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Spixiana 2005

SPIXIAIUA
Zeitschrift für

SPIXIANA



Band 28



Heft 1



1-96



Zoologie


München,

Ol.

März 2005



ISSN

0341-8391


SPIXIAIUA
ZEITSCHRIFT FÜR ZOOLOGIE
herausgegeben von der

ZOOLOGISCHEN STAATSSAMMLUNG MÜNCHEN
SPIXIANA
in

bringt Originalarbeiten aus dem Gesamtgebiet der Zoologischen Systematik mit Schwerpunkten
Morphologie, Phylogenie, Tiergeographie und Ökologie. Manuskripte werden in Deutsch,
Englisch oder Französisch angenommen. Pro Jahr erscheint ein Band zu drei Heften.
Umfangreiche Beiträge können in Supplementbänden herausgegeben werden.

SPIXIANA publishes original papers on Zoological Systematics, with emphasis on Morphology, Phylogeny,
Zoogeography and Ecology. Manuscripts will be accepted in German, English or French. A volume of three
issues will be published annually. Extensive contributions may be edited in Supplement volumes.
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Spixiana Zeitschrift für Zoologie / hrsg. von der
Zoologischen Staatssammlung München. - München
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Pfeil.

von der Zoologischen
Staatssammlung, München. - Aufnahme nach Bd. 16, H. 1 (1993)
ISSN 0341-8391
Erscheint jährlich dreimal.

-

Früher

verl.

Bd. 16, H. 1 (1993)Verl. -Wechsel-Anzeige

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2005 by Verlag

Dr. Friedrich Pfeil,

München

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SPIXIANA


Abb. 2. Cerebratulus marginatus Renier, 1804: Querschnitt
durch die Praeseptalregion, auf Höhe der Öffnung des
Rhynchodaeums. Maßstab: 0,1 mm. dk: Dorsalkommissur des Gefäßsystems; >fc: Öffnung des Rhynchodaeums; T: praeseptaler Zentralzylinder.

Abb. 1. Cerebratulus aracaensis Senz, 1997: Querschnitt
durch die Praeseptalregion, auf Höhe des Eindringens
des Rhynchodaeums in den Zentralzylinder. Maßstab:
0,1mm. lg: Lateralgefäß; >fc: Rhynchodaeum; T: praeseptaler Zentralzylinder.

EV

4285 (Körperlänge wenige cm) liegen in der
Kopfspitze drei Frontalorgan-Gruben. Dahinter tritt
das Vorderende der Dorsalkommissur des Gefäß-

systems auf, die von einem sehr schwachen Zentralzylinder umgeben ist; vor allem ist dessen dorsaler
Bogen vorhanden. Wiederum knapp dahinter beginnt die Öffnung des Rhynchodaeums (Abb. 2).

Cerebratulus roseus (Delle Chiaje, 1841): Querdurch die Praeseptalregion, auf Höhe der Öffnung
des Rhynchodaeums. Maßstab: 0,1 mm. dk: Dorsalkommissur des Gefäßsystems; ^ Öffnung des Rhynchodaeums.

Abb.

3.

schnitt

:

Dieses steigt kontinuierlich gegen den Zentralzylinder auf, von dessen ventrolateralen Teilen es nach
hinten zu medioventrad umgriffen wird. In

NHMW-

(Körperlänge über 10 cm) liegt in der
Kopfspitze ein senkrechter Spalt. Dieser nimmt die
drei Frontalorgan-Gruben auf. Dahinter liegt die
Öffnung des Rhynchodaeums, die nach hinten zu

Rhynchodaeums

in eine furchenartige Struktur ausläuft; eine ähnliche

chodaeum ventrad umgreifend.

EV 5224/3268

Struktur

tritt

auch in

NHMW-EV 4285 auf.

befindet sich das Vorderende der
Dorsalkommissur des Gefäßsystems (Abb. 3). Erst

mit

dem

Auftreten dieser Struktur entwickelt sich

ein typisch ausgebildeter Zentralzylinder, das

Cerebratulus sp.

NHMW-EV 3989:

Rhyn-

In der Kopf-

Cerebratulus roseus (Delle Chiaje, 1841): In der

spitze befinden sich drei Frontalorgan-Gruben. Sie

Kopfspitze liegen die drei Frontalorgan-Gruben. Ein

sind über eine ventrale Furche miteinander verbunden. Die Rhynchodealöffnung liegt signifikant

senkrechter Spalt, wie in C. marginatus

NHMW-EV

5224/3268, ist mit ihnen nicht assoziiert. Hinter den
Gruben beginnt die Rhynchodealöffnung. Oberhalb
dieser liegen einige Muskelfasern; das Vorderende

des Zentralzylinders. Auf

Höhe

der Öffnung des

hinter der Kopfspitze.

Anders

als in C. roseus dringt

das aufsteigende Rhynchodaeum in einen bereits
gut entwickelten Zentralzylinder ein (Abb. 4). Eine
Diskontinuität (wie in C. aracaensis)

fehlt.


:

.-,'A *•£

Abb. 4. Cerebratulus sp. NHMW-EV 3989: Querschnitt
durch die Praeseptalregion, auf Höhe des Eindringens
des Rhynchodaeums in den Zentralzylinder. Maßstab:
0,1 mm. dk: Dorsalkommissur des Gefäßsystems;
^ Rhynchodaeum; T: praeseptaler Zentralzylinder.
:

Eitborlasia sp.

NHMW-EV

17022/3984:

An

der

Kopfspitze befindet sich eine horizontale Furche, die
seitlich in die

Vorderenden der lateralen Kopfspalten

Abb.

5.

Euborlasia sp.

NHMW-EV

3984: Querschnitt

v

durch die Praeseptalre gion, auf Höhe des Vorderendes
des Gefäßsystems. Maßstab: 0,1 mm. zz: praeseptaler
Zentralzylinder;

>fc

:

Rhynchodaeum;

Y:

Gefäßast.

übergeht; diese Verbindung endet nach hinten zu,

womit

alleine die

mediane Furche

als solche bleibt.

Lineus nipponensis Senz, 2001: In der Kopfspitze

Diese geht posteriad in einen senkrechten Spalt über.
Dieser erfährt sogleich eine deutliche Verengung,

liegt eine große, furchenartige

mit der das Vorderende des Zentralzylinders räumlich korreliert. Hier tritt auch das Vorderende des
Gefäßsystems auf (Abb. 5). Nach hinten zu erweitert
sich der Kanal, er ist das Vorderende des Rhynchodaeums, womit eine Verstärkung des ihn umgeben-

zieht ein depresser Kanal nach hinten.

den Zentralzylinders einhergeht.
Lineus fischeri Senz, 1997: In der

Kopfspitze liegt

eine kleine, medioventrale Furche. Sie

nimmt

die

Nach hinten zu tritt
oberhalb dieser Furche das Vorderende des Zentraldrei Frontalorgan-Gruben auf.

Form seines dorsomedianen MusKnapp dahinter wird die Furche tiefer

zylinders auf, in

kelbogens.

und der Muskelbogen wächst ventrad aus, wie auch
zwischen Furche und Muskelbogen das Vorderende
des Gefäßsystems auftritt. Aus der Vertiefung der
Furche geht posteriad kontinuierlich das Rhynchodaeum hervor. Dieses wird medioventrad von dem
Zentralzylinder umwachsen.
Lineus sp.

In der Kopf-

mediane Furche, die

nach hinten zu in einen ebenfalls relativ großen,
depressen Kanal übergeht. An seinem Hinterende
erfährt dieser eine deutliche Verengung. Dies ist das
Vorderende des zur Rüsselinsertion ziehenden Ab-

Von

An

dieser

seinem

Hinterende weist dieser Kanal eine deutliche Verengung auf, von welcher der weitere praeseptale
Abschnitt des Rüsselapparates nach hinten zieht
(Senz 2001 Abb. 1 ). Hinter der Verengung entwickelt
sich das Gefäßsystem und der Zentralzylinder. Dies
:

ist

sehr ähnlich den Verhältnissen in Lineus sp.

NHMW-EV 17032/3998. Der vordere Kanalabschnitt
ist aber umfangreicher als in NHMW-EV 17032/3998
entwickelt

und

die Diskontinuität zu

dem

hinteren

Abschnitt daher stärker ausgeprägt. Zudem tritt
insbesondere im Bereich des vorderen Kanalabschnittes eine eigentümliche Ringmuskulatur in der

äußeren Längsmuskelschicht auf, die von keiner
anderen Heteronemertinenart bekannt ist (vgl. Senz
2001).

(Schmarda, 1859): Ähnlich
NHMW-EV 17032/
3998 ausgebildet; der anteriore, depresse Kanalabschnitt - er nimmt die drei Frontalorgan-Gruben auf
- ist aber kleiner und der Übergang zu dem dahinter liegenden Abschnitt daher wesentlich kontinuLineopsella trilineata

den Verhältnissen

NHMW-EV 17032/3998:

spitze liegt eine relativ große,

Bildung.

in Lineus sp.

ierlicher.

Cerebratulus niveus (Punnett, 1903): In

NHMW-

schnittes des preseptalen Teiles des Rüsselapparates.

EV 3493, einem relativ

Knapp

1993b), liegt im vordersten Preseptalbereich eine
mediane Furche, die seitlich offene Verbindungen
mit den lateralen Kopfspalten besitzt. Nach hinten

hinter besagter Einengung entwickelt sich
der Zentralzylinder. Auf gleicher Höhe befindet sich

das Vorderende des Gefäßsystemes.

kleinen Exemplar (vgl. Senz


entwickelten Zentralzylinder umgeben ist. Erst
deutlich hinter der Kopfspitze zweigt das Rhynchodaeum aus der Ventralfurche ab. Es steigt sogleich
gegen den Zentralzylinder auf. Mit der Abzweigung
des Rhynchodaeums endet die Ventralfurche. (In
M. rovinjensis NHMW-EV 3243 reicht eine furchenartige Bildung knapp über besagte Abzweigung
hinaus. Hierbei handelt es sich aber um eine kontraktionsbedingte Erscheinung; das Epithel der
furchenartigen Bildung unterscheidet sich nicht von
der umgebenden Epidermis.)
Mixolineus levitrontosus Senz, 1993: In

Abb.

6.

Valenänina hubrechti Senz, 2001: Querschnitt

durch die Praeseptalregion, auf Höhe unmittelbar vor
dem Rhynchodaeum. Maßstab: 0,1 mm. zm: zentraler
Muskelzapfen; T: Äste des Gefäßsystems.

liegt

kaum
zu geht diese Furche in einen Kanal über und verliert
dabei die Verbindung zu den lateralen Kopfspalten.
Von dessen Hinterende zweigt der zur Rüsselinsertion führende Abschnitt des preseptalen Kanals des
Rüsselapparates ab. Die Abzweigung ist diskontinuierlich. Vor ihr treten einige Fasern des Zentral-

dem Ende des
vorderen Kanalabschnittes befindet sich in direkter
Verlängerung von dessen Längsachse ein Muskelfasergeflecht. Dieses, wie auch der davor schon
gegebene Teil des Zentralzylinders, umwachsen
nach hinten zu den hinteren Kanalabschnitt zu einem
vollständigen Zentralzylinder. Jetzt erst tritt das
Vorderende des Gefäßsystems auf. NHMW-EV 3494
ist wesentlich größer als NHMW-EV 3493 (vgl. Senz
1993b). In diesem Tier ist der anteriore, depresse
Kanalabschnitt deutlich stärker entwickelt, wobei in
der Verlängerung seiner Längsachse wieder ein
Muskelfasergeflecht, einen Muskelzapfen darstellend, auftritt (vgl. Senz 1996a: Abb. 5). Der posteriore Kanalabschnitt besitzt nun keinen Kontakt mit
dem anterioren Kanalabschnitt, sondern mündet
zylinders auf. Unmittelbar hinter

deutlich hinter der Kopfspitze eigenständig ventral

dem Hochsteigen des
das Auswachsen der
ventrad gerichteten Äste des zentralen Muskelzapfens, dieser wird posteriad zum Zentralzylinder (vgl.
Senz 1996a: Abb. 4).
Micrura rovinjensis Senz, 1993: In der Kopfspitze
befinden sich drei Frontalorgan-Gruben; sie münden
voneinander getrennt aus. Unmittelbar hinter der
Kopfspitze liegt das Vorderende einer medioventralen Furche. Oberhalb dieser tritt die weit nach
vorne reichende Dorsalkommissur des Gefäßsystems
auf, die beinahe von Anfang an von einem schwach
aus.

Räumlich

korreliert mit

posterioren Abschnittes

ist

NHMW-EV

knapp hinter der Kopfspitze eine relativ
große Öffnung, von der posteriad das enge Rhynchodaeum abzweigt. Erst deutlich hinter dem Vorderende des Rhynchodaeums tritt der Zentralzylinder und das Gefäßsystem auf. In NHMW-EV 3260
ist das Vorliegen einer großen Öffnung des Rhynchodaeums aufgrund der Kontraktionsverhältnisse
3245

erkennbar.

Valencinina hubrechti Senz, 2001: In der Kopfspitze liegt eine große, buchtförmige Vertiefung.

Das

Rhynchodaeum weist hierzu keinen Kontakt auf. Es
beginnt unterhalb des Gehirns. Von hier zieht es
anteriodorsad zum Vorderrand des Gehirns (vgl.
Senz 2001: Abb. 1). In Folge dringt es gegen den
zentralen Muskelzapfen (siehe Abb. 6 für diese
Struktur) vor und biegt nach hinten um.
Valencinura bergendali Senz, 1996: Nahe der
Kopfspitze liegt eine sehr kleine ventromediane

Unabhängig hiervon befindet
Öffnung des Rhynchodaeums.

Vertiefung.

sich da-

hinter die

Sie ent-

spricht einer medioventralen Furche, die sich dorsad

Rhynchodaeum erweitert. Dieses dringt
ein, der sich auf der Höhe
des hochsteigenden Rhynchodaeums zur vollen
in das übrige
in

den Zentralzylinder

Stärke ausdifferenziert. Dies

gilt

insbesondere für

seinen ventralen Teil. Ein eigentliches Durchdringen

des Zentralzylinders unterbleibt daher. Innerhalb
des Zentralzylinders verläuft das Rhynchodaeum
zunächst ventral des im Zentralzylinder liegenden

Muskelzapfen (vgl. Senz 1996b: Abb.
Abb. 7 [als Valencinura sp.]).

1,

Senz 1996a:

Quasiutolineides mcintoshi Senz, 2001: In der

Kopfspitze

liegt eine relativ

große Öffnung, von der

ein vergleichsweise umfangreicher, dickwandiger

Von seinem Hinterende
dünnwandiger Kanal
nach hinten zur Rüsselinsertion. Auf Höhe des
Kanal nach hinten

zieht.

zieht ein zunächst sehr enger,

Vorderendes dieses Kanals liegt das Vorderende der
Dorsalkommissur des Gefäßsystems. Nach hinten
zu wird der Kanal deutlich weitlumiger und um ihn
und die Dorsalkommissur des Gefäßsystems entwickelt sich der Zentralzylinder.


und der Übergang

Diskussion

das Rhynchodaeum kontinuL. fischeri; die Ventralfurche
nimmt die Frontalorgan-Gruben auf. Ebenfalls klein
ist die Ventralfurche in C. aracaensis. Sie reicht nicht
bis unmittelbar an die Kopfspitze und der Übergang
in das Rhynchodaeum erfolgt diskontinuierlich, eine
Blindsackbildung des Rhynchodaeums beinhaltend.
ierlich.

Zunächst

zu unterscheiden zwischen der
Anatomie des vorderen Rhyncho-

gilt es

Variabilität der

dealbereiches innerhalb der Heteronemertinen,
Unterschiedlichkeiten aufgrund von Kontraktions-

erscheinungen und intraspezifischen Unterschieden
in Zusammenhang mit der Körpergröße. Kontraktionsbedingte Unterschiede werden im Ergebnisteil

in

Selbiges gilt für

NHMW-EV

17022/3984 ist die
Ventralfurche deutlich größer; der Übergang in das
In Euborlasia sp.

berichtet; sie betreffen vor allem das Auftreten fur-

Rhynchodaeum erfolgt kontinuierlich.
Aus einer derartigen größeren Ventralfurche

chenartiger Bildungen.

sind Übergänge zu einem anterioren Kanalbereich

für C. aracaensis,

M.

levitrontosus

und M.

rovinjensis

Intraspezifische Unterschiede, die mit der Kör-

des preseptalen Rüsselapparates festlegbar. In ein-

wenig differenzierter Ausprägung ist dies in

pergröße korrelieren, sind oben für C. marginatus
und C. niveus dargestellt. Senz (1993b) versteht die
Änderungen innerhalb von C. niveus - mit Vorbehalten - als Ergebnis einer postembryonalen Ent-

facher,

wicklung. Inwieweit die jeweiligen Ausbildungsfor-

Arten beginnt der Zentralzylinder erst hinter dem
anterioren Kanalabschnitt, der zudem deutlich umfangreicher ist als der posteriore Abschnitt, obgleich

men

funktionell mit

den entsprechenden absoluten

Körpergrößen korrelieren, ist gegenwärtig nicht
feststellbar. Betont sei, daß sowohl die anterio-mediane Furche in dem großen C. marginal us-Exemplar,
wie auch die umfangreiche anteriore Grube in dem
großen C. niveus-Exemplar Bildungen darstellen, die
auch von anderen Arten bekannt sind.
Damit kann auf die interspezifische Variabilität
geblickt werden. Die wesentlichen Variablen hierbei
sind die Lage der Rhynchodealöffnung entlang der
Längsachse des Preseptalbereiches, die Lagebeziehung zwischen der Rhynchodealöffnung und dem
Vorderende des Zentralzylinders, der Differenzierungsgrad des Mündungsbereiches sowie des Kanales des preseptalen Teiles des Rüsselapparates

und

die räumliche Beziehung zwischen

talorgan

dem

Fron-

und dem Rhynchodaeum.

Anatomisch läßt sich die hierbei auftretende
wie folgt ordnen: Der einfachste Fall ist,
daß das Rhynchodaeum nahe der Kopfspitze ausmündet, ohne daß im Mündungsbereich Differenzierungen auftreten, bzw. der Rhynchodealkanal in
Abschnitte zu untergliedern wäre; der Zentralzylinder beginnt sehr nahe der Rhynchodealöffnung. Eine
einfache Differenzierung dieses Zustandes ist die
buchtartige Erweiterung des Öffnungsbereiches,
ohne einer Rückwärtsverlagerung. Dies ist inM. levitrontosus gegeben. Das deutlich hinter dem Vorderende des Rhynchodaeums liegende Vorderende des
Zentralzylinders und des Gefäßsystemes sind weitere Abweichungen in dieser Art gegenüber dem
Variabilität

einfachen Zustand.

Weist die anterioterminale Bucht eine Längsaus-

dehnung auf, so tritt eine Medianfurche auf, in die
das Rhynchodaeum einmündet, wobei nun eine
Rückwärtsverlagerung der Rhynchodealöffnung
möglich ist. Dies ist beispielsweise bei M. rovinjensis
der Fall. Die Ventralfurche dieser Art ist relativ klein

Lineus sp.
ta

NHMW-EV 17032/3998 und in L. trilinea-

gegeben. In

nimmt der

L. trilineata

anteriore Ka-

nalabschnitt die Frontalorgan-Gruben auf. In beiden

furchenartig depress. In

L.

nipponensis

ist

die Dis-

kontinuität zwischen beiden Kanalabschnitten be-

sonders deutlich, bzw. der anteriore Abschnitt besonders groß. Zudem ist der Preseptalbereich des
anterioren Kanalabschnittes mit einer starken Ring-

muskulatur der äußeren Längsmuskelschicht ausgestattet.

Eine deutliche Diskontinuität ist auch in C. niveus

NHMW-EV 3493
tritt

aber im

ausgebildet. Innerhalb dieser Art

Rahmen

einer postembryonalen Diffe-

renzierung eine Trennung beider Kanalabschnitte
auf, so daß die Rhynchodealöffnung in Form einer
Öffnung des posterioren Kanalabschnittes eigenständig ausmündet. Der anteriore Abschnitt entspricht nun einer tiefen, hinten blind endenden
Grube. Ähnliches, wenn auch weitaus weniger

deutlich ausgeprägt,

ist in C. marginatus gegeben.
Eine umfangreiche anteriore Grube, unabhängig von

der extrem weit rückwärts verlagerten Rhynchodealöffnung,

tritt

zudem

in V. hubrechti auf. In V. ber-

Rhynchodealöffnung ebenfalls weit
hinter der Kopfspitze, doch tritt davor keine anteriore Grube sondern eine sehr kleine Furche auf. Diese
Erweiterung und die anterioren Gruben können

gendali liegt die

funktionell mit dem Frontalorgan in Zusammenhang

gesehen werden, wie es bei anderen Arten in Form
kleiner Gruben in die mediane Furche (z.B. Cerebratulus sp. NHMW-EV 3989) bzw. den anterioren
Kanalabschnitt einmündet

(z.B. L. trilineata).

Eine besondere Ausformung liegt vor, wenn an
die Öffnung des Rüsselapparates ein tonnenförmig
ausgebildeter Kanal anschließt, der von einem vergleichsweise sehr dicken Epithel umrandet
dies in Q. mcintoshi der Fall

des

ist,

wie

ist.

Zum

Verhältnis des Rhynchodaeum-Vorderen-

zum

Vorderende des Zentralzylinders

ist fest-


stellbar: Bei deutlicher Rückwärtsverlagerung des
Vorderendes des Rhynchodaeums bzw. bei deutlicher Verlagerung des Rhynchodaeums aus der
zentralen Position innerhalb des Preseptalbereiches
tritt eine Modifikation des Zentralzylinders auf: es
kommt ein Muskelzapfen zur Ausbildung (C. niveus,
V. hubrechti, V. bergendali, vgl. zudem Senz 1996a für
Baseodiscus spp.). In Richtung der Ausbildung eines
Muskelzapfens weisen auch die Verhältnisse in
C. roseus, einer Art mit geringfügig rückwärts verlagerter Rhynchodealöffnung. Das Fehlen eines ty-

pisch entwickelten Zentralzylinders

tritt

zudem bei

Arten mit einem oben so genannten anterioren
Kanalabschnitt im Bereich dieser Struktur auf
(L.

nipponensis, L. trilineata, Lineus sp.

NHMW-EV

17032/3998; gilt auch für Q. mcintoshi). Bei Arten
mit signifikant, aber nicht weit, hinter der Kopfspitze ausmündendem Rhynchodaeum kann ein rudimentär entwickelter Zentralzylinder über das Vor-

derende des Rhynchodaeums hinausreichen, ohne
daß eine Tendenz zur Muskelzapfen-Bildung auftritt
(C. rnarginatus NHMW-EV 4285). Bei anderen Arten
reicht ein gut entwickelter Zentralzylinder über das
Rhynchodaeum-Vorderende hinaus, wobei der
Eintritt des Rhynchodaeums in den Zentralzylinder
diskontinuierlich (C. aracaensis) oder kontinuierlich
(Cerebratulus sp.

NHMW-EV

3989) sein kann. Bei

wiederum anderen Arten beginnt der Muskelzylinder erst deutlich hinter

dem

keine Diskontinuität

aufweisenden Rhynchodaeum in zentraler Position
(L. trilineata). Bei Arten mit einer anterioren Furche,
in die das Rhynchodaeum einmündet, kann dorsal
der Furche ein Rudiment des Zentralzylinders liegen
(L. ßscheri).

Im Sinne einer Klassifizierung der anatomischen
vorderen Rhynchodealbereiches der
Heteronemertinen ist es angemessen, die einzelnen
Ausbildungsformen mit Namen zu belegen, so daß
anhand der damit verbundenen Definitionen Eindeutigkeit in der Bezeichnung erzielt werden kann.
Zunächst ist der Begriff "einfaches Rhynchodaeum"
Variabilität des

(simple rhynchodaeum) festzulegen. Ein solches liegt

wenn das weiter nicht differenzierte Rhynchodaeum nahe der Kopfspitze in eine einfache Öffnung
ausmündet. Das Rhynchodaeum mündet in eine
"Bucht" (pouch) bzw. eine "Furche" (furrow), wenn

vor,

der Öffnungsbereich des Rhynchodaeums jeweils

dementsprechend differenziert ist. Mit der Furchenbildung geht die Ausbildung einer "rückwärtigen
Position der Rhynchodealöffnung" (rhynchodeal

Das Rhyncho-

opening

in posterior position)

daeum

besitzt einen "anterioren Kanalabschnitt"

einher.

(anterior rhynchodeal Chamber),

wenn

auf die Rhyn-

chodealöffnung ein depresser Kanalabschnitt folgt,
der nicht von dem Zentralzylinder umgeben ist und
diskontinuierlich in einen anders gestalteten, zu-

nächst englumigeren, weiteren Kanalabschnitt über-

geht

(z.B.

Euborlasia sp.

NHMW-EV

L. nipponensis); letzterer reicht bis

17022/3984,
zur Rüsselinserti-

"Atrium" (atrium) liegt vor, wenn an die
Öffnung des preseptalen Rüsselapparates ein tonon. Ein

nenförmiger Kanalabschnitt anschließt, umkleidet
von einem dicken Epithel (Q. mcintoshi). Bildungen
des prerhynchodealen Preseptalbereiches, die anatomisch in Beziehung mit dem anterioren Kanalabschnitt bzw. der Furche gebracht werden können,
ohne daß eine direkte Verbindung zu dem zur Rüsselinsertion ziehenden Kanal (Rhynchodaeum) besteht,
sollen als "Frontalorgan-artige Bildungen" (frontal
organ like structures) bezeichnet werden, unabhängig

von

ihrer jeweiligen Gestalt (z.B. anteriore

V. hubrechti, medioventrale

anteriore

Grube

in

Furche in V.

C. rnarginatus

Grube

in

bergendali,

NHMW-EV

5224/3268). Eine "Frontalorgan-artige Erweiterung

der Furche"
liegt vor,

(frontal

organ

wenn jener

like

enlargement of the furrow)

Bereich der Furche, in den die

Frontalorgan-Gruben einmünden, gegenüber dem
und die Furche
bis zur Mündung des Rhynchodaeums reicht (z.B.
dahinter liegenden Teil erweitert ist,
Cerebratulus sp.

NHMW-EV

3989). Frontalorgan-

Gruben können zusammen mit einer Frontalorganartigen Bildung vorhanden sein. Treten nur diese
Bildungen auf, so ist vorstellbar, daß sie in funktioneller Hinsicht Äquivalente der Gruben sind.
Ein wesentlicher Fragenkomplex betrifft das
Problem, inwieweit Bucht, Furche, anteriorer Kanalabschnitt und Atrium Bildungen vor dem Rhynchodaeum sind, oder Differenzierungen des Rhynchodaeums. Die Frage ist also, ob die genannten Bildungen Differenzierungen des Rhynchodaeums
sind, das selbst ein Produkt ektodermaler Invagination ist, oder diesem weitere ektodermale Differenzierungen vorgeschalten sind? Für Bucht, Furche
und Atrium ist es naheliegend anzunehmen, daß es
sich um Bildungen vor dem Rhynchodaeum handelt.
Das Epithel dieser Bildungen ist histologisch mehr
oder weniger ähnlich der angrenzenden Epidermis

bzw. deutlich verschieden von jenem des nachfolgenden Kanals des preseptalen Rüsselapparates, also
des Rhynchodaeums.
Komplizierter verhält es sich bezüglich

dem

so

genannten anterioren Kanalabschnitt: Einerseits läßt
er sich anatomisch aus Furchen-Bildungen ableiten,
andererseits ist insbesondere in Fällen geringer
Differenzierung zwischen dem anterioren und posterioren Kanalabschnitt eine Differenzierung des
in Abschnitte vorstellbar. Zudem
gegenwärtig nicht abschätzbar, inwieweit die
Unterschiede zwischen beiden Kanalabschnitten,
insbesondere bezüglich der Histologie der involvierten Epithelien und dem Fehlen des Zentralzylinders
im Bereich des anterioren Abschnittes, funktionell

Rhynchodaeums
ist


bebürdet sind. Hierher gehört auch, daß diese Bebürdung Ursache dafür sein kann, daß mehrfach die
histologischen Ähnlichkeiten des anterioren Abschnittes mit der angrenzenden Epidermis größer
als mit dem posterioren Abschnitt sind. Insgesamt
ist gegenwärtig nicht feststellbar, inwieweit mit
"anteriorer Kanalabschnitr ein Konglomerat phylogenetisch unabhängig entstandener Bildungen
umfaßt wird. Angesichts hiervon soll in Zusammenhang mit dem anterioren Kanalabschnitt von zwei
Teilen des Rhynchodaeums gesprochen werden,
insofern dies konkret den anatomischen Umstand
verdeutlicht, daß zwei Kanal-artige Abschnitte

Literatur

Gibson, R. 1972. Nemerteans. - London (Hutchinson)
Senz, W. 1992. On the phylogenetic origin of the heteronemertean (Nemertini) outer longitudinal muscle layer and dermis. - Zool. Anz. 228: 91-96





Insbesondere die Unterschiede in dem beschrieC. niveus-Material verdeutlichen die Plastizi-

tät,

die in

Zusammenhang mit den hier betrachteten

Strukturen verbunden
tritt

auf,

ein

ist:

In

dem




anteriore Abschnitt in

dem

abzuhandelnde Variabilität nicht einfach zu ordnen
ist. An dem Rhynchodaeum dieser Art fällt primär
das Blindsack-artige Vorderende des Rhynchodaeums auf, wie auch, daß es nicht wesentlich aus dem
Zentralzylinder hinausreicht, sondern eine enge und
sehr kurze kanalartige Erweiterung der Furche an
das Rhynchodaeum heranreicht. Angesichts der
obigen Ausführungen kann dies als Spezialisierung
einer ehemals umfangreicheren Furchenbildung
angesehen werden, die im Zusammenhang mit der
Rückwärtsverlagerung der Öffnung des Rüsselapparates steht.

anhand weiterer Untersuchungen, über den
Untersuchungsrahmen hinaus,
könnten Fragen, wie sie hier thematisiert worden
sind, gelöst werden. Derartigen Untersuchungen ist
auch die Klärung davon vorbehalten, inwieweit die
genannten anatomischen Übergänge zwischen einErst

rein anatomischen

zelnen Ausbildungsformen evolutive Entwicklungslinien widerspiegeln.

Anz. 231: 139-150
1993b. Nemertinen europäischer Küstenbereiche

(Nebst ergänzenden Angaben zur Anatomie von
& Gibson, 1974).
- Ann. Naturhist. Mus. Wien 94/95B: 47-145
1996a. Anmerkungen zur Körperwand-Muskulatur der Heteronemertinen (Stamm: Nemertini). Kl. 203: 15-27

1996b.

Über die Gattung Valencinura Bergendal,

1902 (Heteronemertini; Nemertini) - nebst Überlegungen zur Bedeutung der phylogenetischen Systematik für die gegenwärtige Klassifikation der
Nemertinen. - Sitzungsber. Akad. Wiss. Wien,

einen Exemplar

zweiten Tier als "Frontalorgan-artige Bildung" zu
bezeichnen ist. Auch C. aracaensis zeigt, daß die hier

The
body wall. - Zool.

the preseptal area in Nemertini:

Sitzungsber. Akad. Wiss. Wien, Math.-naturwiss.

Rhynchodaeum mit zwei Kanalabschnitten

wohingegen der

On

Apatronemertes albimaculosa Wilfert

vorliegen.

benen

1993a.

inner circular muscle layer of the




Math.-naturwiss. Kl. 203: 29-49
2001: Eine neue Heteronemertine
Japans. - Spixiana 24/1: 5-13

Nemertini-Sammlung. - Eigen2. Auflage
& R. A. Tröstl 1997. Überlegungen zur Struktur des
Gehirns und Orthogons der Nemertinen. - Sitzungsber. Akad. Wiss. Wien, Math.-naturwiss. Kl.
2003: Katalog der

verlag Naturhist. Mus. Wien.

—-

von der Küste

204: 63-78


Buchbesprechungen

1.

Wallace,

I.

D., B. Wallace,

& G. N. Philipson: Keys to

the case-bearing Caddis larvae of Britain

and Ireland.

- Freshwater Biological Association, Scientific Publication No. 61, 2003. 259 S. ISBN 0-900386-70-3

den Jahren 1981 und 1990 wurden von der
Freshwater Biological Association zwei Schlüssel zur
Bestimmung der Köcherfliegenlarven Englands und IrBereits in

lands herausgegeben. Der letztere umfaßte die Gehäuse
tragenden Larven, der jedoch inzwischen vollständig

So ergab es sich auf Grund der Beliebtheit
dieses Schlüssels, daß eine Neuauflage gestartet wurde,
die hiermit vorliegt. Dabei wurden in den Texten vielfach
die aufgetretenen Schwierigkeiten und Unstimmigkeiten
entfernt und durch bessere Merkmalskombinationen oder
auch einzelne Umstellungen ersetzt. Auch wurden die
Verbreitungsangaben erweitert und die vielfach abweichenden ersten Larvenstadien näher erläutert. Auch einige neue Abbildungen sollen die Identifikation der
vergriffen

Merkmale

Gruppen wei-

erleichtern. Sicher sind einige

Limnephihts unter den Limnephilidae, deren Variations-

Merkmale nicht erschöpfend in einem derarBand präsentiert werden kann. Dennoch wird
dieses Büchlein weiterhin bei der Bestimmung der Köcherfliegenlarven, die ein Gehäuse tragen, unentbehrlich
für alle Limnologen sein.
E.-G. Burmeister

breite der

tigen

Lampel, G. & W. Meier (+): Hemiptera Sternorrhyncha - Aphidina, Teil 1: Non-Aphididae. - Fauna
Helvetica, Centre suisse de cartographie de la fauna
& Schweizerische Entomologische Gesellschaft, Vol.
8,

2003. 312 S.

Der vorliegende

8.

ISBN

2-88414-019-0.

Band der Fauna Helvetica

eine Serie hervorragender Arbeiten an. Es

ges

Werk

für

ist

schließt

an

ein wichti-

Entomologen und Studenten, die

sich mit

ökologischen und auch allgemein interessierenden faunistischen Forschungsergebnissen über Blattläusen beschäftigen müssen. Umfangreiche Erläuterungen zu der
oft recht

fehlenswertes Werk.

3.

ist.

terhin besonders problematisch, wie z.B. die Gattung

2.

Wirtspflanzen und umgekehrt die Wirtspflanzen mit
ihren Blattläusen zusammenführen. Den Bearbeitern
dieser Insektenfamilien, Biologen und auch Gärtnern,
werden gerade diese Auflistungen der wechselseitigen
Beziehungen ein schnelles Bestimmen der Arten ermöglichen und ihre Arbeit sehr erleichtern. Es ist ein emp-

schwierigen Biologie der Blattläuse führen in

die Problematik dieser wirtschaftlich bedeutenden In-

sektengruppe ein. Es wurde ein Bestimmungsschlüssel
mit erklärenden Zeichnungen für folgende Familien
erarbeitet: Lachnidae, Pterocommatidae, Chaitophoridae,
Thelaxidae, Callaphididae, Drepanosiphonidae, Anoeciidae, Hormaphididae, Mindaridae, Pemphigidae, Adelgidae und Phylloxeridae.
Im Kapitel zur Faunistik werden zur allgemeinen
Verbreitung der behandelten Arten in der Schweiz auch
Verbreitungsdaten, die die Grenzen dieses Landes überschreiten, angeführt. Zusätzlich beinhaltet dieser Teil

und taxonomische Informationen, wie die
Artnamen und dazu ihre Synonyme. Die
Biologie der einzelnen Arten wird aufgezeichnet und mit
Literaturangaben ergänzt. Den Abschluß dieser Arbeit
bildet das Literaturverzeichnis und zwei wichtige Verzeichnisse, die einmal die Blattläuse und ihre jeweiligen
systematische

derzeit gültigen

T.

Kothe

& T. A. Weir: Australian Water
Bugs, Their Biology and Identification (Hemiptera,
Heteroptera, Gerromorpha & Nepomorpha). -ApolMoeller Andersen, N.

lo

Books Denmark, 2004. 344

Wasserwanzen besiedeln

alle

S.

ISBN 87-88757-78-1

denkbaren Gewässer der

Erde, so sind unter diesen sogar Wasserläufer auf

Meer weitab von

jeder

Landmasse zu

dem

finden. Die ver-

schiedenen Strategien zum Beutefang, nur wenige Arten
sind Pflanzenfresser bzw. Pflanzensauger, und zur Eiablage machen sie zu einer faszinierenden Insektengruppe
im Gefüge der limnischen und marinen Lebenswelt. Daß
zahlreiche Arten auch noch empfindlich stechen können,
indem sie mit hohem Druck der Saugpumpe lähmenden
Speichel injizieren können, läßt auch die besondere
Aufmerksamkeit eines unvoreingenommenen Beobachters erwachen. Zwei gundsätzlich verschiedene Le-

bensräume werden von den Wasserwanzen besiedelt. So
leben die Gerromorpha als Wasserläufer auf der Wasseroberfläche, die Nepomorpha oder echte Wasserwanzen unter Wasser, wobei diese besondere Anpassungen
an die

Atmung

entwickelt haben. Bisher lagen über die

Wasserwanzenfauna Australiens nur Einzelpublikationen vor. deshalb ist es von besonderem Wert, daß der
inzwischen viel zu früh verstorbene Altmeister der
Wasserwanzenkunde Nils Moeller Andersen gemeinsam
mit seinem australischen Kollegen Tom A. Weir sich zum
Ziel gesetzt hat, die Erfassung der Wasserwanzen dieses
Kontinents aufzugreifen. Das dabei entstandene Bestimmungswerk ist von herausragendem Wert und für jeden
Museumsentomologen zur Einordnung seiner Bestände

Im umfangreichen Bestimmungsteil, der
und Rasteraufnahmen entwird auf Gattungsebene auch die Verbreitung und

unersetzlich.

zahllose Detailabbildungen
hält,

Biologie angegeben.

Diesem vorangestellt sind neben

einer umfangreichen Einführung, die auch die Habitate

dieser faszinierenden Insektengruppe erfaßt, Kapitel zur

Biologie

und Ökologie, zur Systematik und Stammesge-

schichte, zur

Morphologie

als Basis

der Merkmale, die

Bestimmung unerläßlich sind, sowie zur Methode des Sammeln und der Konservierung. Diese sehr
informativen Abhandlungen gelten weltweit für alle
Wasserwanzen und sind darum auch für alle Bearbeiter
und Einsteiger uneingeschränkt nutzbar. Den Abschluß
für die

dieses "Standardwerkes" bildet ein umfangreiches Literaturverzeichnis, eine Checkliste aller australischer Arten

und

ein Index mit Suchbegriffen

und

Taxa.
E.-G. Burmeister


SPIXIANA


1A-D. Ochetostoma erythrogrammon Leuckart & Rüppell, 1828, from Velebit Canal (Croatia). A. Specimen 1,
is on the right and ventral is on top. Stippled rectangle is enlarged in D. Scale bar = 10 mm.
B. Specimen 2, ventral area adjacent to the proboscis, showing the depressions of the genital pores (arrow heads)
and setae (in the stippled rectangle). Stippled rectangle is enlarged in C. Scale bar = 2 mm.
Fig.

complete. Anterior

by mesenteries and over its surface few

tiny funnels

are discernible.

& Edmonds

(1972). This,

at that time, as

however, was erroneous

they incorrectly quoted Herubel

(1904). A re-examination of this paper showed that
Herubel was dealing with the fauna of the southern

Discussion

part of the

Murina
Ochetostoma erythrogrammon, the type species of the
genus, was originally described from the Red Sea

and

from different
Oceans (Stephen

Indian and Pacific

& Edmonds 1972) as well as tropical Atlantic waters
(Mathew

1976, Biseswar 1985). There is previous
Information on the presence of the species in the

Mediterranean already in the monograph of Stephen

10

Sea, not the Mediterranean. In fact,

and Saiz Salinas (1987) did not include
O. erythrogrammon in their Mediterranean faunal

lists.

The genus Ochetostoma Leuckart & Rüppell,

thereafter additionally reported

localities of the

Red

(1984)

1828,

subfamily Thalassematinae
Monro, 1927, together with the genus Thalassema
Lamarck, 1801, whose species Thalassema thalassemum
(Pallas, 1766), was found in the Mediterranean Sea
(Murina 1984). The closest records of other species
is

classified within the


orrf^e
5

mm

erythrogrammon Leuckart & Rüppell, 1828, from Velebit Canal (Croatia). Drawn from a dissected
specimen. A. Gonoducts (g) on the left side, showing gonostomal Ups (gt). B. Anal vesicles (av) and cloaca. Abbreviations: av = anal vessicles; g = gonoducts; gt = gonostomes; in = intestine; nc = nerve cord; om = oblique muscles;
Fig. 2. Ochetostotna

p = proboscis. Scale bar = 5

mm.

of the genus Ochetostoma,

named

References

O. baronii (Greef,

by the presence of two pairs of
gonoducts (instead of three pairs) are Coming from
the Atlantic coast of Morocco (Herubel 1924) and
the Canary Islands (see Saiz Salinas 1987). From the
1872), characterised

Azores Islands a third species of

this

genus, O. azo-

by Rogers

& Nash

ricum,

was

(1996).

According to these authors, the new proposed

recently described

species differs from O. erythrogrammon in having 12

bands of longitudinal muscles (instead of 16), although both species keep on sharing the presence

Biseswar, R. 1985. The geographic distribution of Echi-

ura from Southern Africa. -

In conclusion, the geographical distribution of

Ochetostoma erythrogrammon Leuckart & Rüppell,
1828, has been enlarged to the Mediterranean Sea.



JISS wishes to thank funds

from the contract no.

PGIDT01PXI20008PR of 'Xunta de Galicia' (Spain). We
thank M. Balke for valuable comments on the manuscript.

J.

Mar.

Sei. 3:

Paris 10: 562-565

1924.
cötes

Quelques Echiurides et Sipunculides des
et de Mauritanie. - Bull Soc. Sei.

du Maroc

Nat. Phys. Maroc, Rabat
1976.

J.

4:

108-112

The geographic distribution

of

echiurans in world oceans with special reference to
In: Rice, M. E. & M. Todorovic
Symp. Biology of Sipuncula and
127-133. Naucno Delo, Beograd

the Indian forms. (eds.). Proc. Intern.

Echiura

Acknowledgements

Afr.

Herubel, M. A. 1904. Liste des Sipunculides et Echiurides rapportes par M. Ch. Gravier du Golfe de
Tadjourah (Mer Rouge). - Bull. Mus. Hist. Nat,

Mathew,

of three pairs of gonoducts.

S.

11-21

2:

Murina, G.-V. 1984. Sostav i rasprostranenie ekhiur
Sredizemnogo morya. - Trudy Inst. Okeanologii
119: 82-98

& R. D. M. Nash 1996. A new species of
Ochetostoma (Echiura, Echiuridae) found in the
Azores with notes on its ecology. - J. mar. biol. Ass.

Rogers, A. D.

U.K.

76:

Saiz Salinas,

467-478

J. 1.

1987. Verzeichnis der Echiuriden-Arten

von den Küsten der Iberischen Halbinsel
und den angrenzenden Meeren. - Mitt. Zool. Mus.
(Echiura)

Berl. 63: 293-300
Stephen, A. C. & S. J. Edmonds 1972. The Phyla Sipuncula and Echiura. - Trustees of the British Museum

Natural History, Publ. Nr. 717, London, 528 pp.

11


Buchbesprechungen

4.

Voisin,

(Koordinator): Atlas des Orthopteres

J.-F.

des Mantides (Insecta: Mantodea) de France. Patrimoines Natureis 60, 2003,
Paris, 104 S., ISBN 2-85653-562-3.
(Insecta: Orthoptera) et

Das vorliegenden Werk gibt nun auch einen ersten großen Überblick über die Heuschreckenfauna Frankreichs
und deckt damit einen weiteren weißen Fleck in der
Erfassung der Heuschrecken auf der Karte Europas ab.
Unter Koordination Jean-Francois Voisins haben
mehr als 500 Mitarbeiter mit mehr als 42600 Einzelnachweisen im Zeitraum von 1960 bis 2002 und mit gezielten
Kartierungen seit 1979 zu diesem Werk beigetragen.

Aufgenommen wurden

die Orthopteren

und ManDazu

tiden Frankreichs einschließlich der Insel Korsika.

wurde das Untersuchungsgebiet in 1120 Planquadrate
unterteilt, wovon 918 erfaßt wurden. Am flächendeckendsten sind die Regionen im Nord-Westen und SüdOsten des Landes sowie Korsika untersucht.
Die Orthopteren- und Mantidenfauna Frankreichs
umfaßt demnach 215-220 Arten. Zu diesem Ergebnis
tragen 201 Spezies bei, deren früheres Vorkommen bestätigt werden konnte. 14 früher registrierte Arten wurden nicht mehr gefunden, von sechs eingeführten Arten
scheinen sich drei etabliert zu haben. Erfreulich ist der
Nachweis dreier neuer Taxa für die Wissenschaft (Rhacocleis poneli Harz &Voisin 1987, Pseudotnogoplistes vicentae septentrionalis Morere & Livory 1999 und Anoncontus
baracunensis occidentalis Carron & Wermeille 2002) und
von zehn Arten, die für Frankreich neu hinzu gekommen
sind. Es konnten aber auch einige taxonomische Unstimmigkeiten (Synonyme, Subspezies) ausgeräumt werden.
Von neun früher auf Korsika dokumentierten Mantodeaspezies wurden noch sieben Arten bestätigt, davon
sechs ausschließlich auf Korsika.

Der Atlas

gliedert sich in einen Einführungsteil mit

Übersichtskarten

zum

Gebiet, einer kurzen Erklärung

zur Erfassungsmethode, der Auswertung der gewonnenen Daten, einigen Worten zur Gefährdung und einem
Appell zur Erweiterung bzw. Fortführung des Atlas. Im
Hauptteil findet man zu jeder Art eine kleine Verbreitungskarte und einen sehr knappen Text, der neben
Voisin von mehreren namhaften Orthopterologen verfasst
wurde.
Ende des Bandes gibt es neben dem Litera-

Am

turquellenverzeichnis noch vier Fotoseiten, wobei die

Auswahl der

5.

Wells, A.

& W. W.

Houston

(Hrsg.): Zoological

Ca-

talogue of Australia. Vol. 17.2. Mollusca: Aplacophora, Polyplacophora, Scaphopoda, Cephalopoda. Melbourne: CSIRO Publishing, 2001 xii, 353 pp. ISBN
.

0-643-06707-8

"Der Zoologische Katalog von Australien" ist ein wohlbekanntes Nachschlagewerk, wenn es um die Biogeographie und Taxonomie australischer Arten geht. Dabei wird
als australische Art aufgefaßt, was im Bereich des Australischen Kontinentes, auf oder um die Lord Howe-,
Norfolk-, Cocos-, Christmas-, Ashmore-, Cartier-, Heardund McDonald-Inseln, dem Australischen AntarktisTerritorium sowie den Regionen unter australisch-politischer Zugehörigkeit lebt.
Der vorliegende Band beinhaltet die Arten folgender
Molluskengruppen: Aplacophora (A. M. Scheltema,
USA), Polyplacophora (K. Gowlett-Holmes, Australien),
Scaphopoda (K. L. Lamprell & J. M. Healy, Australien)
und Cephalopoda (C. C. Lu, Taiwan).
Der taxonomische Teil umfaßt neben den bis zum
Publikationszeitraum bekannten Arten auch deren Original-Referenzen, Synonyme, Angaben zum Typmaterial sowie Hinweise auf artspezifische geographische sowie
bathymetrische Verbreitungsgrenzen. Jedem Kapitel und
jeder Familie ist eine eigene Einleitung vorangestellt, die

bestimmungsrelevante Merkmale aufzeigt, um dem
NichtSpezialisten den Einstieg zu erleichtern. Visuell wird
das Ganze durch einige gute Zeichnungen abgerundet.
Dem folgen die Angaben zu den Gattungen (inklusive

Synonyme) und dann

die Auflistung der Arten.

Alles in allem handelt es sich hier

um ein gelungenes

Werk für jeden Interessierten, das ein schnelles Auffinden
verschiedener Taxa vereinfacht und einen Überblick über
diese artenreiche Region verschafft. Als Spezialist für

Polyplacophoren schenkte ich diesem Teil meine besondere Aufmerksamkeit. Übersieht man großzügig die
unnatürliche Reihenfolge der Familien (weil alphabetisch), sind beim tiefgründigeren Lesen Feinheiten zu
bemängeln, die bei einem solch umfassenden Werk kaum
vermeidbar sind. Stellenweise sind die Taxa unvollständig geführt (es fehlt der Artname), die Typenrecherche
läßt teilweise zu wünschen übrig, man merkt deutlich,
daß nur die gängigsten Werke zitiert wurden, zum Beispiel fehlen die Typenangaben zu den von Thiele be-

neben großenteils sehr weit verbreiteten Arten) bei dieser

schriebenen Arten, die aber (teilweise) in einem von
Kilias erschienen Katalog zugänglich sind! Was augen-

Artenfülle sehr

mager ausfällt.
Gerne würde man mehr Bilder von seltenen oder
eben für das Land typisch, endemischen Spezies sehen.
Trotz der vielen Arbeit, die sicherlich in diesem Werk

die fehlende Hervorhebung von besonderen
neuen taxonomischen Akten (z.B. Neukombinationen,
oder "'Type locality*'-Einschränkungen). Die Synonymisierung von Arten sollte in einem solchen Katalog un-

wirkt das Resume eher spärlich, für so ein großes
Gebiet mit einem für Europa doch recht umfangreichen
Arteninventar.

terbleiben.

Bilder (z.B. dreimal Decticus verrucivorus

steckt,

Ein Anfang

ist

gemacht und man würde sich wünM. Breitsameter

schen, daß die Arbeit weitergeht.

12

fällig ist, ist

Fazit:

Dieses

Werk

sollte in

der Bibliothek eines

nahezu perfekte Hintergrundinformationen zu den in dieser Region vorkommenden Taxa liefert. Es darf aber keinesfalls alles unkriE. Schwabe
tisch übertragen werden.

Malakologen nicht

fehlen, weil es


SPIXIANA


Prosimnia korkosi, spec. nov.
Figs 1-3

Types. Holotype: Off Coral Beach, Eilat, Israel, Gulf of
Aqaba, Northern Red Sea, found alive on small sea fan
during night dive at 35-40 meters depth; length:
12.1

mm;

coli.).

width: 3.7

length: 11.9

(DFB

mm;

- Paratypes: Nr.

mm;

same

width: 3.7

No. 7690); Nr.

coli.

height: 3.2

1:

2:

mm;

mm;

adult

(ZSM

locality as holotype;

height: 3.0

same

mm;

adult

locality as holotype;

mm; width: 3.5 mm; height: 2.9 mm; adult
DKI); Nr. 3: recent; off Eilat, Gulf of Aqaba, Red
Sea; taken in gorgonians at 20-30 m, by dive; length:
length: 11.4
(coli.

Fig. 1. Prosimnia korkosi, spec. nov., Holotype,

ZSM,

coli.

12.7

mm;

coli.

No. 7421).

width: 3.9

mm;

height: 3.4

mm;

adult (DFB

Description of holotype
Shell small and spindle shaped without a transverse keel at the rear dorsal Shoulder. Terminals
rather pointed but less so anteriorly. Dorsum covered
by transverse, weakly incised Striae overall with fine
intercepting longitudinal growth lines that create a

subglossy and a slightly rough appearance. Ventrum
long,

narrow and pointed

elliptical

and covered by

thin callous that lessen the shell sculpture.

Ventrum

tapers evenly towards both pointed ends with a

and crenulated funiculum abapically. Aperture long and narrow but
widens towards the fossula section. Labral lip flattened ventrally. Outer labral margin roundly shouldered whereas its inner margin is roundly keeled
with blunt, very numerous and fine denticles that
longitudinal, nearly obscured

cross as weak ridges the breadth of the labrum.
Columellar rounded without any specific character.
A longitudinal carinal ridge is very obscured. Fossula short, very shallow and narrow, and bordered
Fig. 2. Prosimnia korkosi, spec. nov.,
coli.

Paratype

1,

DFB,

internally

No. 7690.

by

rounded

a

carinal ridge.

Shell translucent yellowish white in colour.
internal siphonal

and anal canal

Variation. Shell

The

light pinkish.

morphology

is

extensively

constant although the shell surface varies from

most smooth

to slightly

Etymology. The
Daniel Korkos,

mens

new

Israel,

and

species

who

al-

finely crenulated.

is

named

in

honour

to

supplied three type speci-

that confirmed the distinguishing features.

Discussion

new

is somewhat similar
and P. draconis - the
P. semperi species complex - by the general shell
outline, but it differs in detail essentially by the lack
off any transverse dorsal keel. The shells of the
P. semperi species complex have a sub-rhomboid

At

first

glance the

species

to P. semperi, P. boshuensis

Fig. 3. Prosimnia korkosi, spec. nov.,

DKL

Paratype

2,

coli.

appearance, whereas the shell of P. korkosi is spindle-

14


shaped. The transverse Striae and the growth lines
are very fine and only shallowly incised in the new
species. Therefore, the shell of P. korkosi has a somewhat subadult appearance with its smoother, more
is more
and almost obscured and is only
visible due to the presence of few denticles on the
left wall of the anal canal. The denticles on the inner
edge and outer margin of the labral lip are also more
numerous, finer and not very prominent in contrast

glossy surface. Furthermore, the funiculum
internally located

to the P. semperi species

species

is

complex. Therefore, the new

clearly distinguishable

from the

latter

species complex.
is no real similarity between the new speand Prosimnia piriei. Prosimnia korkosi is easily
distinguishable from the latter by the general shell
morphology. The shell periphery of P. piriei is surrounded by a thick and crenulated or striated callosity. The shell is of P. piriei is also mostly larger
and the aperture is very different with the crenulated and striated ventrum and the fully developed

There

cies

funiculum. Also the colour pattern of

P. piriei

Fig. 4. Prosimnia boshuensis Cate, 1973,

4751.

Nada, Wakayama

Pref., Japan;

DFB, coli. No.
dived in 10-30

fathoms.

with

numerous transverse and regularly interrupted
lines of brown colour distinguish it from P. korkosi.
its

Differential diagnosis

The differences in the soft parts of Prosimnia semperi,
P. boshuensis, P. draconis, and P. piriei appear as follows:

Prosimnia semperi: The mantle lobes are translucent

with numerous white, bi-pinnate papillae that imitate
the polyps of the hosts whereas the shell is similarly coloured as the steam of the coral (Debelius
1996: 53 ["Prosimnia boshuensis"],
110,

Coleman

Okutani 2000:

Fig.

5.

Bohol

Prosimnia draconis Cate, 1973, DFB, coli. No. 4536.
Philippines; by tangle-nets in 100-150 m.

Isl.,

pl.

2003: 93).

Prosimnia boshuensis: The mantle lobes are bright

red with numerous

little

dots of even

more

intensi-

ve colour and bright yellow, amorphous papillae of
truncated cone-like shape. The reddish shell in
combination with the red mantle lobes is identical
with the steam of the host coral and the yellow
papillae imitate perfectly the coral polyps (Debelius
1996: 42 ["Crenavolva striatula"]).

The mantle lobes are translucent
with numerous bright red and blunt papillae with
numerous white tentacles. The yellow shell imitates
the yellow steam of the sea fan whereas the papillae
are nearly identical in colour and sculpture with the
host polyps (Coleman 2003: 93 - last row left picture

Prosimnia draconis:

with yellow shell from Dampier,
"Prosimnia semperi").

WA,

called here

DFB, coli. No. 7347.
on red gorgonia in

Fig. 6. Prosimnia piriei (Petuch, 1973),

New

Hanover

Islands, Indonesia;

strong current at 35-45 m.

15


Calpurnus verrucosus (Linneaus, 1758)
Procalpurnus lacteus (Lamarck, 1810)

Prosimnia semperi (Weinkauff, 1881) from Pleisto-

cene
Prosimnia korkosi spec. nov.
Hiatavolva brunneiterma (Cate, 1969)

Pediculariidae:

Pseudocypraea adamsonii (Sowerby, 1832)
Pedicularia granulata Neubert, 1998

No. 3272. Kudahiti

Atoll, Maledives;

by dive

in

March

1983.

References
piriei: The mantle lobes are translucent
with numerous crimson red appearing papillae. The

Prosimnia

and thin steam and a big,
amorphous, rounded crown. The papillae reminds
a stink-horn. The colour of the crown is like the
mantle lobes but they are drawn with very fine and
numerous red trickles that remind blood vessels.
Again the shell colour is similar to the steam of the
host coral whereas the papillae imitate retracted

Cate, C. N. 1973.

papillae have a short

polyps of the host (Debelius 1996: 49, text

Coleman

fig. 9, 10,

2003: 93).

The yellow

shell of P. draconis

is

1-251

numb.

The colour

is

always present

in

any part of the

dish colour

is

originated from host pigments.

Frankfurt: 323 pp., num. text figs.
Fehse, D. 2003. Beiträge zur Kenntnis der Ovulidae. XIII.

confirmed by the

His feeling for the
distinguishing features is astonishing because there
are only few characters available that can be used
to differentiate seemingly related forms in the
Ovulidae, and often he had only few or one specisoft parts.

mens

at hand for examination.
The occurrence of Ovulidae in the Red Sea prov-

fragmentary but the almost isolated geographic position of the Red Sea opens the possibility for an unique and endemic marine fauna. Already
the triviid Anstrotrivia nibramaculosa Fehse & Grego,
2002 had been detected to be endemic to the northince

is still

ern part of the Red Sea. In the

ovulid species

was discovered.

lowing species are

known

same area the new
Until

now

to occur in the

the fol-

Red

Pseudosimnia

flava, spec.

Perez

& Gomez,

josensii

nov.

und

1987 aus

Aperiovida juan-

dem

Bathyal des

Zentralatlantiks. - Spixiana 26(3): 269-275, text figs



1-9

&

J.

Grego 2002. Contributions

to the

knowledge

of the Triviidae (Mollusca: Gastropoda). IV.

New

species in the genus Trivirostra Jousseaume, 1884

Again Cate's sensitivity in detecting species
within the Ovulidae by the shell morphology alone
is

Guide. - IKAN-Unterwasserarchiv,

Pacific Field

in different

shell and, therefore, only the red-

text figs. (2002)

Debelius, H. 1996. Nudibranchs and Sea Snails. Indo-

not the result of an

shades. Sometimes a reddish colour is superimposed

Systematic Revision of the Recent

Coleman, N. 2003. Sea Shells. Catalogue of Indo-Pacific
Mollusca. - Neville Coleman's Underwater Geographie Pty. Ltd., Springwood: 144 pp., num. un-

alimentary homochromy as large series of specimens
confirm.

A

Cypraeid Family Ovulidae (Mollusca: Gastropoda). - Veliger 15 Suppl.: I-IV + 1-116, text figs.

Sea:

and Dolichupis

Iredale, 1930. -

La Conchiglia

34(302): 43-56, pls. 1-7, text figs. 1-2,

1

unnumb.

tab.

Liltved,

W.

R. 2000.

ern Africa.

Cowries and

their relatives of South-

A study of the southern African Cyprae-

acean and Velutinacean gastropod fauna. - Gordon Verhoef, Seacomber Publ., 2 nd enlarged edition: 224 pp., 298 + numerous unnumbered text
figs.

E. 1998. Six new species of marine gastropods
from the Red Sea and the Gulf of Aden. - Fauna

Neubert,

of Arabia 17: 463-472, 25 text figs.
T. 2000. Marine Mollusks in Japan. - Tokai
University Press, Tokyo: XLVII + 1173 pp., 542 pls.,

Okutani,

27 unnumb.

figs.

Chemello & M. Taviani 1995. Host association and external morphology of Dentiovula
dorsuosa from the Red Sea (Prosobranchia, Caenogastropoda, Ovulidae). - Argonauta 9(1-6): 23-

Oliverio, M., R.

30

Ovulidae:

Petuch, E.

Adams, 1873)
aenigma (Azuma &

Prionovolva pulchella (H.

Habuprionovolva

cf.

Cate, 1971)

Dentiovula dorsuosa (Hinds, 1844)

16

1973.

A New Species

of Primovula

& Azuma

2

16(1):

from the
103-104,

figs.

Veldsman, V. 1998. Interessante fonds van suid Natal.
- Strandloper 254: 10+12, 6 unnumb. text

Pseudosimnia wieseorum Lorenz, 1981

Diminovula aurantiomacula Cate
1973

J.

Western Solomon Sea. - Veliger

in Cate,

figs.


SPIXIANA


Fig. 1.

Bohna martinae, spec. nov. Holotype.

Bolma martinae, spec. nov. Paratype

tively broad, axially lamellate;

1

with a row of small

of purple. Columella

and aperture pinkish to brown-

Operculum only known from

protrusions at the peripheral angle, often disappear-

ish.

ing on the last whorl; protrusions are short and di-

men (Paratype 5); relatively thick, white and granu-

between periphery and basal
rib; basal angle rounded,
marked by another rib; base rounded, with 4
closely set rows of beads, umbilical area separated
by a gap, with 3 rows of large beads; between this

löse, sloping towards the outer margin forming a
broad edge; with an elevated central nodule sur-

rected horizontally;

angle one broad spiral

sculpture there

is

a microsculpture of microscopic

spiral and axial grooves forming a criss-cross pattern;
umbilicus always present in adult specimens but
sometimes partially covered by the columella; columella smooth, broad and evenly rounded, columellar callus not present; aperture round. Basic colour

brownish to red with or without flames of purple
on the Shoulder; base sometimes with small spots

18

rounded by

a groove.

Etymology. The species
Eisinger,

a juvenile speci-

is

named

after

Mrs. Martina

Mannheim, Germany.

Discussion

The most similar species is Bolma microconcha Kosuge,
1985. This species is higher (h/w about 1.0), has no
umbilicus, only 3 rows of beads on the Shoulder and

much stronger protrusions, umbilical area not sepa-


rated

by

a groove.

Another more or

less similar

Bolma minutiradiosa Kosuge, 1983 which is
broader, of lighter colour, has 3 rows of beads on
species

is

more and stronger protrusions and a
marked basal angle; between basal and peripheral angle there only is a very weak row of beads;
the Shoulder,

well

the base
rated

by

is

straight, the umbilical area is not sepa-

a groove. Both species

do not have an

umbilicus, operculum of both species with a central
pit.

Acknowledgement
Thanks are due

to

Mr. Enrico Schwabe (ZSM) for mak-

ing the photographs.
Fig. 3.

type

Bolma martinae, spec. nov. Operculum of para-

5.

References

A

&

W. F. Ponder 1979. revision of the species
of Bolma Risso, 1826 (Gastropoda: Turbinidae). -

Beu, A. G.

Rec. Austral.

Mus. Sydney

32(1-3): 1-68

Kosuge, S. 1983. Descriptions of two new species of the
genus Bolma from Philippines with a list of hithero

known
Inst.

species (Gastropoda Turbinacea). - Bull.

Malacol.

Tokyo

1:

1985. Description of a

129-132, 140, pls. 44-45

new

species of the genus

Bolma from Philippines (Gastropoda, Turbinacea).
- Bull. Inst. Malacol. Tokyo 2(2): 23, pl. 12

19


Buchbesprechungen

6.

Yelamos, T.: Fauna Iberica Vol. 17: Coleoptera Histeridae. - Museo Nacional de Ciencias Naturales,
Madrid, 2002. 411 pp. numerous figs. ISBN 84-0008046-7

Als 17. Band der Reihe über die Fauna der Iberischen
Halbinsel liegt nun der Band über die Histeriden (Stutzkäfer) vor. Histeriden sind eine selbst den meisten

Liebhabern wenig bekannte und meist auch nicht hoch
was wohl in erster Linie daran
liegt, daß viele Arten sich bevorzugt an Aas und Kot
finden, wo sie auf andere Insekten und deren Larven
Jagd machen. Die Suche nach Histeriden ist daher nicht
unbedingt angenehm, die Tiere allerdings sind sowohl
ökologisch wie morphologisch sehr interessant und
weisen verschiedene hochspezialisierte Körperformen
und Merkmale auf. Histeriden sind relativ wärmeliebende Tiere, so daß es nicht verwundert, daß die iberische
Fauna zur Zeit 165 Arten aufweist.
Der vorliegende Band ist nicht nur ein Katalog,
sondern ein Kompendium der iberischen Histeridae, der
in der umfangreichen Einleitung ausführlich Aufschluß
über Morphologie, Entwicklung und Lebensgewohnheiten der Histeriden gibt. Den Hauptteil bilden die Bestimmungstabellen zu Unterfamilien, Gattungen und Arten,
und die Artbeschreibungen, die reich mit Habitusabbildungen und morphologischen Detailzeichnungen illustriert sind. Die Habitusabbildungen sind zwar ein wenig
schematisch, lassen aber die bestimmungstechnisch
wichtigen Merkmale gut erkennen und geben überdies
einen guten Eindruck der jeweiligen Art. Die Artbeschreigeachtete Käferfamilie,

bungen sind ausführlich, sie enthalten außerdem ziemlich
genaue Angaben zur Verbreitung auf der Iberischen
Halbinsel und eine Kennzeichnung der Gesamtverbreitung, sowie Angaben zur Lebensweise. Stichproben ergaben, daß die Bestimmungstabellen gut benutzbar sind,
auch wenn der nicht Spanisch sprechende Benutzer sich
erst einmal in die Sprache einlesen muß.
Auf das ausführliche Literaturverzeichnis folgt noch
eine Auflistung der Synonyme und Neukombinationen,
die man eigentlich in den Artcharakteristiken erwartet
hätte.

Offenbar wollte

man die Artbeschreibungen nicht

mit den bei einigen Arten doch recht umfangreichen

Synonymielisten überfrachten. Insgesamt ein sehr gelungenes Buch, das dem Taxonomen und Faunisten, auch
wenn es um außeriberische Histeriden geht, eine große

M. Baehr

Hilfe sein wird.

7.

Streble, H.

& D. Krauter:

Das Leben im Wassertrop-

Mikroflora und Mikrofauna des Süßwassers, ein
Bestimmungsbuch. - Franckh-Kosmos Verlagsfen.

GmbH &

Co, Stuttgart, B 9. Auflage, 2002. 428 S.,
über 1700 Zeichnungen und zahlreiche Fotos. ISBN
3-440-08431-0

Dieser Klassiker unter den Bestimmungsbüchern zur
Erkennung der Kleinstlebewesen des Süßwassers unserer Breiten

20

konnte in der vorliegenden

9.

Auflage erneut

erweitert werden. So

wurden

in

den allgemeinen Teilen

die Güteklassifizierung der Gewässer, die biologischen

Gewässeruntersuchungen und Gewässerbeurteilungen
den modernen Standards angepaßt. Eine umfangreiche
Tabelle gibt die Trophiestufen und die Gewässergüte zu
den behandelten Arten nach Organismengruppen gegliedert an. Demzufolge wurde auch das Literaturver-

und auffällige bisher
Formen werden beschrieben und darge-

zeichnis geringfügig erweitert
vernachlässigte
stellt,

die klassischen Tafeln blieben jedoch dabei erhal-

den mitteleuropäischen- bzw. deutschen Raum
eigewanderte Arten, sog. Neozoen auf diesem mikroskopischen Niveau, werden ebenfalls hinzugefügt. All
dies machte einen neuen Typenschlüssel notwendig, der
den Ansprüchen eines Bestimmungsschlüssels nicht
gerecht wird. Zur Bestimmung ist der vergleichende Text
zu den Abbildungen unerläßlich. Einige der Namen der
Taxa wurden der neueren Nomenklatur angepaßt. Das
vorliegende zusammenfassende Buch wurde durch
zahlreiche Farbabbildungen bereichert. Weiterhin bleibt
dieser "Wassertropfenführer" ein unersetzliches Handwerkszeug für den interessierten Einsteiger in die Limnologie und ganz besonders in die Organismenwelt
heimischer Gewässer.
E.-G. Burmeister
ten. In

8.

Colonelli,

E.:

Catalogue of Ceutorhynchinae of the

world, with a key to genera (Insecta: Coleoptera:
Curculionidae). - argania edito, Barcelona, 2004.
124 pp. ISBN 84-931847-6-4

Ceutorhynchinae

is

one of the largest subfamilies of the

Animal Kingdom, the weevils or
Curculionidae that at the present State of knowledge
number more than 80 000 species. According to this new
catalogue, Ceutorhynchinae itself number over 1300
species in almost 150 genera. Because most species are
very small and moreover, quite similar in appearance,
this is likely one of the most difficult groups for coleoplargest family in the

terists to

deal with.

The more helpful is this new catalogue

written by the well

known

authority for this subfamily.

The introduction which contains

a great

number

of In-

formation about history, nomenclature, type designations,

and taxonomic changes is very clear
The catalogue itself lists the genera ac-

distribution, ecology,
in

its

structure.

cording to their present systematic position, but the
species are listed alphabetically. The Information about
species includes Synonyms, distribution in form of country codes, and a short Information about ecology which
is mainly the food plant. But the highlight of this work
is the key to the genera of Ceutorhynchinae of the world
which fills a gap and certainly will encourage workers
to deal further with this difficult group. An extensive
literature list and an alphabetical index to species and
genera terminate this very clear and useful volume. A
Single restriction only

expensive!

is

to

be made: the book

is

rather

M. Baehr


SPIXIANA

München,

21-32

28

A new genus

Ol.

ISSN 0341-8391

März 2005

and three new species of helluonine beetles
from Australia

(Insecta, Coleoptera, Carabidae,

Hellunoniae)

Martin Baehr

Baehr, M. (2005): A new genus and three new species of helluonine beetles from
Australia (Insecta, Coleoptera, Carabidae, Hellunoniae). - Spixiana 28/1: 21-32

A new genus and species, Platyhelluo wein, and two new species of the genus
Helluosoma Castelnau, H. bouchardi and H. hangayi, from northern and eastern Australia are described. For the genus Helluosoma a key to all species is provided.
Dr. Martin Baehr, Zoologische Staatssammlung, Münchhausenstr. 21, D-81247

München, Germany;

e-mail:

Introduction

martin.baehr@zsm.mwn.de

ficult,

because no habitus figures nor any survey of

genitalic

When I recently visited the collections of Australian
I had the opamount of uni-

National Insect Collection, Canberra,
portunity to sort through the large

ground beetles present

dentified material of
collection.

During

this

work I found,

in this

inter alia,

two

recently captured specimens of helluonine beetles
that belong to yet undescribed species, while one of

these even represents a peculiar

new

genus. In the

course of the subsequent detailed examination of
the specimens,

I

reexamined a single specimen from

my own working collection that for some time was
tentatively included in the

atrum Castelnau, but
other separate,

new

known species Helluosoma

now proved

to represent an-

species.

The most recent and altogether the

single

com-

prehensive survey of the Australian Helluoninae is
that of T. G. Sloane (1914). This paper includes a key
to the Australian genera, while in some genera also
the species are keyed. However, these keys are

and only some species received a more
exhaustive description. Virtually nothing was added

rather short

during the following 90 years to the knowledge of
Australian Helluoninae, although some genera urgently need revision. In spite of Sloane' s paper which

was

extraordinarily well

done

for his time, identifi-

cation of Australian Helluoninae hence

still is

morphology are

available.

Because material of certain Australian genera
and species still is rare, the three mentioned species
are described, even when the descriptions are based

on single specimens only. In particular this was done
for the reason that two of the three mentioned species were captured during a faunistic survey of
certain National Parks in remote areas of the Far

North of Australia.
During my visits to various large Australian
collections I was always impressed by the large
amount of sampled material, but, on the other hand,
also by the regrettable disproportion between identified and unidentified material in most of the
mentioned collections, which probably is due to the
very small number of scientists who are able or
willing to deal with this rieh and very interesting
fauna. So, from

my

opinion, identification and de-

scription of specimens at present

is

of

much more

importance than any superimposed biological survey, be it ecological, morphological, molecular or
eise, because identification is the base for all other
work to be done and, moreover, because it is well
known for a long time that only identification of
specimens will encourage collectors and scientists
to intensify their sampling and surveying efforts.

dif-

21


Methods

margin; elytra with but little convex intervals of
similar size and with biseriate punctuation; pilosity

methods are used.
The male genitalia were removed from the specimens
that were soaked for a night in a jar under wet atmosphere, then cleaned for a short while in hot KOH. The
habitus photographs were obtained by a digital camera
using SPOT Advanced for Windows 3.5 and subsequently were worked with Corel Photo Paint 10.
Measurements were taken using a Stereo microscope with an ocular micrometer. Length has been
measured from apex of labrum to apex of elytra.
Lengths, therefore, may slightly differ from those given
by other authors. Length of orbit was taken from posterior margin of eye to the position where the orbital
curvature meets the neck. Length of pronotum was
measured along midline.
In the taxonomic survey Standard

of surface fairly elongate, erect, even

on

elytra

little

declined, fringe of setae at lateral margin of prono-

tum rather short; aedeagus comparatively small and
with Symmetrie, triangulär apex. Distinguished from H. longicolle Macleay by lesser size and
wider pronotum; from both, H. bouchardi, spec. nov.
and H. hangayi, spec. nov. by absence of a transverse
sulcus on neck and by less convex lateral margin
and relatively wider base of pronotum; and from
H. hangayi, spec. nov. also by the depressed, similarly punetate elytral Striae and by the markedly
smaller and more delicate aedeagus bearing a
delicate,

longer, exactly triangulär apex.
Partial redescription

Measurements
Abbreviation of collections

ANIC

Australian National Insect Collection, Canberra

CBM
CKZ

Working collection of M. Baehr
Staatssammlung, München
Collection V. Kabourek, Zlin

NHMW

Naturhistorisches

Zoologische

at

Museum, Wien

Genus Helluosoma Castelnau
two species were included in the genus Helnamely H. atrum Castelnau from northeastern Queensland and northernmost Northern Territory, and H. longicolle Macleay from northwestern
Australia. H. atrum is a well known though probably
So

far

luosoma,

quite rare eastern species, while of the northwestern

Australian H. longicolle apparently only the holotype
is

known.
The genus

by presence of large
postorbital prominences, conspicuously constricted
base of prothorax, more or less distinctly crenulate
lateral

is

mm.

(4 ex.).

Length: 14.0-14.8

mm;

Width/length of pronotum: 1.09-1.11; widest diameter/base of pronotum:
1.74-1.78; length/ width of elytra: 1.82-1.85.
width: 4.4-4.6

Ratios.

Male genitalia (Fig. 1 ). Genital ring wide, almost
Symmetrie, laterally convex, with long, evenly convex basal plate and rather narrow, convex apex.
Aedeagus comparatively small and delicate, fairly
elongate, straight, with markedly triangulär, Symmetrie, straight, on upper surface deeply hollowed
apex. Lower surface gently coneave. Orificium very
elongate, Symmetrie, situated in middle of upper
surface, with two longitudinal, sclerotized, almost
Symmetrie plates that are more sclerotized towards
apex and are curved inside of internal sac. Internal
sac complexly folded, with a short, heavily coiled,
denticulate plate in middle. Parameres of very different size and shape, left large and elongate, right
with short, convex apex and elongate, straight
shaft.

characterized

margin of prothorax, anteriorly rounded and

4-setose labrum, dentate
apically convex ligula,

mentum, narrow, elongate,
and black or dark piceous

et al. (1987)

eastern Queensland from

in the south to northern parts of Northern Territory.
I have seen a few specimens from
North Queensland" (ANIC, CBM),
three specimens from Katherine, Northern Territory
(CBM, CKZ), and some old ones without exaet locality

Examined

material.

"Millstream

colour.

Moore
Rockhampton

Distribution. According to Sloane (1914) and

Falls,

except for "N. H."

("New Holland") (NHMW).

Helluosoma atrum Castelnau
Figs

1, 5, 8,

10

Helluosoma longicolle Macleay
Castelnau, 1867: 21; Sloane 1914: 586;

Moore

et al. 1987:

316.

Macleay, 1888: 450; Sloane 1914: 586; Moore

Diagnosis. Black species of moderate size (length
c.

15

mm); head without

distinct transverse sulcus

and stout palpi;
pronotum comparatively narrow, with comparatively wide basis and inconspicuously crenulate
across neck, with large, stout antenna

22

et al. 1987:

316.

Diagnosis. Black species of comparatively large size
(length c. 18 mm); head without distinct transverse
sulcus across neck, with large, stout antenna and
stout palpi;

pronotum narrow, not wider than long,


and right paramere; genital ring. 1. Helluosoma
Figs 1-3. Male genitalis Aedeagus, left side; apex from above; left
gen. nov., spec. nov. Scales: 0.5 mm.
atnim Castelnau. 2. Helluosoma hangayi, spec. nov. 3. Platyhelluo wein,

23


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