann doch nicht

Abrede

in

gestellt

werden, dass die mehr zufällig erfolgten

organischen Einschlüsse, zu welchen selbst Fischreste gehören

so wie die

vom

festen

Lande

von vorne herein

begreiflieh, dass die

Pflanzentrümmer, welche während der Bilww
.

ist

/w

Es

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d

getragenen organischen Körper uns dieses Bild nur vervollständigen helfen.

daliin

umsäumenden Gesteinbildung etwa vom Lande durch Strömungen dahin
wenn sie auch nicht von ferne herkamen, sich doch immerhin nur auf wenige
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gebracht wurden,

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einer die Küste

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dung

,

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gewesen

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gisches Bild über die Zustände eröffnen, welche bei der Bildung dieser Ablagerung herrschend

Stämme und Holztriimmer

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Reste beschränken müssen. Hartschalige Früchte, Sämereien, Aststücke des Laubes beraubt,

was wir füglich in denselben eingeschlossen
erwarten dürfen. Von allen diesen Pflanzentrümmern haben sich bisher in unserem Leithakalk
nur letztere, und das nur in sehr beschränkter Menge vorgefunden^). Die Umstände aber, unter
welchen wir sie finden, lassen mit Grund vermuthen dass sie sich daselbst nicht etwa auf
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sind alles,

,

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sie in

ihrem ursprünglichen Zustande dahin

na

secundärer Lagerstätte befinden, sondern dass

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zerschellte

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gebracht wurden, und erst auf dieser Stelle in jenen Zustand geriethen

welchem wir

sie

wir das versteinerte Holz, welches sich im Leithakalk vorfindet, durchgeh ends

als

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in

Ca

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,

gegenwärtig finden.

Wenn

,

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Kieselversteinerungen wahrnehmen, so muss das allerdings befremden und vielmehr zur Vorara
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stellung nöthigen, dass dasselbe in einer andern Gebirgsart den Verkieselungsprocess durch-

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Co

mp

gemacht und dann erst als bereits versteinertes Holz unter kalkige Ablagerungen gebracht wurde.
Dies würde aber nothwendig die Voraussetzung bedingen, dass es im Leithakalke unter sol-

rollung und

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of

the

Mu

chen Umständen angetroffen wird, die auf eine Zerstörung der es ursprünglich einschliessenden Gebirgsmasse mid der beim Transporte solcher gewichtiger Massen nothwendigen Ab-

Abrundung hinweisen. Von allem dem

lässt sich

gerade das Gegentheil wahrneh-

ers

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ay

men. Das versteinerte Llolz ist zwar nicht in ganzen Stämmen, aber doch hie und da in ziemlich bedeutenden Stücken gefunden worden. Diese Stücke sind durchgehends nicht im minde-

und können also unmöglich auch nur aus der geringsten Ferne hergerollt sein.
bemerken wir aber dass alles versteinerte Holz des Leithakalkes nicht in
rd

rva

,

Ha

Andererseits

Un
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sten abgerieben,

by

the

seinen kalkigen Schichten, sondern stets auf den mit denselben wechselnden, allerdings ungleich
Dig

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ed

weniger mächtigen Thonschichten vorkommt. Diese, wenn gleich nicht durch eine grosse Menge
Kieselerde enthaltende Mineralien ausgezeichnet,

besitzen jedoch

immerhin so

viel,

dass

durch deren Lösung jene Holztrümmer davon imprägnirt werden konnten. Wie dieses möglich

wurde und

kommene

'l

Hon-

in der

That

darüber kann

man

sich freilich

gegenwärtig nur eine unvoll-

Vorstellung machen.

Czjzek erwähnt

wo Kalk

stattfand,

(Jalirbuch der k. k. geol.Reiclisanstalt III. 1S52, Nr.

initTegel Wechsel lagert, einer geflügelten Ahornfrueht.

mergeligen Zwischenlagon vorkommenden

l'll.'in/.enreste

-1,

pag.4S) aus

dem Steinbruche am

Über die pag. 47 angeführten,

theils

Aarbaclie beiHof.

im Leithakalke,

möchte ich vorder iland noch ein l'"ragezeiehen setzen.

theils in

den


Beiträge zur näheren Kenntniss

rle.s

Leitliakalkes.

1

ö

Grund vermuthen, dass einzelne liolztrümmor zur Zeit dieser Kalkim offenen Meere, und zwar in der Nähe von Küsten liermntrieben nachdem sie

Alles dieses lässt mit
fclsbildung-

,

mit Wasser vollgesogen waren, untersanken, und so auf den

Grund der

sich

eben bildenden

Felsmasse kamen. Dass dies nicht fortwährend, sondern nur periodisch stattfond

,

lässt sich

aus den oberwähnten ausschliesslichen Vorkommnissen in den Thonschichtcn folgern, so wie
tru

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dadurch zugleicli hervorzugehen scheint, dass derlei Holztransporte mit schlanmiigen Ergüs-

,

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.

in

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erscheinen.

den Schichten des Leithakalkes eingeorg
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Meer mündenden Land- und Gebirgsströme
Somit wäre es sehr wahrsclieinlich dass die

in das

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sen vergesellschaftet waren, welche aber wieder nur als eine Folge von Anschwellungen der

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.

schlossenen versteinerten Hölzer die Überbleibsel einer mit jener mai'inen Bildung gleichzei-

Trümmer

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selbst werfen.

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Beschaffenheit jener

wollen war einen Blick auf die botanische

gehend,

Aveitcr

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.

nun

dieser Thatsache

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Von

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tigen Landvegetation darstellen.

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So häufig auch versteinerte Hölzer im Leithakalke von jeher aufgefunden wurden und
noch gegenwärtig ausgegraben werden, so habe ich aus dem gesammten mir zu Gebote stehenden jNLateriale welches ich auf zahlreichen Reisen durchaus selbst an Ort und Stelle zusamiod
ive

nur 5 verschiedene Baumarten, denen

als in (Österreich

sie

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menbrachte, sowohl in Steiermark

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,

rom

angehört haben, hei'ausfinden können. Unter diesen Baumarten gehören drei den Nadelhöl-

dem Lebensbaume
zunächst verwandten, vielleicht dieser Gattung selbst zukommenden Baume angehört
die dritte Art von Nadelholz war offenbar eine vorweltliche Piniis. Was endlich die
so

ist

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betrifft,

das eine sicherlieh eine Buchen-Art, das andere aber deutet auf eine
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,

Laubhölzer

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:

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(Thuja)

haben

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zern und zwei den Laubhölzern an. Zwei der Nadelhölzer müssen einem

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Co

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Ca

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Form, welche unter den einheimischen Holzgattungen, ja selbst unter den europäischen nicht
mehr angetroffen wird.
Dieses würde jedoch wenig über die Landschaft und die Vegetation der Gegenden, welche
zur Zeit der Leithakalk-Bildung die Küsten des damaligen pannonischen Binnenmeeres umsäumten und sich über das Innere des Landes erstreckten, Licht verbreiten, wenn nicht eben diese
Pflanzenarten sammt und sonders auch anderwärts gefunden worden wären und zwar unter
Umständen und in Begleitung noch zahlreicherer Pflanzenarten.
Zuerst ist es sehr auffallend dass der Leithakalk durchaus keine ihm eigenthündiche
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of

the

Mu

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u

,

,

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ay

Landpflanze enthält, andererseits gibt es über die Bildung desselben mancherlei Aufschluss,
wenn wir die Pflanzentrümmer des Leithakalkes auch in den anderen tertiären Ablagerungen

rd

Es geht daraus, wie das auch durch andere organische Einschlüsse

bestätiget wird,

fin-

unwi-

rva

den.

Un
iv

ers

des pannonischen Beckens, namentlich in dessen Tegel- und Schotteranhäufungen wieder

demselben Becken erfolgten.
by

in

itis

ed

jenem Absetzen

the

Ha

derleglich hervor, dass die Bildungen des Kalkes gleichzeitig oder doch fast gleichzeitig mit

Dig

Die fünf bisher im Leithakalk aufgefundenen Holzarten sind: Thuioxylon ambiguum Ung.,
Thuioxylonjuniperinum Ung., Peuce minor Ung., Fegonium vasculosum Ung. und Haueria stiri-

Ung. Da

meiner „Fossilen Flora von Gleichenberg"
(Denksch. d. kais. Akad., Bd. VH) von Fegonium vasculosum, in der ^Chloris 'protogaea'-'- pag.
103, Tab. XXVII, 7, 8, 9, Beschreibungen und Abbildungen geliefert habe, so erübriget mir
aca

ich

von den beiden ersten

bereits in

nur von Peuce minor und Haueria stiriaca das Gleiche zu thun.
in

der Chlorisprot.

foss. p.

p.

38, eine Definition gegeben und dieselbe

376 waederholt. Sie

lautet folgender

Massen

Von
in

ersterer

habe ich

den „Gener.

bereits

et spec.

plant,


Franz Unger.

16

Peuce minor
concentricis



3.

in.),

prosenchymatosis strata limitan-

cellulis

— 20

m.
at

in extremis pachytichis. poris uni- rariiis hiserialihus subapproximatis.

^

radiis medullaribus simplicibus e cellulis 1

superpositis constantibus, ductibus resiniferis
tru

tibus angustiorihus

m.

(0'5

distinctis

1

p. 38.

iez
en

stratis

ligni

Chlor, prot.

IV, Fig.

Taf.

7'.

Ung.

Bronn,

in

Gesch.

Not.

d.

III.

Formatio tertiaria ad Bachmanning. in

stratis

Leithakalk dictis ad lapidicinis caesareis propc

Austritte.

bio
d

Brück

pag. 40.

-2,

org
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minor Göpp.

ive
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.

Pinites

ww
.

bio

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nullis.

ist

von den übrigen zahlrei-

/w

ww
.

Diese Art eines zu den Abietiueen gehörenden Nadelholzes
ibr
ary

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p:/

chen Arten der Gattung Peuce durch die äusserst schmalen Jahresringe, welche einen halben
eL

Millimeter nicht übersteigen, so wie durch die minder zahlreichen Markstrahlen-Zellen, welche
in einer Reihe über einander gestellt nur die
leicht zu unterscheiden.

Trümmern

versteinerten Holzes gefunden,

Zahl 20 erreichen, ferner durch den Maugel
yH
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tag

Harzgänge

aller

iod
ive

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Diese Art wurde zuerst bei Bachmannig mit mehreren andern

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,

MA

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na

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ow
nlo
a

df

rom

Th
eB

und von mir nach einem im Museum von Linz aufbewahrten Exemplare bestimmt und beschrieben. Im Jahre 1851 erhielt ich mit mehreren
andern versteinerten Hölzern auch Trümmer derselben Art beim Besuche des Kaisersteinbruches am Leithagebirge. Da dieser Steinbruch schon lange im Abbaue begriffen ist. und dieser
dadurch Veranlassung zur Gründung einer Ansiedlung der Arbeiter in dessen Nähe gegeben
hat, so ist zu erwarten, dass der Leithakalk hier nach seinen Bestandtheilen und LagerungsCa

mb

verhältnissen leicht zu überblicken sein muss. Allerdings sind die Steinbrüche grossartig zu
log

y(

nennen, jedoch sind gegenwärtig nur die untersten Schichten im Abbaue begriffen, Avährend

Co

und

ist

wenn man

sich in die Tiefe begibt.

nicht gesägt

werden kann

.

liefert

Der

gute Stufen für Treppen.



m

Leithakalk, der hier fest

,

mp

ara
t

hat indessen ein herrliches Profil vor sich
of

Man

ive

Zo
o

die höher gelegenen meist verlassen sind.

und Thoreinfassungen u. s. w. Er bildet deutliche Schichten von 2 3 Fuss Mächtigkeit mit thonigen und mergeligen Zwischenmitteln. Man zählt hier 6
8 solcher Schichten.
Ausser der NuUipo7'a., die den Kalk vorzugsweise zusammensetzt, kommen noch viele andere
Mu

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Fenster-

ay

namentlich Schalen von Land- und Meeres -Mollusken
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,

rns

organische Einschlüsse

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of

the



ity
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Knochen von Landsäugethieren

u. s.

.

Fischzähne.

w. vor. Der Eigenthümer des Seinbruches zeigte mir

Un
iv

ers

einen in Stein eingeschlossenen mächtigen Knochen, der seiner Grösse nach nur einem DickHa

rva

rd

häuter oder einem wallartigen Thiere angehört haben kann, und der sich bei genauerer Unter-

DelpMnus Kubynii He ekel erwies.
Das fossile Holz das nicht selten vorkommt und zwar oft in mächtigen Trümmern ist
durchaus verkieselt, und war nach den erhaltenen Proben Peuce minor., Thuioxylon ambiguuin.
Fegonium vasculosum und Haueria stiriaca. Das zweite konnte ich selbst aus einer der thonigen
the

als

,

,

Dig

itis

ed

by

suchung

Zwischenschichten herausschlaffen.
Alle Schichten dieses Kalkes sind oberflächlich von senkrechten Klüften häufig durchsetzt,

welche, da der frisch gebrochene Stein ausserordentlich viel Wasser enthält, durchaus nur die

Wirkung

des Frostes sind.

Der Steinmetzmeister sagte

ches, namentlich in der Tiefe,

müssen, wenn

man

nicht ein

mir, dass die geöffneten Stellen des Bru-

den Winter über durch eine Bedeckung von Schutt geschützt werden
zerklüftetes unbrauchbares ]\Literial

haben wolle. Selbst

frisch-'


Beiträge zur näheren Kennt n/a^
l)o!i;iuoiio

Blöcke borsten im Winter. Avcnn

nicht znvor durdi

sie

17

LeitkalMlLea.

r/cv

einige

Zeit austrocknen

kciunicn.

wmor zurückzukommen

Lni auf unsere 7'e«ce

von dieser Art bisher

die ich

zu schliessen,

sali,

so scheint mir aus den

,

Baum

dieser

kleinen Htiicken.

keineswegs zu den stärkeren

gehört zu haben.

Ung.

ITaueria stiriaca

ive
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ary
.

Eadü

IJgni strata concentrica inconspicua.

plant, tbss. p. 229.

Synop.

l-ng-.

org
/; w

Hauevia

ww
.

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log

iez
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tru

ist

m.
at

Die zweite Art fossilen Holzes

medulläres Jiomomoi'phi creberrimi^ corpore elongato

e

ww
.

bio
d

celluUs uni-quatuor serialibus parenchymatosis formato. Vasa poro.sa impleta^ ampla simplicia

lumine orbicidari. CeUulae ligni crebrae pacliyticliae angustissimae.
p:/

/w

vel composita

honorem

Domini

excellentissimi

Joseplii equitis de

Hauer

htt

in

ibr
ary

Genus

yH
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et

spec. plant, foss. p. 420.

Th
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Oen.

indefessi petrefactorum Austriae

eL

scrutatoris propositum.

^

ow
nlo
a

df

rom

Hauevia stiviaca U n g.

vasis amplioribtis

bi-ternatimque

,

taeniam

in

coalitis

rid
ge
,

radiis medullaribus undulatim extensis.

Von diesem merkwürdigen

y(

log

ive

ara
t

mp

d.

fossilen Holze, das

von Aquilaria Agallochum

i.

Uz

et

Gleichenberg Stiriae

nee non in

prope Brück Austriae.

wegen der Ähnlichkeit mit dem Lignum
L. unter

Co

Apotheken,

amplioribus circwmdatis,

dem Gattungsnamen

llaueria zu

of

aloes der

lapicidinis caesareis
Zo
o

ad

Ca

mb

In arenaceo formationis miocenicae ad Kaisdorf prope
calcareo Leithahalh dicto

cellulis ligni

MA

H.

); O
rig
i

na

lD

Taf. IV, Fig. 4. 5.

the

Mu

se
u

m

den Aquilarineen gezählt wurde, habe ich zuerst ein kleines Stück aus der Gegend von Ilz in
Steiermark erhalten, ein zweites aus dem Kaisersteinbruclie, und neuerlichst gab mir das nämof

Holz Hr. Dr. "W. Pra9il zur Untersuchung mit dem Bemerken, dasselbe sei im Thone
der Abgrabung des Berges zum Baue der Terrasse vor dem Vereinshause in Gleichenberg
tM

ay

bei

rL
ibr
ary

liche

ity
,E

rns

aufgefunden worden.

Von besonderem

ist es,

dass ein diesem fossilen Holze sehr ähnliches fossiles

Un
iv

ers

Interesse

426

Ha

plant foss. pag.

in folgender

the

et spec.

rva

rd

Holz, welches ich als flaueria americana in meiner Chloris p7-otogaea anführte, und in den Gen.

,

radiis



Vasis ut

plurimum

simplicibus., vel rarius

medularibus subrectis" beschx'ieb

,

und wozu

ich

ed

by

per paria approximatis pachyticliis

Diagnose

Dig

itis

Witham's Abbildung (Bit. struc.t.lO',f. 14) zog, auf der Insel Antigua, welche reich an
fossilen, von den unserigen jedoch durchaus verschiedenen Hölzeni ist, vorkommt und von

Schiede auch

Mexico gefunden wurde. Da von dieser Art eine vollständige
habe ich geglaubt eine solche hier Taf. IV, Fig. 6 und 7 gel)eii

bei Papantla in

Abbildung noch

fehlt,

so

zu müssen.

lich

Eine übersichtliehe Zusammenstellung des eben Vorgebrachten wird die Sache anschaumachen, und zugleich als Aufzählung der bereits in diesem Bereiche vorgefundenen fossi-

len Hölzer dienen können.
I>enkschriften der

malhem

-üaturw. CI.

XIV

Bd.

^


Franz ünger.

18

Namen

In anderen Schichten des

Leithakalk

der Arten

steir.

1

Gaspoldhofen, Freystadt und
Schärding. Ernstbrunn

Kaisersteinbruch

Fegonium raaculosum Ung.

In anderen Schichten des

|

Wiener Beckens

Beckens

Murberg, Radkersburg,

Wurmberg, Gleichenberg (im
Bache beim Gasthause zur

Im Tegel, Wien i. J. 1850 beim Mühlsteinbruoh von GleichenGraben des Grundes vom Hause
berg
Nr. 109 Wieden, Heugasse.
iez
en

tru

Kaisersteinbruch, Steinbruch
des Herrn Cassar bei Brück
Rohitscli

I

Peuce minor Ung.

in Steier-

Bachmanning

Kaisersteinbruch

Uns

Wien

Sohärding,

Mühlsteinbruch von Gleichenberg

Kaisersteinhruch

Karlsdorf bei Hz und
Gleiohenberg in Steiermark

ww
.

bio
d

ILiuer/a sfiriaca

und Sauritsch
mark

log

junipernium Ung.

ive
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.

Tliuiorcylon

bio

j

I

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.

Ung.

aiiibig)iuiii

org
/; w

T/iuio.ci//un

m.
at

Stadt Ofen)

/w

ibr
ary

eL

Eeuss

bekannt und gleich näher dargestellt werden

es bereits

soll,

bezeichnete.

Da

keine thierischen

sondern zu den kalkabsondernden Algen gehören, und mit Gorallina, Haly-

sind,

rsi
t

Organismen

wie

bisher als Nullipora ramosissima
yH
eri
tag

die Nulliporen,

Hölzer betrifft eine im Leithakalke allenthtt

man

halben verbreitete Bildung, die

als die fossilen

p:/

Eine bei weitem wichtigere Frage

w. in dieser Beziehung zunächst verglichen werden können, so würde
iod
ive

meda, Galaxaura

Th
eB

u. s.

rom

falls die fragliche Bildung des Leithakalkes wirklich eine NuUipoi-a wäre, dies ein ganz neues
df

Lieht über die Zusammensetzung desselben verbreiten.
ow
nlo
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— kein Corallenriff —

hätten in demselben nicht das Pro-

sondern die Bildung einer eigenartigen

lD

duct kalkabsondernder Thiere

Wir

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i

na

submarinen Wiese vor uns, und die Bedeutung der Pflanze beim Baue von Gebirgsmassen käme
rid
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,

MA

dadurch zu einer bisher ungeahnten Geltung. Wir wollen diese Frage ihrer Wichtigkeit wegen
mb

etwas ausführlicher in Betrachtung ziehen.

ive

Zo
o

log

y(

Ca

Schon den älteren Naturforschern waren einige krustenförmige, knollige und strauchartige
am Meeresgriinde vorkommende Kalkmassen bekannt, die der äusseren Ähnlichkeit und Bemp

ara
t

schaffenheit nach, welche sie mit vielen Corallen zeigten, mit denselben in eine Classe, ja sogar
of

Co

unter deren Gattungen gebracht wurden.
m

man

se
u

bei besserer Bekanntschaft mit ihrer Structur die gegliederten
Mu

Zuerst schied

of

the

derselben unter der Abtheilung der Corallinen als wirkliche Algen davon

(1837) zeigte Dr. Philippi'),

Zeit

und

erst in einer

dass auch mehrere als

ay

Nulliporen und Pocilloporen unter den Zoophyten figurirenden Gebilde nichts
tM

Milleporen,

späten

sehr

rL
ibr
ary

verhältnissmässig

,

Formen

ers

an den Küsten von Sicilien gesammelten Gegenstände benutzt Avurden, ergab es
Un
iv

lich die

ity
,E

rns

anderes als Pflanzen sind. In Folge der von ihm angestellten Untersuchungen, wobei vorzüg-

rd

dass diese bisher für Corallen ß-ehaltenen Algen vorläufigthe

Ganzen nur
by

pi im

itis

Philip

Ha

rva

— Lithothamnium
ed

Gattungen

Dig

Im Jahre 1841

9

und Lithophyllum



am

sich,

zweckmässigsten unter zwei

gebracht werden konnten

,

von Avelchen

Arten beschreibt.

hat Dr. F. T.

Kützing

diesem Gegenstande eine wiederliolte Aufmerk-

zwar

samkeit zugewendet, und in einer kleinen Schrift") im Ganzen

die

Untersuchungen

Pliilippi's bestätiget, jedoch die beiden vorerwähnten Gattungen wieder eingezogen, und für

dieselben den Gattungsnamen Spongites substituirt, erinnernd an Linne's Cellepora, Sp)ongites,

welche seiner Meinung nach die meisten dieser fraglichen Gegenstände

';

Archiv für Xaturgesch.,

*)

tlbor

ilie

III,

p.

enthielt.

387.

Polypieres calci/eres des Lamoiiruiir

.

Nordhausen und Leipzig 1811. Bei

li.

(i.

H.

Schmidt.


Ik'iträge zur näheren Ke)intni.as des LeithahalLcs.'

19

Die schon von Pliillppi und Meneghini') angedeuteten Organe der Fortpflanzung
werden von Kützing etwas ausfülirlicher beschrieben, olme jedoch diesen Gegenstand genug-

sam aufzuklären. Auch

in

Kützing's späterem Werke

Plu/tologia generalis

darüber kein

ist

besseres Licht verbreitet.

manffehi über diese
alle

einzii-'

daste-

Beobachtungen, welche ihre systematische Stellung begrünm.
at

henden Gewächse nicht nur

Beziehuno; so merkwürdii;'c]i und

in vieler

tru

Im Ganzen

Beobachtungen über Entwickelung, Vorkommen und
Verbreitung, die für die Geologie von Wichtigkeit wären, wie ich gleich näher zeigen werde.
Unter diesen Umständen habe ich mich vorläufig auf einige Untersuchungen beschränken
den können, sondern eben so auch

org
/; w

ww
.

bio

log

iez
en

alle

hier mittheile

,

w^elche mir zur

ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

müssen, die ich selbst an einigen derartigen Gewächsen anstellte, wovon ich jedoch nur diejenigen

obigen Frage

Erörterung der

über die Natur der Nullisicli

auf

ww
.

bio
d

poren des Leithakalkes in nächster Beziehung zu stehen scheinen. Sie beschränken

im

htt

p:/

/w

einige wenige xArten, die ich jedoch leider in ihrer Lebensweise nicht selbst zu beachten
ibr
ary

Stande war.

yH
eri
tag

eL

Die erste und wichtigste der Arten, weichein der KuUipnra ramosissima

Reuss

des Leitha-

P h i 1 i p p i. Ich habe
ist das Lithothamnium
Exemplar aus der Sammlung des Naturalien-Cabinetes der Universität Christiania. Es bildet diese Art kugelige Massen von verschiedener Grösse, deren kurze
cvlindrisch- knotige und unter einander vielfach zusammenhängende Äste von einem Punkte
rsi
t

kalkes die sprechendste Ähnlichkeit findet,

6?/Ä6'OiV/e,s

ow
nlo
a

df

rom

Th
eB

iod
ive

das Taf. V, Fig. 1 abgebildete

); O
rig
i

Linnd

dem Namen

kannte und unter

Millepora polymorpha

MA

von ihm

suhrotundum coralliforme ramosum^ tuhercidatum.

rid
ge
,

als y^Gorpus

mb

(Sp. 53) beschrieb, wird

und

„m

setzt bei:

Norvegiae
log

oceano''

Zo
o

omni

y(

Ca

securiforme semper crassimi nee m.emhranaceum"' bezeichnet. Als Fundort gibt er an:
in

littorihus nucis juglandis figura,

ara
t

ive

ßciunt," woraus hervorgeht, dass diese Pflanze in grosser

of

polymorpha var.

vorkommen muss.

von der Küste Bergens, dagegen jenes, welches von
et globosa auf Taf. 13 abgebildet ist und wenigstens

se
u

m

als Millepnra

daselbst

unde ccdcem con-

Co

ist

Menge

^llahitat

mp

Das von mir abgebildete Exemplar

Esper

in

na

sechsfacher Vergrösserung dar.

Diese Art, welche schon

den Endtheil eines Astes

stellt

lD

aus strahlenförmig nach allen Seiten gerichtet sind; Fig. 2

the

Mu

10 Mal grösser als das norvegische erscheint, ohne bestimmten Fundort (zweifelhaft Amerika)

(Uist. nat. II, p.

312) wird diese Pflanze noch ah

Alillejjora

(Nullipora)

rns

den Thieren gerechnet. Erst Philipp i erkannte ihre eigentliche Natur.
ity
,E

hyusoides zu

tM

ay

Von Lamarck

rL
ibr
ary

of

anyeo:eben wird.

Un
iv

ers

Meine Untersuchungen, welche auf dieselbe Weise, wie
wurden, stimmten

in

den wesentlichen Punkten mit dem

Ha

Bekannten überein. Die ganz und gar steinharte Pflanze wird aus parallel liegenden
the

bereits

rva

rd

mittelst auflösender Mittel angestellt

die der früheren Naturforscher

itis

und vorzüglich ausserhalb welchen Kalk im amorphen Zustande abgelagert
Dig

gebildet, innerhalb

ed

by

dichotomisch verzweigten und häufig unter einander anastomosirenden cylindrischeu Eölnren

Die cylindrischen Röhren haben das Eigenthümliehe, dass

ist.

sie

kehrende Einschnürungen die Form von Rosenkränzen erlangen
füglich mit

lum

dem Namen Gliederröhren

leicht nachw^eisen.

Es sind

5 bis 8

einem Klümpchen vereiniget sind

')

Cenni sulla organographia

e fisiologia

(Taf.

V,

Fig.

7),

und daher

bezeichnet werden können. In denselben lässt sich iVmy-

und noch mehr Körner, welche

(Fig. 8).

delle alghe.

durch regelmässig wieder-

Padova IHSH.

p.

42.

in

jedem der Glieder zu


Franz

20

Um
lernen,

die Structurverliältnisse, d.

langte

icli

Aneinanderfügung der Elementartheile kennen zu

mit den gewöhnlichen Auflösungsmitteln des Kalkes nicht aus. Sie stellten

das vegetabilische

allerdino-s

die

i.

Ungei'.

Gewebe

dieser Pflanze in eiiiem Zustande dar, dass dasselbe

nunmehr mit dem Messer behandelt werden konnte, jedoch immerhin

so weich

und gebrechlich

ohne zur Quetschung meine Zuflucht zu nehmen, keine Idare stark vergrösAnsicht gewinnen konnte. Ich zog es daher vor, mir zu diesem Zwecke durch Schleifen
tru

zum

Schmirgel dünne, durchsichtige Plättchen zu verschafl:en, Avas allerdings besser
bio

log

mittelst

iez
en

serte

m.
at

(spröde), dass ich,

man den

bissoides (Fig. 3) bei

massiger Vergrösserung, so gewahrt

man schon

org
/; w

auf diese Art präparirten Querschnitt eines Astes von Lithothamniuvi
ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

Betrachtet

ww
.

Ziele führte.

sehr deutlich eine schichten-

dem Längenschnitte wahrgenommen,

ww
.

so dass jeder Ast aus über einander liegenden

Einen Längensehnitt durch einen

/w

ist.

htt

kappenförmigen Schichten zusammengesetzt vorzustellen

p:/

wird auch auf

bio
d

weise Anordnung, die sich durch dunklere Streifen und Einge zu erkennen gibt. Diese Structur

allen

dem

ergibt es sich, dass der

Bau

ibr
ary

dieser

eL

Aus

Fig. 4 dar.

stellt

Alge sehr einfach

yH
eri
tag

Theil des Astes in lOOmaliger Vergrösserung

ist,

und höchst wahr-

Zweige und Zweiglein
sich enge an einander schlicssen, und so nach gewissen Gesetzen zu grösseren Massen vereiniget, die kugelig-strahlige Gestalt der ganzen Pflanze bedingen. Es ist nur noch die Frage,
rom

Th
eB

iod
ive

rsi
t

scheinlich aus einer einzigen vielfach verzweigten Zelle besteht, deren

ow
nlo
a

df

welches die Organe der Kalkausscheidung und die Träger dieser ausgeschiedenen Substanz
so wird man durch die äusserst
sind. Betrachtet man die Pflanze an der Oberfläche (Fig. 5)
na

lD

,

); O
rig
i

regelmässige Gestalt der Endtheile der Zellen eben so überrascht, wie durch die enge Aneinhier keine

ist

rid
ge
,

MA

anderfügung derselben. Von Intercellulargängen

Spur zu bemerken. Etwas

tie-

Zellräume dagegen sehr deutliche Zwi-

mb

fer unter der äussersten Oberfläche (Fig. G) lassen die

ist.

man nun diese Zwischenräume genauer, namentlich in den mit Säuren behandelten
so findet man sie keineswegs leer, sondern ilurcliaus von einer Gallerte erfüllt, einer
mp

ara
t

ive

Zo
o

Untersucht
Pflanzen,

(Fig. 7) ersichtlich

log

y(

Ca

schenräume übrig, wie das auch aus dem entsprechenden Längsschnitte

se
u

die wir bei Algen, namentlich bei

den Nostocineen, Chlorococcacen

u. s.

w. so ausgebrei-

Mu

und

m

of

Co

Gallerte, die nichts anderes als das Ausscheidungsproduct der Gliederröhren selbst sein kann,

Hüllmembran zur Bildung der Zellhaut selbst gehört. Die unter einander verschmelzenden Hüllmembranen der Gliederröhren sind es also, welche diese scheinbaren
die als

the

und

rL
ibr
ary

of

tet finden,

tM

ay

Latercellularräume erfüllen. So wie in anderen Fällen eben diese Gallerthülle die Trägerin von

w.

rns

u. s.

ity
,E

Salzen, Farbestofi'e]i

ist,

so

ist

es diese,

welche auch hier

Trä-

als die vorzüglichste

Kalk durchdrungen,

als ein

stein-

Un
iv

ers

gerin des kohlensauren Kalkes erscheint, und daher von
rva

rd

harter fester Kitt die Röhren selbst zusammenhält.
Ha

würde dennoch nicht ausreichen die Pflanze in eine gleichförmige kalkige Masse zu verwandeln, wenn sich nicht die Röhren selbst wie an der Bildung so auch an
der Führung dieser Secretionssubstanz betheiligten. Es ist schwer, hierüber dii-ecte Beobachtungen
,

Dig

itis

ed

by

the

Allein dies

anzustellen,

doch

lässt sich aus

dem Umstände,

nicht nur häufis" aus der Pflanze entwickeln,

sondern auch

in

den erweiterten Stellen

iler

Kalk auch innerhalb dei- Gliederröhren,
den Zellen oder Zellentheilen der Pflanze befinden muss. Es ist somit ersichtlich.

Röhren zurücklassen,
also in

dass Mineralsäuren Luftblasen (Kohlensäure)

folgern, dass sich kohlensaurer

dass der kohlensaure Kalk, obgleich höchst wahrscheinlich nur von den Zellen selbst abge-

schieden, sich nicht nur in ihrer

Hüllmembran, sondern auch

und so eine wahre Versteineruns: der Pflanze herbeiführt.

in

ihrem Innern selbst anhäuft,


Bcifräqc

21

itähcrr» Knu/fn/s.s des I.cIthaL-ulh'cti.

r:iir

Lebens solcher Zellen möglich ist, möchte
ich sehr in Zweifel ziehen, selbst wenn sich die Kalkaiifnaluiie in dem Zellranme nur auf ein
^linimum beschränkte, und vielmehr das Leben einer solchen Pflanze nur auf seine äussersten
Ol) unter solchen

Umständen

die Fortdauer des

und zugleich jüngsten Theile, wo die Verkalkung erst ihren Anfang nimmt, beschränkt halten.
Bieten unsere Torfmoose nicht auch einige entfernte Ähnlichkeiten mit diesen kalkausscheidenm.
at



tru

den Pflanzen dar?

Kütz.

identisch sein dürfte.

org
/; w

vielleicht mit Spongites raccniosa

ww
.

bio

log

iez
en

Eine zweite Art von Lithothamnium^ welche ihrer wenig pflanzlichen Gestalt wegen unsere
Aufmerksamkeit in Ansjjruch nehmen muss, ist das Liihoihamnium crassum Philippi, welches

Exemplar stammt vom kais. Hofcabinet in Wien ohne Angabe des
Fundortes. Es geht aber aus Philippi's Arbeit hervor, dass diese Art an der Küste von Sicilien und wahrscheinlich im ganzen Mittelmeere lebt. Die knolligästige an manche Stalaktiten
ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

Fig. 9 abgebildete

Form

unregelmässiger als die vorige, obgleich wie diese nicht aufsitzend,

sondern nach allen Seiten gleich ausgebildet. Die Farbe

ist

htt

p:/

/w

ist

blass, vielleicht

ibr
ary

lebhaft erinnernde

,

ww
.

bio
d

Das

nur ausgebleicht.

yH
eri
tag

eL

Eine Menge kleiner Parasiten, darunter die schöne carmoisinrotlie 31illepora rubescens bedecken
die

vollkommen

als

Obgleich diese sonderbare Bildung noch weniger das Aussehen einer Pflanze an sich trägt,
die vorher beschriebene Art, so ist doch ihr innerer Bau und die Beschaffenheit der EleTh
eB

iod
ive

rsi
t

glatte porenlose Oberfläche.

ow
nlo
a

df

rom

mentartheile mit dieser beinahe vollkommen übereinstimmend. Schon auf einem schwach ver-

man

eine concentrische Streifung,

lD

grösserten Durchschnitte eines Knollenastes (Fig. 10) erkennt

dem

Knollaste aufsitzenden Tuberkeln entsprechen.
mb

einzelnen auf

rid
ge
,

MA

); O
rig
i

na

welche die über einander liegenden Schichten andeutet, die nach innen regelmässig, nach der
Peripherie zu immer uuregelmässiger, d. i. wellenförmig geschwungen Averden, und damit den

Zo
o

log

y(

Ca

Ein kleiner Theil des Längenschnittes zu einem dünnen transparenten Plättchen geschliffen (Fig. 11) zeigt mit Fig. 1 verglichen ungefähr dieselbe Beschaft'enlieit. Es sind ungemein

se
u

m

of

Co

mp

ara
t

ive

dünne parallel liegende gegliederte röhrenförmige Zellen, welclie eine sehr gleichförmige,
durch Ausscheidung von kohlensauren Kalk steinfeste Masse bilden. Eine stärkere Vergrösserung (Fig. 12) erweiset die Cxliederröhren, obgleich im Allgemeinen von gleicher Form, doch

ay

tM

(Fig. 11) als die Längslinien in die
ist

übrigens mit

Amylum

die horizontalen Streifen entstellen, die in der

Augen

f;illen.

reichlich versehen, dessen

zusammengehäufte Körn-

Un
iv

Jedes Glied

rns

Regel mehr

demselben Horizonte, woraus eben
ity
,E

stets in

ers

auch

rL
ibr
ary

of

the

Mu

durch die grössere Länge der einzelnen Glieder etwas versr-hieden. No(di auffallender als bei
jenen sind die Glieder der nebenliegenden Röhren, nicht blos von gleicher Länge, sondern

ed

by

the

Ha

rva

rd

ehen meist nächst den Stricturen gelagert sind, und daher bei schwacher Vergrösserung die
Gliederung noch deutlicher Jiervortrcten lassen. Eine noch stärkere Vergrösserung einer mit
Stärkemehl nur sparsam erfüllten Röhre gibt Fig. 13. woraus ersichtlich, dass auch diese durch
Dig

itis

Schlauchbildung mit ihren Naehbarröhren hier und da im Zusammeiüiange stehen.
Eine dritte strauchartige Art von Litliotharanium mit glatter glänzender Oberfläclie und

seitliche

,

rosenrother Ivarbe, die ich Lithothamnium

tophiforme (Fig. 14)

nennen

will, ist

durch die sparrig

abstehenden, geweihförmig verzweigten Äste ausgezeichnet. Das abgebildete kleine Exemplar
lindet sich im kais. Hof-Naturalien-Cabinete und stammt aus Grönland. Ks scheint mir der Mil-

'polymorpha var. topliiformis Espe)- zu entsprechen. Die Elementartheile und ihre Zusammensetzung sind ganz nach dem Schema der vorigen Arten, nur dürften die unregelmässige

le-pora

Forni der Glieder und die Anastomosen der Röhren hier häutiger als

in

jenen vorkommen.


Frajix TJnger,

22
Endlicli
vicrustatis

Tab.

27

ich liier

Avill

noch eine Art von

Litliopliyllum erwälinen

Phil, oder Ellis' Corallina cfetaceum lichioides (Essai sur

d.

D. p. S4) ziemlich nahe

dem

die

,

l'hist.

LitliopliyUum

nat. des Corallines^

von derselben sich aber durch die mehr

steht,

effigurirte

Foi'm auszeichnet.
m.
at

,

sie

tru

wo

dieselbe

iez
en

Bahrein,

im persischen Meerbusen und zwar im Golf von
Corallenstöcke und Muscheln überzieht, und nicht selten zu faustgrossen

Kotschy sammelte

Herr Th.

log

Massen anwächst.

bio

Stück dieses Litliojihjllum dar. welches ich nach dem
ww
.

Taf. V, Fig. 15 stellt ein kleines

Es überzieht einen Ast von Heteropora
ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

Ehrb. (Madrepora

prolifera

will.

org
/; w

Entdecker Lytliophyllum Kotschyanum nennen
muricata).

bio
d

Die rindenförmige flache Ausbreitung erhebt sich an der Oberseite zu verschieden geformten stumpflappigen Fortsätzen in welchen bald grössere bald kleinere unregelmässig zerstreute
/w

ww
.

,

eL

ibr
ary

htt

p:/

Löcher wahrgenommen ^verden. Auch die Structur dieser Pflanze ist nicht abweichend von der
der übrigen Steinalgen, aber was hier mehr als anderswo auffällt, sind die reichlichen Anasto-

rsi
t

iod
ive

beschriebenen Formen, zu welchen ich noch viele andere

alle die hier

hinzufügen könnte, so stimmen

Th
eB

man nun

Röhrennetz hervorgebracht.

nicht nur in ihrer durch

sie

stanz, sondern auch darin überein, dass

und durch dichten steinharten Sub-

aus parallel liegenden, dichotomisch verzweigten und
ow
nlo
a

sie

rom

Überblickt

zierliches

df

dadurch ein sehr

yH
eri
tag

mosen, wodurch die parallelen Gliederröhren mit einander verbunden sind (Fig. 16). Es wird

vorläufig hinreichend,

ist

); O
rig
i

Dies Ergebniss der Untersuchung

na

lD

durch häufige Anastomosen unter einander verbundenen Gliederröhren zusammengesetzt sind.

j\^w//(!por«

den Milleporinen

Zo
o

Nidlipo7-a ramosissima zu

gestellt').'

Die

ive

wird

y(

log

dem Namen

unter

überrindender, knollig-oder strauchartig-ästiger Polypenstock

als „ein

mp

Gattung

sie

Gesteinbildung zuerst für eine w^ahre Coralle

ara
t

und

Natur der fraglichen

im Leithakalke häufig vorkommende unregel-

eine

kalkige

mässig verzweigte corallenälmliche
erklärt

rid
ge
,

Reuss

angegeben, hat E.

mb

bereits

Ca

Wie

die

MA

Kulliporeu des Leithakalkes zu enträthseln.

um

m

of

Co

ohne Poren, aber mit schwer sichtbaren Grübchen, die im Leben zur Aufnahme der Thierehen
..dies

noch wenig

Mu

se
u

bestimmt gewesen sein dürften," beschrieben. Es wird dabei bemerkt, dass
of

the

untersuchte, höchst zweifelhafte und von Vielen für Pflanzen angesprochene Körper seien."
rL
ibr
ary

Die Charakteristik von NidUpora ramosissima

lautet:

Polypenstock strauchartig, rasenförmig

Enden etwas

verdickt

rns

tM

ay

gehäuft, sehr ästig; die kurzen Aste fast büschelförmig gehäuft, an den

Un
iv

ers

ity
,E

und gerundet, glatt. Die auf Taf. HI, Fig. 10 und 11 der citirten Schrift gegebenen Abbildungen stellen diesen Körper gut dar, und so wie er selten zu finden ist. Eine Anatomie ist
Ha

rva

rd

nicht beigefügt.

by

the

Gleich darauf, noch in demselben Jahre, erscheint in den „Berichten über die Mitthei-

Dig

nämlichen Körper

itis

ed

lungen von Freunden
als

d.

Naturw., Bd. IV,

p.

442," eine Ansicht

Sedimentbildungen erklärt. Er behauptet,

W. Haidinger's,

i1ass die

Nulliporen nennt, eine nicht blos staudenförmige Gestalt, sondern, da

Körper, welche

sie oft

Geschieben erseheinen, vielmehr eine staudenförmige Structur zeigen, die sich

Kern

als schalige

Ablagerung niederschlägt

— eine Bildung,

die bei

der die

sogar in

um

man

Form von

einen fremden

den Erbsensteinen gleich-

förmig, hier durch äussere Hindernisse ungleichförmig vor sich gehen

soll.

Die Nullij)oren des

Leithakalkes wären demnach nichts anderes, als ästige Sinterformen, und die Ooncretionen

')

Natui-w.

Abhandlungen von W^ Huidinger, Bd.

II

(1.S48),

p.

29, Taf. III,

Fig.

K) und 11.

in


23

Beitn/f/c ::nr näheren Kenntniss des LclthakalkeH.

den dünnen Togcll.igcn zwischen den Sehicliton desselben nälicrten

Form jenen ausgezeichneten
schwer

sich die

ist,

ihre traiihige

Sinterkugehi.

und wenn
Bildung der kugeligen Sinterformcn unter den Bedingungen

Bei oberflächlicher Betrachtung
es
sicli diireli

diese Ansicht allerdings

liat

Manches

für sich,

Ablagerung des Leithakalkes stattfinden konnten, so sprach doch die
Nachweisung des fremden Kernes, der als Ansatzpunkt der schaligen Schichten dient, sehr für
Untersuchungen Ilaidinger

s

hin scheint auch E.

iez
en

Reu ss

log

diese

seine frühere Ansicht

ww
.

Auf

Natur dieser Körper.

bio

die unorganische

tru

m.
at

vorzustellen, w^elche bei

Auch

sein, sie für

Seitenbildungen zu halten.

bei mir hatte diese Vorstellung für einige Zeit

ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

Ansicht zugethan zu

org
/; w

über die animalische Beschaffenheit dieser Körper zurückgenommen zu haben

Wurzel

gefasst

,

,

um

und nun der
so

mehr

,

als

ww
.

bio
d

zahlreiche hierüber angestellte Untersuchungen mir zweifellos ergaben, dass die concentrisch
p:/

/w

schaligen Schichten dieser Körper häufig fremde Körper, namentlich Sandkörner, Muschel-

yH
eri
tag

eL

ibr
ary

htt

fragmente, Schalen von Foraminiferen, ja selbst kleinere Polyparien einschliessen, was nur
dadurch geschehen konnte, dass diese fremden Körper an der knolligen oder ästigen Oberrsi
t

fläche sich zu der Zeit befanden oder angesiedelt hatten, als eine neue Schalenbildnng erfolgte.

Th
eB

iod
ive

In der That findet sich auch die Oberfläche der aus'dem Thone ziemlich vollständig zu erlangenden Nulliporen sehr häufig mit Polystomela Fichteliana^ Amphystegina Raueri n. s.w. bedeckt,
ow
nlo
a

df

rom

auch nehmen darauf mehrere Bryozoen, namentlich Cellarien, Escharaarten, wie z. B. Escliara
exilis Rss. Platz. Einige um dies anschaulich zu machen, querdurch zwei solche neben einander
lD

,

Exem-

); O
rig
i

na

liegende Nulliporakugeln geführte Schnitte zeigen bei a Fig. 22 ein nicht unbedeutendes
MA

plar von Ceüepora globahvis, bei b eine unbestimmbare Bivalve durch die äussersten Kalkmb

rid
ge
,

schichten der Art eingeschlossen, dass sie offenbar nur einen Theil dieses räthselhaften Körpers

den Versuch machte, einzelne lose Stücke von dieser
NidUpora mit Säuren zu behandeln, um dadurch in den möglicherweise übrig bleibenden
nicbt auflösbaren Resten eine zartere Structur und elementare Zusammensetzung zu erkennen,
Ca

als ich

mir unter solchen Resten

in

Co

es

der That einige obgleich zweifelhafte Spuren von

of

gelang

mp

ara
t

ive

Zo
o

log

y(

auszumachen scheinen. Erst

ein,

bereitete mir durch Schleifen derselben sehr dünne, durchsichtige PlättMu

Weg

und

the

andern

se
u

m

Zellgewebe zu entdecken. Ich schlug, durch diesen glücklichen Erfolg muthig gemacht, einen
of

Wie überrascht war ich nun, in denselben
Structur der Lithothamnien und Lithophyllen

die

ganz vollkommen gut erhaltene

wiederzufinden. Fig. 18 und 19

stellt in drei-

tM

ay

rL
ibr
ary

chen.

ity
,E

rns

facher Vergrösserung Stücke der Reuss'schen Nullipora ramosissima dar. Schon die äussere

bei Vergleich ung der Längsschnitte der Äste (Fig. 6

und 4), eben

Noch mehr

so bei Verglei-

rva

rd

stellt sich diese

Un
iv

ers

Gestalt verräth eine grosse Übereinstimmung mit Lithotliamnium hyssoides Phil.

und 5) heraus. Man sieht auf diesem dem Aste parallelen Schnitte
eine wumdervoll regelmässige Anordnung der Gliederröhren, deren einzelne Glieder sich hier wie
bei Lithophyllum'expansum Ph. (Pocillopora agariciformis Ehrb. Nullipora agariciformisLam.)
zu wirklich gesonderten und nur noch reihenförmig an einander hängenden Fäden (an denen
chung der Oberfläche

Dig

itis

ed

by

the

Ha

(Fig. 7

man noch

die

Hüllmembran

als

Scheide derselben erkennen kann) ausgebildet haben.

Auch

den übrigen Lithophyllenarten. Es stellt
sich somit zweifellos heraus, dass die Nullipora ramosissima Reuss weder ein thieri scher

ist

ihre Grösse verhältnissmässig bedeutender als bei

Organismus noch

eine Stalaktitenbildung, sondern eine Pflanzeist,

deren

nächste Verwandte die früher als Milleporen und Nulliporen beschriebenen Litliotliamniumund L;ithop)hyllum-kvten sind. Es würde dermalen noch nicht an der Zeit sein, eine weitere


Franz Unger.

24

Namen von

Unterscheidung der fossilen Pflanzenformen zu versuchen, wesshalb ich noch den
E.

Reu SS

zur Bezeichnung dieser Steinalge beibehalten will.

Schon bei Gelegenheit der oberwähnten Mittheilung Haidinger's erklärte sich Herr
nicht einverstanden und bemerkte, dass er in den Steinbrüchen von Loretto und WölA.
lersdorf in der Umgegend von Wien kugelige Nulliporen gefunden habe
die sich durch eine

Boud

m.
at

,

was mehr für ihre organische als unorganische Natur spräche. In
der That liat dieser vielerfahrene Geologe schon im Jahre 1831 im Journal de Geologie, T. III.
p. 27, folgende hierauf bezügliche äusserst interessante Bemerkung mitgetheilt. Er sagt: Uautres
couches ne sont au contraire qvJun agregat de coreaux; leurs teintes sont hlanches ou jaundtres, ou
meme les coreaux ont encore leur couleur rouge, come cela a lieu a Wöllersdorf^ Foisdorf^ LauMargaretten, Kroiahacli^ dans

hassin viennois et ailleurs en Styrie et en Hongrie. Dieselbe

le

bio
d

retta,

ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

org
/; w

ww
.

bio

log

iez
en

tru

röthliehe Farbe auszeichneten,



yH
eri
tag

eL

ibr
ary

htt

p:/

/w

ww
.

Bemerkung findet sich sogar schon in den im Jahre 1829 erschienenen „Geographischen
Gemälden von Deutschland," p.436.
Ist die Angabe richtig, woran ich nicht zweifle, und mich ehestens davon zu überzeugen
suchen werde, so lässt sich auch erwarten, dass ausser dem so veroäng-liehen Farbestöffe der
mehr solidere Inhalt der Zellen
in den fossilen Nulliporen gleichfalls entdas Amylum
iod
ive

rsi
t



und wir hätten daher ausnahmsweise ffegen
IJberbleibsel der Vorwelt hier wahre Pflanzcnmumieu vor uns ').

alle

übrigen vegetabilischen

Man mag was immer

rom

Th
eB

halten sein dürfte,

Kalk der Leithaformation untersuchen so wird er unter
mannigfaltigen Abänderungen der Dichte Festigkeit und Structur doch immer dadurch ausdf

für einen

ow
nlo
a

,

na

lD

,

); O
rig
i

gezeichnet sein, dass ilm entweder die Nullipora ganz zusammensetzt (Nulliporenkalk), oder

Kalk zu sehen Gelegenheit gehabt, der weniger als Yj diejc Nullipora meist in Trümmern
Der feste Kalk des Wildoner Berges mag als ein Beispiel dienen. Es geht daraus
y(

log

enthält.

Ca

mb

artigen

rid
ge
,

MA

doch einen mehr oder minder bedeutenden daran Antheil nimmt. Ich habe noch keinen der-

genommen

hat.

Mu

se
u

m

of

Co

mp

wesentlichen Antheil

ara
t

ive

Zo
o

hervor, dass an der Bildung des Leithakalkes die Vegetation der Nulliporen jedesfalls einen

Um

of

the

zu einem näheren Verständnisse dieser bisher noch unbekannten Thatsache zu gelanrL
ibr
ary

gen, wollen wir vorerst einen Blick auf die hauptsächlichen Unterschiede und die LagerungstM

ay

verhältnisse dieser Gebirgsart werfen.

Formen

rns

Im Allgemeinen

ity
,E

lassen sich drei
ers

deutlich aus thierischen meist
Un
iv

Form,

des

Leithakalkes unterscheiden

:

Eine dichte

noch bestimmbaren Eesten zusammengesetzt, darunter
ist selten, und meines Wissens nur au

rva

rd

Corallen die Hauptmasse ausmachen. Solcher Leithakalk

ZAveite

Form

bildet eine bald dichtere, bald

by

the

Ha

wenigen Punkten bisher beobachtet worden. Eine
ganzen Exemplaren, oder
Dig

theils in

itis

ed

lockere bis ins Kreidenweiche abändernde Masse. Nulliporen walten hier
in ihren

Trümmern über einander

am

meisten vor, sind

gehäuft, und durch ein

r

')

Schon wenige Tage nach Lesung dieser Schrift in der kais. Akademie der Wissenschaften hatte ich Gelegenheit an den Gesteinstriimmern, welche beim Baue der Wasser-Glafisbrücke in Wien als Abfälle umherlagen, die von Herrn Bouö beobaohteteErscheinung
zu bestätigen.

Wie

ich erfuhr stammte der da verwendete Leithakalk

hiebei auch die Frage nach

dem Vorhandensein

glücklicli ein entscheidendes Resultat erhalten

Hessen in

dem

vom

Kaisersteinbruch. Mit besonderem Interesse habe ich

des Aniylura in der fossillen NuJIipora aufgenommen, bin aber dermalen nicht so

zu haben. Auflösungen des NuUiporengesteines in verdünnter Chlorwasserstoffsäure

übrig bleibenden Pflanzengewebe keinen deutlichen Inhalt

mehr erkennen, und Kohlensäure

als

gewendet, hat vielleicht aus Mangel eines passenden Apparates und der dabei verwendeten Zeit noch weniger

Lösungsmittel an-

zum

Ziele geführt.,-


Beiträge zur näheren Kenntniss des Leithukalkcs.

kalkiges Bindemittel vereiniget. Diese

wovon

die weicheren

Form ist

25

die verbreitetste. Sie bildet die besten Bausteine,

Abarten mit der Säge bearbeitet werden können. Die

Form

dritte

bat

durch Aufnahme vou Sand, Geschieben und Bruchstücken nalie liegender Felsarten ein etwas
verändertes Aussehen angenommen, und gleicht zuweilen meJir einem Saudsteine und Conglo-

merate als einem Kalke. Meist findet sich diese

Form

betrifft,

so trägt dieselbe so

m.
at

die erste

Bedeckung der vorhergehenden Art.
deutliche Merkmale einer wahren Koralals

tru

Was

Form

sie

am

schönsten entwickelt zu sehen

ist,

habe ich die
bio

wo

ist.

sie

Im

Sausal-

zusammen-

ww
.

gebirge in Steiermark,

log

iez
en

lenriff-Bildung an sich, dass an eine derartige Entstehung nicht zu zweifeln

org
/; w

setzenden Korallen noch auf der Unterlage (Thonschiefer) aufgewachsen beobachten können.

ww
.

uistraea

Reuss, Explanaria crassa E.euss, Explanaria tenera Eeuss, Astraea rudis Eeuss.
composita Eeuss und Madrepo7-a taurinensis Eeuss (Astraea taurinensis Miclicliuj.
bio
d

astroites

ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

Die Hauptmasse des Kalkes wurde gebildet aus Sarcinula gratissima "SWcheli^i^ Ex'planai'ki

jener Korallen, namentlich durch die
rsi
t

kommens meine Sammlungen durch schöne Exemplare

yH
eri
tag

eL

ibr
ary

htt

p:/

/w

durchaus solche Korallen, welche durch ihre massenhafte Ausbildung Elfte zu erzeugen im
Stande sind. In den aus den Steinbrüchen des Nikolaikogels entnommenen Bruchsteinen, die
viele Meilen weit als Baumaterial verführt werden, habe ich entfernt von der Stelle des Vor-

iod
ive

mächtige Sarcinula gratissima bereichern können.

df

St. Nikolai,
AValdschach.

ow
nlo
a

Waldschach und

rom

Th
eB

Nachstehendes Profil zeigt in wenigen Linien die Ausbreitung dieses Eiä'es zwischen

St.

Kikolai.

Flammhof.

Ca

mb

rid
ge
,

MA

); O
rig
i

na

lD

Nicolai-Kogcl.

y(

Tliouschicfer.
log

Mergel und Sandstein.

Korallenkalk.

Zo
o

Mergel und Sandstein.

die

Co

mp

ara
t

ive

wobei ich mich jeder weiteren Auseinandersetzung entheben kann, und mir nur erlaube
in meinem Tagebuche vom Jahre 1847 hierüber gemachten Aufzeichnungen anzuführen.

rva

rd

Un
iv

ers

ity
,E

rns

tM

ay

rL
ibr
ary

of

the

Mu

se
u

m

of

Der Nikolaiberg ist eine massige Anhöhe, die sich gleich hinter der gl ei chnamio-en Kirche
erhebt und zu einem flachen, von Norden nach Süden ausgedehnten Gebirgsrücken erweitert.
Wenige Klafter über der Kirche tritt der Thonschiefer zu Tage, der auch bis zum ersten
Bauernhause (Bergfuchs) anhält. Über dasselbe hinaus bemerkt man den Weg wie mit kleinen
runden Pflastersteinen belegt, die bald grösser werden und sich zu unförmlichen Massen vereinen. Neben der Strasse sind Haufen ähnlicher Steine von den näherliegenden Feldern und
Weinbergen gesammelt und angehäuft. Man erkeimt fast in jedem Stücke einen ganzen oder
zertrümmerten Korallenstock.

Am

vorherrschendsten

,

the

Ha

die grosszellige
den Bienenwaben
Michelin, seltener bemerkt man darunter Explanaria astroites
Eeuss. Weiter hinauf wird der Weg immer steiniger, es treten hier und da nackte Felsen
hervor, und man glaubt in der That über ein Korallenrifi' zu schreiten besonders da durcli
ist

Dig

itis

ed

by

ähnliche Sarcinula gratissima

,

die

Abreibung an den Fahrgeleisen

die poröse oder zellige Structur des Gesteines

um

so deut-

licher hervortritt.

Au

mit Kalk zu einem sehr festen Gesteine vereinigt.
hier

mau eine Breccie aus Thonschieferstücken
Nicht selten gewahrt man an solchen Stücken

einzelnen Stücken von Felstrümmern erkennt

und da den Beginn einer Korallenansiedlung. Ohne Zweifel gab diese Thonschieferbreccie

stellenweise die Unterlage der Korallenriffe ab.
Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. XIV. Bd.

4


Franz

26

Auf der Höhe des Berges, wo

TJnger.

neben einer Linde

ein Heiligenhäuscheu

steht, sind Stein-

brüche auf diesen Corallenkalk eröffnet, durch die man im Stande ist, etwas tiefer in den Bau
dieser merkwürdigen Bänke Einsieht zu nehmen. Unter der Dammerde, die nicht viel mehr

und sehr kalkhaltig

als 6 Zoll beträgt

ist,

findet sich ein sehr bröcklicher Kallv, dessen Stücke

iez
en



tru

m.
at

durch gelben und blauen Thon') unter einander verbunden werden. Die rundlichen und nierenförmigeu Stücke sind Corallen (nach meiner damaligen Anschauungsweise) von der Art,

Damit kommen auch
andere Petrefacte vor. Weiter in der Tiefe werden die Stücke grösser, mehr zusammenhängend
und gehen endlich in ganze ungetheilte Lagen oder Bänke über. Dieser Kalk ist dann dicht,
sehr fest, und trägt weniger Spuren seiner organischen Abkunft an sich; doch herrschen auch
hier wieder Corallen vor, denen die übrigen Petrefacte bei weitem mehr untergeordnet sind.
Die wichtigeren derselben sind Venus vetida Link., CardiimimulticostatumV>Yoc., Isocardia
Cor Bronn, Pecten laticostatus Lam., Coralliopliaga dactylus Bronn, Conus Mercati Bronn,
(Nullipora

1)

log

ist.

org
/; w

ww
.

bio

welche in den blauen Corallenkalken so vorherrschend

htt

p:/

/w

ww
.

bio
d

ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

,

ibr
ary

Bronn

m.

u. a.

eL

Terehratula pusüla. Stacheln von Clypeaster grandiflorus

yH
eri
tag

rsi
t

,

iod
ive

bis

Beim Fuchsbauer, wo diese Bänke am meisten aufgeschlossen sind ist man noch nicht
zum dichten Kalk hinabgedrungen, denn man begnügt sich, die losen Kalktrümmer der
Th
eB

oberen Schichten zu sammeln und für die Beschotterung der Strassen zu verwenden.

(beim Berghold Ivirischueider) der Thonschiefer zu Tage geht,

der andere Tlion

als

ist

an Foraminiferen

rcieli

Bryozoen

,

Ca

Sowohl der eine

seiner Zeit gesammelten Fossilien hat Herr Dr.

und Entomostraceen

Reuss

darunter

,

l'olijslOMella crispa

i ti i

f

e T

Co

mp

ara
t

ive

Zo
o

Güte gehabt. Sie sind nach seiner Angabe folgende Arten:

Fora m

m
r

se
u

PoUjstomella Ungeri

of

I).

rL
ibr
ary

Aaterigerina Planorbis d'O

Bolalia Kalenbergensis d'Orb.

the

ßosalina ohtusa d'Orb.

Reuss.

Globigerina triloba

Mu

r b.

c.

Amphisiegina Haup.ri d'Orb.

of

IjniU.

Truncatulina lobatula d'O

a

ji

Reuss.

o z o a.

Edwardai Reuss.

ers

Eschara costata Reuss.

Un
iv



anoma/a Reuss.

Eschara

.

y,

Reuss.
Reuss.
Vaginopora fexturaia Reuss.



the

Vellaria Michelhü

Vincularia cucullala

by

ed

itis

Dcfrancia

ate/lata

Reuss.
Reuss.

Reuss

n.

scripta

Reuss.
Reuss.

Reuss.
Reuss.

Reuss



coronata



circumda/a Reuss.



elegans

Reuss

n.

n.

En
Reuss.



anlcato-piinclata



llaiilingei'i-

Ungeri

Reuss

,,

liaatata

Reuss.

in

o s

f

r

a

c a.

Cythere

Reuss.

Reuss.



t

n.

sp.

ventricoaa

Reuss.

n

punctata

Bairdia

subdeltoidea

v.
v.

Mst.
Mst.

tumida Reuss.

sp.

sp.

Cellepora globularis Br.

Cythere deformia

sp.

microafoma Reuss.

Farlschii

polijstigma



gracilia

gastropora

rva

?

.

Ha

.

rd

Piistulopora
.

Cellepora neglecta

ity
,E

Crisia

rns

tM

ay

3i r

Amphistegina

durchzusehen und zu bezeichnen die

log

y(

Haueri vorherrschend. Hie zu

Dig

')

mb

rid
ge
,

MA

tiefer

); O
rig
i

und nur wenige Lacliter

na

lD

ow
nlo
a

df

rom

Dass diese Corallenbänke nicht mächtig sind und das darunter befindliche Gebirge nur
mit einer wenige Lachter mächtigen Kruste bedecken, beweiset der Umstand, dass auf der
Strasse gegen Mitteregg und Kerschegg schon in geringer Entfernung von jenen Steinbrüchen


Beiträge zur näheren Kemitniss dos Lciihakalkes.
uiul

von da au

broelien anhält

bis zur liörlisteu S^titzc des Sausalg'cbirgca
;

Umstand, dass beim JJaue

fovuer der

27

— dem Tcmelkogel —

Trümmer

unterhalb der früher augeführten Stelle der Thonseliiofer erreicht wurde, dessen

man

um

sogar hinauf trug,

Gegend

die

Er

Weinstöcke damit zu beschütten. Der Thonschiefer dieser

hat ein Streichen nach

22 und ein Verflachen mit 45" nach

St.

m.
at

verwittert leicht.

uuuuter-

wenige Laehtei"

eines Kellerliauses

Ein dem Nicolaikogel gleichkommendes Corallenriff

ww
.

bio

der weiten Murebene (Leibnitzerfeld) erkennen.

Kittcnberg

Kainbcrg,

Wiesberg.

Lasnitz.

p:/

/w

^

htt

w

ww
.

bio
d

Jiluggeuauthal.

org
/; w

davon eine hinreichende Vorstollunff.

ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

Foli<-endes Profil "-ibt

weiter östlich an der

lässt sich aueli

log

dem Muggenauthal und

Hügelkette zwischen

iez
en

tru

Westen.

ibr
ary

Thonschiefer.

eL

Korallen-Kalk.

gleichfalls kappenförmig die Höhen des Kain- und Wiesberges, ist vorzüglich
worunter
Madrepora taurinensis Ess.. vorherrscht, zusammengesetzt, und trägt
aus Corallen,
überdies noch eine Menge anderer Petrefacte im best erhaltenen Zustande. Die vorzüglichsten

beiden Varietäten, als a) humüis und ß) altus
und Pecten laticostatus Lam. An einem nicht leicht genau zu

bedeckt,

ow
nlo
a

der Gemeinde Gressling
lD

in

an

reicli

ist

na

die besonders

Bryozoen

kleinei'en

); O
rig
i

bezeichnenden Bauernhause

df

Lam.

Pecten plehejiis

in

rom

darunter sind: Chipeaster grandiflorus

Bronn,

Bronn,

Th
eB

iod
ive

rsi
t

yH
eri
tag

Es bedeckt

ist,

Kalk von

einer

worunter Herr Dr.

E.

Erde

Reuss

Retepora cellidosa L n

mb

rid
ge
,

MA

folgende Arten erkannte:

dieser



ara
t
mp
of
Mu

se
u

m

s.

d'ürh.

.subca?iceilaia

the



Co

Cricopora pulchella Rss.

Rs

Crisia

ive

Zo
o

log

Canda gramdifera R s s.
Hornera Haueri d'Orb.
Idmonea pertusa

Pustiüopora anomala Rss.

y(

Ca

k.

i

rL
ibr
ary

of

Hornera verrucosa Rss.

Edwardsi Rss.
Haueri H SS.

Cellaria Michelini

Rss.

Vincidaria cucullata Rss.

Eschara polystomella

Rs

s.

Vaginopora geminipora Rss.

B r o n n.
rns

tM

ay

Cellepora globidaris

Dazu kommen noch

Rom. m\d

Cgthere punctata von

Mün

s

t.

ers

ity
,E

Cythere conunata

rva

rd

Un
iv

die nachstehenden Foraminiferen.

Bidimina Buchiana d'Orb.

the

Ha

Heterostegina costata d'Orb.

Uvigerina semiornata d'Orb.

itis

ed

by

Dentalina punctata d'O r b.
Dig

elegans d'Orb.





Asterigerina planorhis d'Orb.

Amphistegina Haiieri d'O

r b.

pygmaea d'Orb.

Rotalia Partschiana d'Orb.


TJngeriana d'O r

b.

Robulina simplex d'Orb.

Truncatulina lobulata d'Orb.

Pohjmorphina

Rosalina simplex d'Orb.

digitalis

d'Orb.

Glohigerina bidloides d'O r b.


quadrilohata d'Orb.

Bulimina pupoides d'O

r b.

Textularia Bronniana d'Orb.


carinata d'Orb.

Quinqueloculina Partschii d'O r b.

so wie


Franz Unger.

28

Eiue ganz andere Facies bietet der dichte und lockere Leithakalk dar, der
Leitlia-

und Rüster Gebirg- umgibt

Wildonerberg südlich von Gratz

nehmen

w. bildet. Korallen

s.

geordneten Antheil an der Kalkmasse

B. das

an die Bergkette des Wiener-Waldes anlehnt, den

sich

,

u.

z.

hier nur einen ganz unter-

eben so kleinere Polyparien, Foraminiferen, Echiniten

,

bung

org
/; w

ww
.

bio

log

iez
en

tru

m.
at

und Testaceen. Bei weitem den vorherrschenden Bestandtheil bildet die NuIUiJora ramosissima
uiul vielleicht noch andere Arten dieser und verwandter Gattungen, wodurch dieser Kalk
eine oft blendende kreideähnliche Weisse und andererseits eine bedeutende Mürbe erhält. Eine
Scliilderinig dei' bekannten Steinbrüche von Margarethen mag eine ausführlichere Beschrei-

Von Gschies

kaum

aus der Ebene des Seeufers (Neusiedlersee) erhob

Leithakalk bestand, eine Capelle

und aus
Mein Weg führte mich
Westseite des niederen Gebirgszuges von Eust.



bio
d

der sich

Juni 1851) bemerkte ich auf einem

die sogenannte Eosalia-Capelle.
ww
.

,

9.

/w

niederen Hügel

vom

aus (so berichtet mein Tagebuch

ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

ersetzen.

ibr
ary

htt

p:/

aber nicht dahin, sondern auf die

Bis Margarethen hält derGneiss, der denselben bildet, durchaus an. Die Strasse herunter bei
eL

— einer Capelle auf der Höhe eines Bergrückens — beginnt der Leithakalk wieyH
eri
tag

dem Euster Kreuz

Höhe des Berges. Eine ausgezeichnete Kalkdieses Hügels ist man den berühmten
iod
ive

rsi
t

der in mächtigen Felsen, und zwar auf der halben

Auf der Höhe
Th
eB

flora löst die Gneissvegetatiou scharf ab.

rom

Steinbrüchen ganz nahe. Sie verrathen sich durch den weit umher aufgetliürmten weissen
ow
nlo
a

df

Kalksand, der aus den Steinbrüchen fortgeschafft und hier abgeleert wird.

Die Steinbrüche selbst sind ein weiter,

lD

— 20 Klafter betragen mögen. Man erkennt
kreuzenden Richtungen — eine Folge der Erdbeben.
na

Wänden,

mit senkrechten

den Berg hinein von oben ausgehöhlter Kes-

Höhe von 15

die eine

); O
rig
i

sel

tief in

rid
ge
,

MA

an ihnen keine Schichtung, wohl aber von oben nach abwärts sich erstreckende engere und
Ca

mb

weitere Klüfte nach verschiedenen, sich oft

Nach oben nehmen

und machen den obersten Theil des Kalkes zu
einem wahren Trümmergestein, welches die Verwitterung nach und nach zu immer kleineren
Stücken spaltet. Der Kalk ist durchgehends so weich, dass er gesägt werden kann, und gleicht
dem Kalke von Aflenz (an der Mur) auf ein Haar. Die Benützung desselben ist gegenwärtig
m

of

Co

mp

ara
t

ive

Zo
o

log

y(

die Klüfte an Meno-e zu

mag wohl mehr denn 150 Menschen
Mu

the

mehr sandigen

Schiclitcn enthalten Petrefacte,

Nur die grobkördie jedoch im Ganzen, mit Ausnahme von
beschäftigen.

rL
ibr
ary

of

nigen,

se
u

ausserordentlich stark, und

Haifischzähnen, sehr selten sind. Die kolossale Rippe eines Cetaceums, die aufbewahrt wird,

was

ay

ich hier zu sehen
tM

einzige,

bekam. Der

Weg vom

Steinbruche nach Rust senkt

ity
,E

anfänglich über die Köpfe des horizontal geschichteten Leithakalkes, geht eine kurze
ers

sich

rns

war das

dann wieder eine kleine Stelle Leithakalk erkennen und
berührt zuletzt bis Rust wieder den Gneiss. In der Umgebung des letzteren Ortes treten hier
und da Lager jenes Kalkes hervor; sie sind aber offenbar späterer Entstehung und nur aus
der Zertrümmerung eines früher abgelagerten Materiales entstanden. Nachstehendes Profil
Un
iv

über ürfelsboden

,

lässt

,

diese

Angabe

Dig

mag

itis

ed

by

the

Ha

rva

rd

Strecke

verdeutlichen.

Margarethen

sei,

Schotter.

450'.

Steinbruch

Rust.

720'.

Ncusiedlersec 417'.

Cueiss.

N

u

1

I

i

p u

r

c

n k a

1

k.

Andere Lagerungs Verhältnisse bietet der dem Margarethenkalk zunächst verwandte Aflenzer
und WildonerKalk dar. Beide ruhen nicht auf älteren Felsarten, sondern auf einem Schichtensysteme, das im Allgemeinen gleichzeitig mit demselben abgelao-ertwurde. Besonders seliöu urni


Beiträge zur näheren Kenntm'n.s

dei^

deutlieh lässt sich die Sehich tenfolge erkennen, welche

und durch folgendes

liegt,

Profil

dem Kalke von

Aflenz

zum Grunde

ausgedrückt werden kann.
Stoiubruch.

Afionz.

Forstkogel.

Hurthal.

Sulm.

Sulmiciten.

^^
-"-

so hat

Sulmbrücke

die

man den ganzen Berg

Kalk.

r c n

p

Waguamühle und

bei der

bio

i

1

ww
.

man

1

schlägt den

Weg nach

Aflenz

ein,

hinan Mergelsehiefer vor sich mit einem Streichen der Schichtung
ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

Verlässt

u

org
/; w

N

log

iez
en

tru

m.
at

Sandstein und
Mergel-Schiefer.

29

l^cifhuhcdken.

23 und einem Verflachen von 20° nach Osten. Unmittelbar darüber liegt in Bänken
ein fester, weisser, dichter, schwer verwitterbarer, an der der Atmosphäre ausgesetzten Oberfläche unregelmässig ausgehöhlter, im Grossen wie ausgefressen erscheinender Kalkstein mit
St.

htt

p:/

/w

ww
.

bio
d

nach

dann jene Bänke dar,

stellt

schon

die

seit

einigen Jahrhunderten abgebaut werden,
yH
eri
tag

und

eL

ibr
ary

gleichem Streichen und Verflachen. In grösseren Tiefen nimmt derselbe an Mächtigkeit

zu.

was

rsi
t

aus mehreren bereits verfallenen Steinbrüchen hervorgeht.

Weder

die oberen

Th
eB

iod
ive

Dieser Leithakalk hat eine durchschnittliche Mächtigkeit von 10 Klafter.

ow
nlo
a

df

rom

noch die unteren Mittel werden gewonnen, sondern der weiche, durchaus gleichförmige Zwischentheil, in dem man durchaus keine Schichtung wahrzunehmen im Stande ist. Auf diesen

und rings herum

so viel ausgebeutet, als die stehen

lD

wii"d ein stollenartiger Pfeilerbau getrieben,

); O
rig
i

na

gebliebenen mächtigen Pfeiler zu tragen im Stande sind. Dadurch sind im Laufe der Zeit nach

log

y(

Ca

mb

rid
ge
,

MA

und nach bedeutende Ausweitungen im Innern dieses Kalkstockes entstanden, welche manchen
Tropfsteinhöhlen nicht unähnlich sind und zunächst mit jenen durch ein gleiches Vei'fahren
entstandener Höhlen des Wildoner Kalkes verglichen werden können.
in Aflenz

noch bearbeitet wird,

ist

die des

ive

Zo
o

Die grösste derselben, welche gegenwärtig

the
rL
ibr
ary

ay

ein paar Klafter beträgt,

zusammenhänsfende Masse

der Stein weich

ist,

so

wovon der obere

Theil nicht

mehr

bildet.

kann

er leicht

gebrochen werden.

Un
iv

Da

kaum
rns

eine feste

letztere

tM

man, dass

sieht

ity
,E

ist,

der Liehtöflnung, welche ungefähr in der Mitte der Höhle in der Decke angebracht

ers

An

ab.

of

von einander

Mu

se
u

m

of

Co

mp

ara
t

Anton Diebe r, vormals Back. Man gelangt zum Innern dieses Steinbruches durch ein weites
zu verschliessendes Thor. Die Tiefe der Höhle beträgt über 100 Klafter, die Breite über
10 Klafter. Sohle und Dach sind einander parallel, fast horizontal, und stehen bei 6 Klafter

An

gewinnt ihn in Stücken

der Luft wird er immer fester und

bekommt

rva

rd

zu beliebiger Grösse, selbst bis zu 200 Centner.

Man

the

Ha

eine Art Kinde, welche ihn noch unzerstörbarer macht. Ein Kubikfuss wiegt beiläufio- 1 Centner.
ist,

so enthält er doch stellenweise härtere Theile, welche die

leicht angreift.
Dig

Säge nicht

itis

ed

by

Ungeachtet der Stein weich

Die Ursache davon

namentlich von dickschaligen Ostreen

werden. Diese bestehen

,

die

fast ausschliesslich

in

ist

eine grössere

Anhäufung von

den weicheren Theilen

fast

Schalthieren,

gar nicht gefunden

aus Nuüipora^ meist in einem sehr zerstörten Zu-

Kalk zur Bereitung von Atzkalk nicht
welche zwischen Ketznei und
werden
jene
Kalke,
brauchbar erweiset. Zu diesem Zwecke
Aflenz gebrochen werden, benützt. Sie enthalten am wenigsten Thon und Sand, auch fand
ich unter mehreren Petrefaeten eine Koralle, nämlicli Turbinolfa duodecimcostata Goldf.
stande, vermischt mit feinem Sande, daher sich dieser

Am

Eingange des Diebei''schen Steinbruches

ist

die Jahreszalil

1753 eingemeisselt.


Franz Unger.

30

in Aflenz.

wärtig stark betrieben. Hier erkennt

Kalkbank

Schichte der Decke, dass diese

Derselbe

man

weniger ausgedehnt, wird aber gegen-

an der theilweise sich lösenden, z)uiickgelassenen

schwebend

fast

und stärkere Klüfte,
ihm auch einen geringeren Werth gibt.
diesen Theil viel häufigere

den früher beschriebenen Steinbruch, was
tru

ist

die

Explanaria a-assa Eeuss.

Ausgedehnter

man

liier

noch

findet,

mehr

in

sammelte

Ablagerung von Leithakalk am Wildoner Berge und

eine ähnliche

bio
d

ist

mit Pferden

jetzt verstürzt und nicht

ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

die niedliche

man

Eichtung, einst so ausgedehnt, dass

dritter Steinbruch in derselben

und Wagen hineinfahren und darinKegel schieben konnte,
Betrieb. An den halb verwitterten zugerichteten Quadern,
icli

Merkwürdiger Weise durchsetzen
m.
at

als

ist.

iez
en

Ein

ist

log

Eentmeister, Bauer

bio

F.

an diesem anschliessender Steinbrucli von ähnlicher Beschaffenheit gehört

ww
.

dem

sicli

org
/; w

Ein zweiter,

immer einen an

/w

ww
.

dessen Fortsetzung jenseits des Murthaies. Dieselbe hat aber nicht

Petrefacten
ist,

sondern

htt

p:/

und selbst Nulliporen reichen blauen Mergel zur Basis, wie das in Aflenz der Fall
eL

ibr
ary

jene Sandstein- und Mergelschichten, welche die Hauptmasse des tertiären Hügellandes von
yH
eri
tag

Steiermark bilden.

iod
ive

rsi
t

Die Sandsteinfe von Freibühel am südwestlichen Fusse des Wildoner Berges enthalten

Heer

PojduIus latlor A.

Braun, auf wel-

mächtigen Nulliporenkalke von Wildon, Wurzing und Weissenegg Platz
ow
nlo
a

haben.
ist

geschichtet, wie sich das in den zahlreichen Steinbrüchen, die auf
); O
rig
i

Der Kalk

na

lD

genommen

Braun) und

nämlich Cinnamomum

rom

(Ceanothus -pohjmorjilms A.

clien die geschichteten

,

df

Scheuchzeri,

Th
eB

die charakteristischen Pflanzenabdrücke unserer Mitteltertiärschichten

ilin allent-

log

y(

Ca

mb

rid
ge
,

MA

halben eröffnet sind, deutlich ergibt; auch kann man an eben diesen aufgeschlossenen Stellen die
Neigung derselben deutlich wahrnehmen. Im Ganzen haben dieselben ein östliches Streichen,
und sie verflachen mit einem Winkel, der 37" nie übersteigt, nach N. und NW. Abänderungen

schon auf kleinen Entfernungen zu beobachten.

ive

Zo
o

in der ßichtungslinie des Streichens sind meist

m

of

Co

mp

ara
t

Das alte Eitterschloss Wildon, auf einem gegen die Mur vorstehenden steilen Bergabhang auf und aus diesem Kalke erbaut, jetzt eine Ruine, aber mehr durch Menschenhände als
Mu

se
u

durch den Einfluss der Atmosjjhärilien dazu geworden, gibt mit der Jahreszahl 1520 an der
of

the

Stirne der Dauerhaftio-keit des Steines das beste Zeuffniss.

worden

sind, befinden sich an

ers

gestört

Un
iv

hierin

ity
,E

rns

tM

ay

rL
ibr
ary

Hart unter der jetzt nur mehr aus 4 Mauern bestehenden Capelle, in der die einst mächtigen Besitzer des Schlosses, die Herren von Wildon, ihre irdische Euhestätte gefunden haben
mögen, aber durch Schatzgräber, welche die Erde bis auf den Grund aufgewühlt haben, auch

Ha

rva

rd

welche diesen aus Steinalgen
,

der Westseite die grossaxtigsten Steinbrüche,

ganz und gar zusammengesetzten Kalkstein

wovon beifolgende

Taf. VI,

von Jos.

Kuwasseg

bis

weit ins In-

gezeichnet, ein

by

the

nere des Berges aufschlössen

fast

man

man

in diese Höhle, deren
Dig

Tritt

itis

ed

anschauliches Bild eibt.

sich in eine

Decke von einigen

Steinpfeilern getragen wird

,

so sieht

Art von Labyrinth versetzt, in dessen Hintergrund das Licht nur sehr spär-

Zugang findet. Wähi'end am Eingang die Aveissen Felswände noch rings von Seligeria
pusilla Br. und Schmp. (Weissia pusilla Hed w.^ einen zarten grünsammtenen Anstrich erhalten, ist im Hintergründe alle Spur des Lebens erloschen. Überall bemerkt man deutlich eine
lich

Schichtung des Gesteines, besonders an der Decke, deren wellenförmige Oberfläche in die
Unebenheiten der bereits heruntergebrochenen Schichten genau passten. Die Schichten fallen
sehr sanft (15—30») nach Stunde 20.


31

Beiträge zur näheren Kenntnins des Ijeitkakalkes.

Ein weiter

Steinbruch auf denselben Kalk

östlich betiudlicher

nicht so weit eröffnet. Die-

ist

noch feinkörniger und mehr geschätzt, weil er au der Luft noch

ser ist

fester wird als der crstei'e.

den vorherrschenden NuUiporcn beigemengten Pctrefactcn fehlt es nicht. Manche
Lagen enthalten ihrer eine grössere Anzald als andere, werden aber dadurch weniger brauch-

An

Venus gregaria Part seh, und Venus IIaueriVL'6vnc.%, Vener icardia intermedia 'Qronn,

Lam. und

Pecten Solarium

Lam., Pectunculus poly-

Lam.

Pecteti laticostatus

m.
at

Crassatela tuviida

tru

Bronn,

L am.,

Spondylus crassicostata

,

sind die charakteristischen
log

Oö?OHta

Bronn

iez
en

Isocardia cor

Die Lebringer Steinbrüche an der Südostseite des Wildoner Berges enthalten noch
bio

darunter.

ww
.

bar.

org
/; w

zwischen denNulIiporen sehr häufig Ccllepora pohjthele Reuss.

mehr sandige und erdige Lager bedeckt,
welche die reichste Musterkarte von Polythalamien, Polyparien und Entomostraceen enthalten.
Eine solche erdige Schichte bei Wurzing gesammelt, enthielt nach E. E, e u s s' Untersuchungen an
werden

die festen Schichten durch

ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

hier

i

eL

rsi
t





Th
eB



Lmk.

n. sp.

sp.

df

rom

Guttulina problema d'Orb.

Fichteliana d'O r b.

Eeuss

ow
nlo
a

Globigerina triloba
lD

Asterigerina planorhis d'Orb.

bulloides

UngeriHenss

MA
rid
ge
,

Truncatulina lohulata d'Orb.

Eeuss

n. sp.

Siphonina reticidata Eeuss.
Pleterostegina costata d'Orb.



Goldf.
deformis Eeuss.

,,

dimidiata

Zo
o

I

P

o

1

y p a

Hornera

r

i

e n

Eeuss.

biloba

Eschara undidata Eeuss.

se
u

Heus s.



Mu

ßeuss.

punctata Eeuss.

Tubidipora echinulata

of

Cellepora angulosa

n d

m

of

Co

mp

stellata

the

Defrancia

n

z o e

ive

y o

r

ara
t

B

log

y(

Ca

mb

n. sp.

n. sp.

d'Orb.

); O
rig
i

na



Vemeuilina sjnnulosa

Alveolina melo d'Orb.

Polystomella

Eeuss
minuta Eöm.
discreta Eeuss n.

Globidina inaequalis

Amphistegina Haueri d'Orb.

,,

d'Orb.

digitalis

yH
eri
tag

Globidina tuberculata d'Orb.

Rosalina viennensis d'Orb.

Polystomella crispa

n

Polymmphina

b.

i'

f e r e

p:/

n

ibr
ary

i

iod
ive

Eotalia Ackneriana d'O

m

o r a

htt

F

/w

ww
.

bio
d

Auch

Bronn.



leptostoma

ßeuss.

ay

tM

ity
,E

ers

u

s s.

Eeuss.
rva

rd

Cellaria Michelini

the

Ha

Eeus

Idmonea

L m k.
Goldf

cancellata
disticha

Ceriopora

.

.

.

.

Eschara

.

.

.

?

.

Goldf.

?

Cladocora caespitosa

s.

Eeuss.

Lmk.

by

Vincularia cucullata

Itetepora cellulosa


u s s.

Un
iv

E, e

E. e

rns

Vaginopora polystigma
Ceriopora globidus

rL
ibr
ary



globularis

Dig

itis

ed

Hornora lEaueri d'Orb.

Entomostraceen:

Eeuss.
con-H^ffto Eeuss.
trigonella Eeuss.

Cythere deformis

,.

r,

punctaAa

v.

Münst.

Eeuss.
Ausserdem noch Zähne von Sphyrna


Cythere punctatella

Eeuss.

9

Bairdia subdeltoidea

v.

Münst.

compressa

v.

j\I

Cytlierella

hastata

serrata v.

Münst

ü

ns

t.


Fr a n z Ung e r.

32

Von Wiclitigkeit

noch, dieNiveauverliältnisse der beiden bisher betrachteten Leitha-

ist es

kalkformen, deren erstere wir Korallenkalk, letztere Nvilliporen- oder Pflanzenkalk nennen
wollen, kennen zu lernen. Eine auf sorgfältige Messungen und geognostische Detailuntersu-

chungen basirte graphische Darstellung mag

dies erläutern.
St. Nikolai.

o n o c

li

li

i

e f e r.

bio

T

Kalk
Gneis
Mergel und haudstciu

log

iez
en

tru

m.
at

Ottersbach.

Mergel und Sandstein.

I

"Wcisscneck.

^N'ildon.

Murthal.

I

j

ww
.

bio
d

;

ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

Freibübel. Buchkogel

Lasnitzthal.

org
/; w

ww
.

Korallenkalk.

/w

Tliouscliiefer.

Ausdehnung
ibr
ary

daraus, dass der Korallenkalk sowohl an

als

an Mächtigkeit dem

eL

Wir sehen

Mergel und Sandstein.

Nulliporeukalk.

htt

p:/

Nulliporenkalk.

Mergel und Sandstein.

iod
ive

rsi
t

yH
eri
tag

NuUiporenkalke bei weitem nachsteht. "Wir sehen aber auch, dass ersterer sich lange nicht so
bedeutend über das Niveau des Meeres erhebt als dieser. Da beide während ihrer Bildung
ist,

dass sie unter

Th
eB

das Vorhandensein des Meeres voraussetzen, da es ferner wahrscheinlich
rom

vmgefähr gleichen Niveauverhältnissen des Wasserspiegels abgesetzt wurden, so müssen noth-

den Lagerungsverhältnissen vorgegangen

sein, seit sich diese

ow
nlo
a

in

df

Kalke
Lage der Schichten des NuUiporenkalkes spricht offenbar dafür.
Es kann nur die Frage entstehen, welcherlei Nieveauveränderungen und zu welcher Zeit dieselben vorgegangen sein mögen. Vielleicht helfen uns nachstehende Betrachtungen, der Lösung
dieser Frage näher zu kommen.
wendig Veränderungen

Ca

mb

rid
ge
,

MA

); O
rig
i

na

lD

gebildet haben. Die geneigte

log

y(

Zuerst wollen wir untersuchen, ob wir wenigstens in der erstem
ist

durch Ch. Darwin*) ausser Zweifel gesetzt

Bildung eines Korallenriffes keiner submarinen Vulcane
ara
t

es zur

des Leithakalkes

bedai'f,

sondern

mp

worden, dass

Es

ive

Zo
o

eine wirkliche Riffbildung vor uns haben.

Form

Leben gewisser Thierformen zu
an den Rändern einen zum Anbaue der Korallen tauglichen Boden

unterhalten vermögen

se
u

m

of

Co

dass jeder Continent, jede Insel unter Umständen, welche das
Mu

,

of

the

abgeben kann.

rL
ibr
ary

Die Grösse und verticale Ausdehnung der Eiffe

,

so

wie ihre secundäre Form

Phänomenen abhängig, worunter das Sinken

aller-

des Bodens sich als das

rns

tM

ay

dings von geologischen

ist

ity
,E

wirksamste beweist (Südseeinseln

u.

s.

w.).

Un
iv

ers

Zahlreiche Beobachtungen an den Korallenriffen haben ferner gezeigt, dass, obgleich

Zoophyten

Motoren der Bildung derselben sind, dennoch auch andere
Thierformen, namentlich Schalthiere, Echinoiden, Fische u. s. w. mit ihren nach dem Tode
the

Ha

rva

rd

die hauptsächlichsten

itis

ed

by

zurückbleibenden kalkigen Gerüsten und Knochen einen zur Vergrösserung derselben nicht
Dig

unansehnlichen Beitrag

liefei'n.

Aber auch unter den Zoophyten sind

es vorzüglich

nur jene Gattungen, welche durch ihr

Familienleben zu einer namhaften Ausdehnung gelangen und grössere Kalkmassen hervorzu-

bringen im Stande sind.

Zu jenen, welche

gehörcu die Gattungen Meandrina

')

The

,

beim Riffbaue als besonders wirksam erweisen,
GarijophylUa, Astraea und Mülepora. Wäln-end diese die

structurp and distiibution of (Joral Rcefs.

sich

London 1842.


33

Beiträge zur näheren Kenntniss des Leithakalkes.

und gleich den Torfjiflanzen fortwährend über ihre todten Leibeineu und in organischer Verbindung mit diesen fortwachsen, stellen sich auch bald kleine, kalkersten Ansatzpunkte bilden

absondernde Zoophyten, eine Menge Schalthiere, Echiniten, Crustaceen

u.

s.

w. ein, die auf

solcher Unterlage einen ausserordentlich passenden Boden für ihre Entwickelung finden. So

dass der von den Korallenthieren begonnene und von denselben fortgesetzte

wesentlich durch das Leben anderer Thiere gefördert und unterstützt wird.

Bau

m.
at

es,

— und nur unter solchen Umständen gedeihen
iez
en

tru

geschieht

log

Bei der beständigen Brandung- des Wassers

bio

den Boden angehefteten Zoophyten durch hinlängliche Zufuhr an Nahrung am besten
es nicht anders kommen, als dass die beweglichen Residuen der Thiere zei'brochen,
ww
.

die an

ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

org
/; w

— kann

und abgerollt werden, und sich bei diesen mechanischen Vorgängen der Verkleinerung auch das Bindemittel in dem dadurch entstandenen Kalksande erzeugt, womit alle losen
sowohl als feststehenden todten wie lebendigen Körper unter einander verbunden und zu einem
/w

ww
.

bio
d

verkleinert

ow
nlo
a

df

rom

Th
eB

iod
ive

rsi
t

yH
eri
tag

eL

ibr
ary

htt

p:/

mehr oder minder festen Gesteine vereiniget werden.
Aber auch von dem schon gebildeten Korallenkalksteine werden durch Wogen Trümmer wieder losgerissen, durch dieselben emporgehoben und auf solche Weise das Biff erhöht. Wirkt auf
einen solchen theilweise selbst über das Meeresniveau emporsteigenden Boden die Sonnenhitze
ein, so entstehen in dem weichen Gesteine Klüftungen und Risse in ähnlicher Art, wie wir sie
durch dieselbe Kraft an unseren ausgetrockneten Thon- und Mergelboden wahrnehmen. Erst
jetzt ist das Korallenriff geeignet, auch lebenden Landpflanzen und Thieren zum Aufenthalte zu
lD

dienen.

Untersuchungen Ch.

Darwins
na

vortrefflichen

); O
rig
i

Aus den

geht aber auch hervor,

Formen und

Alter-

rid
ge
,

MA

geologisch noch so verschiedenen Korallenriffbildungen nur verschiedene

dass alle

,

d.

i.

mb

stufen der Riffbildung überhaupt darstellen. Zuerst entstehen Strandriffe (Fn'ngincj reefs)

umsäumen. Viele Riffe
Unter günstigen Umständen können jedoch diese Strandive

Zo
o

bleiben auf dieser Bildungsstufe stehen.

gehen, das sind solche

welche

erst in einer kleinen

oder Canalriffe (Barrier

Entfernung

vom

reefs) über-

Festlande oder den

of

Riffe,

Damm-

mp

ara
t

durch fortwährendes Sinken des Bodens in
Co

riffe

sie

log

y(

Ca

Korallenbänke, die sich unmittelbar an die Küste anschliessen und

rL
ibr
ary

of

the

Mu

se
u

m

Inseln den Küstensaum begleiten, und daher zwischen sich und dem Lande einen vom Meere
erflülten, meist seichten Canal bilden. Endlich geht bei Verschwinden des Landes (Insel) da;^
Riff in einen ringförmigen Wall über, der eine Lagune einschliesst. Dies sind dann Ringriffe,

rns

tM

ay

Atolls (Lagoon islands).

Anbau und Ausbildung der Korallenriffe findet man
immerhin auftritt und welche Ausdehnung er hat, mehr oder

Leithakalke,

wo

derselbe
ers

am

Un
iv

auch

ity
,E

Alle diese Eigenthümlichkeiten in

rva

rd

minder deutlich ausgesprochen.
Ha

oben betrachteten Formen desselben eine wahre Riff'bildung

erste der

ist

the

Dass die

,

geht

itis

ed

by

aus den, es fast ausschliesslich zusammensetzenden Korallen hervor; ferner aus der Art und
Dig

Weise des Anbaues derselben und aus den allgemeinen Lagerungsverhältnissen zum Festlande.
Das Sausalgebirge in Steiermark scheint in der vom Hochgebirge umgebenen Bucht eine ganz
besonders günstig gelegene Insel gewesen zu sein,

wo den

Korallenthieren durch Sti'ömung

und Brandung hinlängliche Nahrung zugeführt wurde. Eine andere Frage

ist es,

ob auch die

zweite Facies des Leithakalkes, der NuUijJorenkalk, als eine Riffbildung angesehen werden

müsse. Ich zweifle keineswegs daran, und zwar aus folgenden (rründcn. Erstlich

ist

zwar, dass der eine ohne Korallen, der
I>enkschriften der mathem--naturw. CI.

W\

.

Ud.

es klar,

dem Korallenkalke zusammenhängt, so
andere ohne Bestandtheile von Nulliporen kaum irgend

dass der Nulliporenkalk in vielfacher Beziehung mit

"^


Franz Unger.

34

wo

Es

o-efunden wird.

voraus.

setzt dies gleiche

Der zweite Grund

oder doch wenigstens nahezu gleiche Bildungsursachen

den Lagerungsverhältnissen, welche durchaus nicht von

liegt in

wahrgenommen haben. Dieselbe

jenen abweichen, die wir bei der eigentlichen Korallenfacies

Umsäumung

des Festlandes und kleinerer Inseln des Tertiärmeeres, dieselbe Küstenbildung

vom Festlande

iez
en

tru

m.
at

durch Beimischung von Schalthierresten haben wir hier wie dort. Dass hier eine Schichtung
auftritt mit kleinen thonigen und mergeligen Zwischenlagen, mag seinen Grund in den Schlamm-

Meer gelangende Ströme
oder durch Aufwühlung des Meeresgrundes in Folge grosser Stürme stattfanden und periodisch
bio

log

ins

ist

man

eigentlich

noch vielmehr

als

ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

wied/ rkehrten. In der Nulliporenfacies

org
/; w

ww
.

ergiessungen haben, welche durch angeschwollene,

an der Korallen-

im Stande, Ähnlichkeiten mit der dermaligen Riffbildung heraus zu finden. In der That
bin ich im Besitze mehrerer Stücke dieses Kalkes, woran man, wie bei dem heutigen Riffkalke,
die Spuren seines einstigen sandigen und weichen Zustandes imd die durch die Sonne bewirkten
Zerklüftunaren und sich kreuzenden oberflächlichen Risse zu erkennen im Stande ist.
Das Seltsame und Widersprechende liegt eigentlich nur darin dass der Nulliporenkalk
für ein Pflanzen- und nicht für ein Thierproduct angesehen werden muss, wofür wir in der
ibr
ary

htt

p:/

/w

ww
.

bio
d

facies

genommen

rsi
t

keine Analogie besitzen.
iod
ive

heutigen Welt streng

Anwesenheit von Lithophyllum- und Lithothamniumarten

stattfinden

mag, und die-

df

gleichzeitige

Th
eB

wir aber bedenken, dass vielleicht keine einzige dermalige Korallenriffbildung ohne
rom

Wenn

yH
eri
tag

eL

,

ow
nlo
a

selben daher immerhin irgend einen Antheil an der Rift'bildung haben, was unserer genaueren

MA

); O
rig
i

na

lD

Beobachtung bisher nur entgangen ist, so hätte eigentlich nur das vorwaltende Auftreten dieser
Steinalgen zur Bildung von Riffen etwas Ausserordentliches.

m

of

der Richtigkeit des bisher über die Natur des Leithakalkes Auseinandergesetzten
se
u

Von

Co

mp

ara
t

ive

Zo
o

log

y(

Ca

mb

rid
ge
,

Doch wer wird es in Abrede stellen wollen, dass eben diese Eigenthümlichkeiten in den
Umständen der damaligen Zeit ihren Grund haben konnten.
Von der dritten Form des Leithakalkes, der sandigen Form, mag wohl dasselbe gelten, um
so mehr, als dieselbe sich immer nur den eigentlichen Nulliporenfacies anschliesst, und eigentlich nur als dessen Hemmungs- oder Schlussformation anzusehen ist.

the

Mu

ausgehend, lassen sich nun einige nicht uninteressante geologische Folgerungen ziehen.
rL
ibr
ary

of

Bekanntlieh gibt es dermalen Korallenriffe vorzüglich nur unter den Tropen.

Die nörd-

und ausnahmsweise an den
Bermuda-Inseln bis 32" 15 nördl. Breite In der südlichen Hemisphäre sind die Houtmans Abrolhos
20" C. und
unter 29" südl. Breite die äussersten. Dies setzt eine Temperatur des Meeres von 19
im rothen Meere reichen nur

bis 30" nördl. Breite

rns

tM

ay

lichsten Riffe

ers

ity
,E



rd

Un
iv

der Luft von 25" C. voraus.

Dig

itis

ed

by

the

Ha

rva

Suchen wir nach der dermaligen Istherme von 25" C, so sehen wir dieselbe das nordwestliche und das ganze nördliche Stück von Afrika bis Ober - Ägypten umfassen, durch das
nördliche Arabien und Persien ziehen, und im Norden von Vorder- und Hinterindien südlich
von Canton und das chinesische Meer die Insel Luzon berühren Mexico quer durchschneiden
und fast den ganzen Meerbusen mit Florida umschliessen. Es muss also zur Zeit der Riffbildung
,

in unseren tertiären

Nähe

Becken

ein

Klima geherrscht haben

,

wie wir es gegenwärtig nur in der

der Wendelcreise finden.

Allerdings findet dieses an

dem Charakter

der tertiären Flora und Fauna des Festlandes,

welches das damalige Binnenmeer umgab, vollkommene Bestätigung.

Palmen und andere tropische Gewächse

bereits grösstentlieils

Wenn

auch aus jener die

verschwanden,

als die

Bildung

jener Riffe vor sieh ging, so behielt die Meeresfauna immerhin noch jene Eigenthümlichkeiten bei.


Beiträge zur näheren Kennt niss des Leitluikalkes.
die sie

35

im Ganzen zu einer von der dernialigen Mittelmcerfauna wesentlich verschiedenen

machen.

Es kann der Grund davon nur darin zu

suclien sein, dass jene

Verbindungen, wclelicder

pannonische Biimensee mit den erwärmten Wässern des indischen Meeres
Zeit hindurch,

Klima

das

als

Gegenden

dieser

liatte

noch längere

sich schon merklieh abkühlte, unterhalten

dem Umstände,

dass

und

47.

-18.

Grad nördl. Breite

fortsetzte.

Es

bio

zum

lässt sich sogar aus

ww
.

abschloss, sondern sich bis

log

iez
en

finden es dadurch sehr erklärlich, dass die Riffbildung nicht an der Meerenge von Suez

am

westlichen Theile des pannonischen Meeres die Leithakalki'ifi'bildungen

ausgedehnter und mächtiger sind

org
/; w

Wir

tru

m.
at

wurden.

im nördlichen und östlichen Theile, der Sc'.iluss
ziehen, dass dieSti-ömung des aus dem indischen Meere kommenden warmen Meerwassers ihre
vorherrschende Eichtung von Westen in Osten hatte.
ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

als

/w

scheint mir jedoch bei allen dem, dass die eigentliche Korallenkalkbildung nicht lange
htt

p:/

Es

ww
.

bio
d

viel

ibr
ary

bestanden und weniger durch Niveauveränderungen, die sicherlich auch etwas dazu beigetra-

durch die Erniedrigung der Temperatur des Wassers ihre Beschränkung
gefunden zu haben, während die Vegetation der submarinen kalkbildenden Wiesen noch lange
eL

als

Form

erklärt sich dadurch

iod
ive

die Riffbildung in der zweiten

fortsetzte.

die scheinbare Unregelmässigkeit, die wir allenthalben in der
rom

Es

und dadurch

Th
eB

fortdauerte,

rsi
t

yH
eri
tag

gen haben mögen,

wenn wir

sie

mit den

ow
nlo
a

df

Construction und Vertheilung der Leithakalkmassen antreffen, und die,

); O
rig
i

na

lD

gegenwärtig vor sich gehenden Riffbildungen vergleichen, nicht ganz und gar zusammenstimmen wollen. Wie dem auch sei, so viel ist indess gewiss dass die Nulliporen oder Steinalgen
,

Zone genannt werden können, die ihr Spiel an den
von warmen Strömungen heimgesuchten scandinavischen Küsten noch jetzt forttreiben, ja
vielleicht bis in die kalte Zone Grönlands fortsetzen, und so die Herrlichkeit des Lebens im
tiefen Meeresgrunde verbergend, für kommende Geschlechter und für neue Epochen der WeltZo
o

log

y(

Ca

mb

rid
ge
,

MA

die eigentlichen Rifi'bildcr der gemässigten

Dig

itis

ed

by

the

Ha

rva

rd

Un
iv

ers

ity
,E

rns

tM

ay

rL
ibr
ary

of

the

Mu

se
u

m

of

Co

mp

ara
t

ive

geschichte bewahren.


Franz

XJnfjer.

ww
.

bio

log

iez
en

tru

m.
at

36

NCxEN.
ive
rsi
tyl
ibr
ary
.

TAFEL

org
/; w

ERKLÄRUNG DER ABBILDl

1.

Ein

Stiiclv

des Siisswasserkalkes von Strassgang bei Grüt/,

und siebenzelmtelnial

ein

.

iod
ive

:

d eine Conchylie.
2.

Ein Stück desselben Süsswasserkalkes in gleicher Vergrösserung:

Fig.

3.

Eini'

rom

Fig.

ow
nlo
a

lD

mal starke Vergrösserung des nämlichen Querschnittes:
); O
rig
i

na

a centraler Geiasskörper
innerer lockerer Rinde;

Rinde der Wurzel.

rid
ge
,

c äussere feste

MA

h

df

a mit dem Wurzelrest von Arundo Göpperti Heer.
i^J.,

Ein anderer Querschnitt einer Wurzel von Arundo Göpperti eben so vergrossert. Bezeichnung dieselbe.

Fig.

.').

Stück des Süsswasserkalkes von Strassgang mit dem Blattstiel von Nymphoea Blandiiske faj. Vergrösserung

Fig.

(>.

Fig.

7.

u. 8.

Fig.

9.

Querschnitt des Blattstieles von JSfymphcea alba. Vergrösserung

y(

Ca

mb

Fig.

4.

mal vergrossert.
log

Der Querschnitt desselben

ive
ara
t

i'/o, letzterer 2^/.,

of

Co

mal vergrossert.

mal.
2^/.,

mal.

se
u

m

von Ntjnqjitma Blandusice. Vergrösserung
Mu

Arundo Donax am Grunde

in 5

rL
ibr
ary

of

Querschnitt einer Wurzel von

Fig. 13. Quei'schnitt einer älteren

Wurzel derselben Pflanze
tM

ay

Fig. 14. Querschnitt einer Quarzversteinerung aus

rns

Arundo Oüpperti

dem

maUger Vergrösserung.

in 41/2 nialiger Vergrösserung.

königl. Mineralien-Cabinete in Berlin.

Naturgrösse.

Es

stellt

eine

Anhäufung

dar.

ity
,E

der Wurzeln von

2^/.,

unbestimmbaren Frucht in natürlicher Grösse aus dem Süsswasserkalke von Strassgang.
the

Flg. 11. Querschnitt einer

1-7 njal.

unterscheidet Rinde, Parencliym und die in letzteren belind-

mp

Querschnitte des Blattstieles derselben Pflanze, ersterer

Fig. 10. Querschnitt des Blattstieles

12.

Man

Zo
o

Blattstieles 4V.j

lichen Luftcanälc.

I'^ig.

er-

rsi
t

;

von Nijmp/iwa Blandnsue

an der Oberfliiehe

Th
eB

c Blattstielrest

Heer;

Giipperli

liie

yH
eri
tag

weniger gut erhalten

h dasselbe?

um

eL

seheinenden organischen Reste besser zu erkennen.

a Rest von der Wurzel des Arumio

veigrb'süert

ibr
ary

Fig.

htt

p:/

/w

ww
.

bio
d

I.

l.^i.

Der Querschnitt Einer solchen Wurzel des vorher bezeichneten Stückes. Vergrösserung ömal

Fig.

l(i.

Der innere Theil der Wurzel von

Fig. lü.

100 mal vergössert. Man erkennt nun:

rva

rd

a den Markkörper,

Un
iv

ers

Fig.

c,

the

Ha

bh den Gefässkörper mit den grossen weiten Spiralgefässen

den lockeren Rindenkörper von luftführenden Lücken durchsetzt.

P'ig.

17.

Dig

itis

e

ed

by

d den dichteren und

Querschnitt des unteren Theiles eines Stammes von

Arimdo Göpperti aus Aem Süsswassertjuarze von Hlinik

in

Ungarn

:

a der dichtere äussere Holztheil
b der innere lockere Holztheil, welcher die

cc Adventivwurzeln

Lücke umgibt

im Hervorgehen aus dem Stamme, der Länge nach

getroff'en

;

dd dessgleichen Advenlivwurzeln quer durchschnitten.
Fig. 18.

Ein zu dem vorigen Stucke gehöriger Theil

— mit einem etwas schief getroffenen

oberen Ende eines Stammes derselbenPflanze.

Vergrösserung in beiden letzteren das 3fache.
Fig. 19.

Ohara JiolUiVng. von der Seite gesehen,

Fig. 20.

Die Basis derselben Charafrucht von Thal bei Grätz.

Fig. 21.

Zwei Windungen besonders dargestellt in einer Vergrösserung von 4bmal der Natur.

in 24maliger Vergrösserung.


37

Beiträge, zur nlÜceren Ke>ufftiif>s tfes LeitlKtknlken.

TAFEL
Vis-

1-

Querscbnitt eines ungefähr fingerlangen Schilfhalmstückes

Vis-

'-

Ein kleiner Theil dieses Schilfrohres lÜOmal vergrössert.

II.

;ius tleni kais.

Huf. Mineiiilien-Cabinete in Wien. Fumluit unlickiinnt.

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ßüpper^i heraus:
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.

an die Lufthöhle stossender Theil

einzelne Gcfässbündel, an welchen die zarten Cambiumzellen grösstentlieils /erstört sind.

dem

gleichen Theile von

Arundo Donax L. mit 3

Fig.

3.

Querschnitt aus

Fig.

4.

Ein Spiralgefäss, aus diesem Gefässbiindcl

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stellt sich als vliviHrfo

Geliissbündel.

in IGöraaliger Vergrösserung.

Anmdo Vonax

von Innen gesehen. Vergrösserueg 590mal

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.

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c innerer

Es

Kinnenijarenchym

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dichteres, b lockeres

tru

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Natürl. Grösse.

5.

Ein netzförmiges Gefäss von

().

Ein eben solches Gefäss von aussen mit daran befindlichen auf dasselbe senkrecht stehenden Zelhviinden der nachbarlichen

Fig.

7.

Ebenfalls ein Gefäss von daher.

Fig.

8,

9,

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Vergrösserung 590mal.

18. Spiralgefässe aus einer

17,

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ary

13, 14,

Braunkohle mit Planorhen von Rein bei Grätz,

Gehören höchst wahrscheinlich Arundo GSpperii

an.

Aus derselben Braunkohle.
Aus einer Braunkohle mit Planorben von der Mantscha hei Strassgang. Vermuthlich auch Arundo Göpperti.
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16.

Fig. 19, 20.

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ein nicht bestimmbares Nailelliolz.

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a

Aus der Braunkohle von Rein.

Unbestimmbares Nadelholz. Vergrösserung

Glanzkohle von Pols in Steiermark.

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Braunkohle von Voitsberg.

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Sclüuss dreier Jahresringe

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,

bildender Zellen:

Harzgang.

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l.'iOmal

erkennt noch die dickwandigeren
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Fig. 27. Querschnitt einer dichten

na

Fig. 26. aus einer

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Aus einer Faserkohle und

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25.

Fig. 24,

der Braimkohle von Mantscha.

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Fig. 22, 23.

Vergrösse-

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rung 2ö0mal.
Fig. 21.

in SOOinaliger Ver-

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grösserung.

12,

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10, 11,

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Vergrösserung 590mal.

Zellen.

Fig. 15,

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.

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Fig.

Fig.

Fig.

2,

Thuioxylon hltnikiamim Ung.

3.

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1.

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TAFEL m.

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Querschnitt durch einen Jahresring geführt.
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1

Längenschnitt parallel der Rinde mit einem Harzgang.

3.

Längenschnitt parallel den Markstrahlen.
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ary

2.

Ung. Quer- und

tangentaler Längenschnitt.

4,

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6,

7.

Beiulinium stagnigenum Ung., von Tuchorzic in Böhmen.

Fig.

.S,

9.

10. Ä/jpjpstoM!»

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P"ig.

Fig.

Beide Schnitte äludicli den früheren.

bei Gratz.

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met^MHam Ung., vom Thale

Querschnitt des Stammes.

9.

Längenschnitt parallel der Rinde.
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8.

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Längenschnitt parallel den Markstrahien.

Dig

itis

ed

by

10.

TAFEL
Fig.

1



3.

rV.

Peuce minor Ung., aus dem Kaisersteinbruche des Leithagebirges.
1.

Querschnitt. 2. Längenschnitt parallel der Rinde. 3. Längenschnitt par.illel den Markstrahlen.

dem

Fig.

4,

5.

iZaMen'a «^«naea Ung., aus

Fig.

6.

7.

Hauaria americana Ung., aus Papantla
6.

Kaisersteinbruch des Leithagebirges.
in

Mexico.

Querschnitt des Stammes. 7 Längenschnitt parallel der Rinde.

4. Qiicrsclinitt. 5.

Längenschnitt parallel der Rinde.


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