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System der pterylographie, Mitzsch 1840

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Pterylogra
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CJfiA'isfian

11

IJuclwig Mitzsch.

Pfach seinen handschriftlich

aufbewahrten Untersuchungen


Teif asst

Her m an n B u r m eiste r
Professor der Zoologie an der Universität zu Halle.

}90l.:>-

M

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X

Kupfertafel

Halle,
Eduard Anton
18

4

0.

n.

i


$4 7


v-

Vorrede.
vrewiss
ser

ist



es die Pflicht des Herausgebers fremder Arbeiten, seine

Le-

über den Befund derselben zu unterrichten und über die Gründe

sich auszusprechen,

welche ihn veranlassten, dem Werke die gewählte

Form und Fassung zu
thigt,

nachdem

ertheilen.

die äusseren

Zu diesem Endzweck

Lebensmomente des

bin ich genö-

eigentlichen Schöpfers

der vorliegenden Arbeit schon an einem anderen Orte *) von Freundes

Hand

mitgetheilt

worden

sind,

über die Studien desselben einige Andeu-

Chr. L. Nitzsch gehörte zu den glücklichen

tungen vorauszuschicken.

Naturen , welche früh und bestimmt den Beruf ihres Lebens erkennen

und denselben

bis

an ihr Ende verfolgen;

gen Individualitäten,

aber auch zu den schwieri-

denen die sorgfältigste Benutzung

alles

zugängli-

chen Materials nicht genügt, und die daher ihre Arbeit nicht eher für
gethan ansehen,
*

sorgfältig

wie

als bis

auch das letzte Bruchstück des Ganzen gleich

die Hauptmasse untersucht

worden

ist.



Die unaus-

bleibliche Folge eines solchen, die menschliche Kraft in der Regel über-

schreitenden Unternehmens
die

Abstumpfung der

menden Stoßes,

ist

die

Verkümmerung an der Arbeit

eigenen Kraft in der

Masse des

und das Hinscheiden zu einer Zeh%

*) In der Vorrede zum neunten Bande von

Naumanns

welchen Nitzschens wohlgetroffenes Bildniss als Titelkupfer

stets

selbst,

zuneh-

wo man

noch

Naturgeschichte der Vogel Deutschlands)
ziert.




VI

/

weit

vom

Von

Ziele

entfernt

Und

ist.

war auch

so

dem Studium

früher Jugend, ja von Rindesbeinen an

boten sich ihm, indem er die gesammelten Erfahrungen der

welche noch unbear-

ersten Zeiten verglich, bald drei Richtungen dar,
beitet vorlagen,

während

wenn auch

die übrigen,

nicht grade

doch ungleich sorgfältiger behandelt zu sein schienen.
die Verhältnisse des inneren Baues,

ten,

welche

parasitischen

Vö-

was ihm gerade Merkwürdiges

Plan, und untersuchte an den Thieren,

Da

der

begann er dasselbe in jüngeren Jahren ohne bestimmten

gel ergeben,

auffiel.

das »Schicksal unseres

Den

Es waren

dies

des Gefieders nach denjenigen Sei-

die systematische Ornithologie

Bewohner.

erschöpft,

inneren

noch nicht berührte, und die

Bau

untersuchte

Nitzsch anfangs

nur theilweis, zunächst bloss das Knochengerüst und die in der Ruinpfhöhle enthaltenen Eingeweide.

Ebenso gab er in früherer Zeit vom

Gefieder oft nur die Zahlenverhältnisse der Schwingen und Steuerfedern
.

an, alles

so

waren

Andere unberücksichtigt lassend
diese beinahe blosser Balläst,

;

und was

sich

er

vorzugsweise

vom Anfange

ihnen wahrnahm,

beschäftigte.

dann aber,

eine Zeitlang

wo

sie

seine Aufsätze in
träge " fallen

;

dem Publikum

die

1813

er

so

mit ihm

begann, denn noch

habe ich Manuscriptblätter aus dem Jahre 1800 vor mir,
oder

als

Diese Art der Untersuchung scheint

des neuen Jahrhunderts,

zum Jahre 1812

betrifft,,

den er aus Mangel anderer La-

dung nicht gleich über Bord werfen wollte,
viele interessante Seiten an

die Parasiten

fortgesetzt

„Voigts Magazin" und

zu haben,

in

bis

welche

etwa
Zeit

die „ Osteographischen Bei-

einzigen Proben seiner Untersuchungen , welche er

vorlegte.

Allein seit dieser Zeit, und besonders seit er

.


VII
I

in Halle ansässig

ward

,

nahm

seine Thätigkeit einen anderen Charakter

Bekannter nunmehr mit den neueren Leistungen der Zoologie und

an.

den Bedürfnissen desjenigen Tkeiles, welchen er besonders zur Beschäfsah er ein, dass alle spezielle und genaue

tigung sich gewählt hatte,

Untersuchung nur dann einen bleibenden und wahren Werth erhalte,

wenn

sie

einzelner Beitrag zur Erweiterung unserer

nicht als

wenn

Kennt-

den gehö-

nisse

von den Dingen dastehe, sondern

rigen

Zusammenhang mit den übrigen und gesammten Eigenschaften der

Dinge
jsie

trete,

sie zugleich in

und genau die Grenze angegeben werde, innerhalb welcher

Form

ein Kriterium der

eine Modifikation des typischen

ist,

Grund-

gedankens abgiebt , und dadurch die Modificationsweise bezeichnen

Von

hilft.

diesem Augenblicke verlohr jede partielle Bekanntmachung dieser

oder jener Eigenschaft in seinen Augen allen Werth, und
zugleich sagen konnte,

ausdehne,

was durch

liess er es lieber

fast nie

einzelt

wo

sie

überall

sie bezeichnet

vorkomme, wie weit

er nicht
sie

sich

und abgeschlossen werde, so unter-

ganz, sie öffentlich anzuzeigen.

anders als gezwungen

wenn

auftreten,

es

sei

Wir
um

finden ihn daher
eine

solche ver-

bekannt gemachte Thatsache auf ihre natürlichen Grenzen aus-

zudehnen, oder aus ihrem Zusammenhange gerissene Phänomene in denselben zur ückzuführen.

Nur

zoologische Pnblikum mit
in sich dasteht,,

so

Mal

einer Arbeit, die

überraschte er später das

vollkommen abgeschlossen

ganz und gar von ihm selbst gemacht wurde und gleich

durchgearbeitet vorliegt,

hinzuzufügen

ein einziges

bleibt.

Thier insekten,

dass

Diese

welche im

der Entomologie enthalten

ist,

dem Nachfolger

Publikation
dritten

war

kein Resultat

seine

Darstellung

mehr
der

Bande von Germar's Magazin

und einen überraschenden Beweis

giebt


VIII

von der Sorgfalt und Ausdauer, mit welchen er die Parasiten seiner
ebendeshalb doch nur Nebensache für ihn sein konnten,

Lieblinge, die

v

Sie

studirt hatte.

ist

in gedrängter

entomologische Monographie,

zuweisen

hat.

Kürze

und

die umfassendste

beste

welche die Literatur dieses Zweiges auf-

Hatte er dadurch den dritten Theil seiner Aufgabe gleich-

sam abgethan und

sie selbst in

diesem Drittel gelöst, so konnte er nun

den übrigen beiden Theilen mit desto grösserem Nachdrucke sich hin-

Er

geben.

bloss dann,

that

dies

wenn

auch vollkommen, und

ein neuer

hat er auch später noch,

mehr

gedachte der Parasiten

Vogel ihm neue wieder zuführte.

aber nur sehr wortkarg,

abgebildet oder genauer untersucht.

Diese

beschrieben,

nie

Hinsichtlich der anatomischen

und pterylographischen Seite seiner ornithologischen Studien war

es

aber anfangs keinesweges Nitzschens Vorsatz , sie besonders zu bearbeiten,

den einen höchsten Zweck zu

erreichen,

natürliche System der Vögel.
gegen mich ausgesprochen,
weilte,

um

vielmehr waren ihm beide wieder bloss Mittel,

als

ich

nehmlich

durch

sie

das wahrhaft

Diesen Gedanken hat er öfters

noch in seiner unmittelbaren. Nähe

und ihn näher so bezeichnet, dass er keineswegs die natürliche

Reihenfolge für die höchste Aufgabe des Systematikers halte, sondern

vielmehr die richtige Begrenzung der natürlichen Gruppen.
finden
den,

war

das

Augenmerk

seiner Forschungen,

wurde von nun an Alles

in

Vogelkörpers genau untersucht.

Bewegung
Indess

und

gesetzt

fehlte

um

sie

Letztere zu

zu begrün-

und jeder Theil des

ihm immer noch

viel,

namentlich die Muskulatur, welche er erst später vornahm, und an seltenen ausländischen Arten oft nur in günstigen

Momenten untersuchen

konnte,. und das Nervensystem, über welches er fast gar keine Beobach-


IX

Dagegen

hingen, wenige Gehirnumrisse abgerechnet, hinterlassen hat.

1825, sehr genau das Gefässsystem, wofür

untersuchte er, zumal seit

Abhandlung über

seine

da es viel schwieriger

die carotis der

Vögel einen Beleg

Allein

giebt.

das fernere Material, nachdem die einhei-

ist,

mischen Arten erforscht waren, zu diesen anatomischen Beobachtungen
herbeizuschaffen, als den Balg, dessen

Ankauf

die vorgeschriebene

Ver-

mehrung der zoologischen Sammlung verlangte, zu untersuchen; so ge-

wann

bald die pterylographische Seite der Studien ein Inhaltsübergewicht

über die anatomische.

Dies scheint ihn zunächst auf den Gedanken ge-

bracht zu haben, sie für sich allein zu behandeln, und wieder einmal

Umfange bekannt zu ma-

einen Gegenstand öffentlich in seinem ganzen

Auch mochte

chen, der bis dahin allen Ornithologen entgangen war.

ihm,

seit

er das fünfzigste Lebensjahr überschritten hatte,

cation seiner Materialien
fige

Unpässlichkeiten

anfingen;

immer nothwendiger

seine

bis

erseheinen, zumal da häu-

dahin gute Gesundheit zu erschüttern

Gründe genug zu dem Entschlüsse,

dernstellung

zum Gegenstande

eine Publi-

einer

die Schilderung der

akademischen Schrift zu wählen,

welche ihm für das nächste Jahr (1833) zu verfassen oblag.
ter

dem

endet,

Pterylographiae

Titel:

und

an

Fe-

avium pars prior wurde

mehrere Freunde in einzelnen Exemplaren

Un-

sie voll-

vertheilt.

Schon damals hatte Nitzsch den Plan des Ganzen ohne Zweifel gemacht, und wie es scheint so angelegt, dass zu diesem ersten Theile

noch ein zweiter, welcher das Spezielle der Arbeit

kommen und
sollte.

das

Ganze

Er verabredete

enthielt,

hinzu-

in lateinischer Sprache ausgearbeitet

werden

dies

vorläufig

mit

dem Herrn

Verleger,

und

veranlasste ihn, sogleich einige hundert Exemplare des ersten Theiles


mehr abziehen zu

Wirklich ging er auch an die Ausarbeitung

lassen.

des zweiten, indem er die Handzeichnungen anfertigte, nach welchen
die letzten

neun Tafeln gestochen

hierüber vergingen,

dem

der zwei Jahre, die

indess das pterylographische Material,

sich

ausschliesslich

fast

jetzt

hatte

Während

sind.

alle

freie Zeit

zugewendet wurde, be-

und manche der im ersten Theile schon ausge-

trächtlich vermehrt,

sprochenen ^Erfahrungen waren

hierdurch

beschränkt

oder

verändert

Dieser Umstand wirkte zögernd auf die Vollendung des

worden.

kes ein; Nitzsch sah deutlich,

Wer-

dass es noch nicht möglich gewesen

war, aus den bisherigen Stoffen sichere Resultate zu ziehen, und glaubte
daher, dieselben vor der Hand nur noch vermehren zu müssen.

Daj

durch

verfiel

er in grosse Bedenklichkeiten,

sehr geneigt war, und wie er sich
erste

z.

zu welchen er ohnehin

B. nie entschliessen konnte, die

Tafel stechen zu lassen , obwohl die andern neun längst

waren, so vermochte er

es

auch nicht über sich, die Ergebnisse seiner

Beobachtungen aufzustellen und für Endresultate zu erklären.
cher Stimmung

war

fertig

Bei sol-

natürlich an ein Ausarbeiten des Textes gar nicht

zu denken, besonders da zuvörderst auch der erste Theil, weil er einzelne

Unrichtigkeiten

enthielt,

wieder umgearbeitet werden musste.

Letztere hat er in seinem mit Papier durchschossenen Handexemplare
sorgfältig verzeichnet,

sentlich erleichtert.

und dadurch mir

schien,

am

viele

Umarbeitung desselben we-

So vergingen wieder zwei Jahre und mit ihnen

Lust, das so frisch begonnene

dem noch

die

Zeit

zur

Werk

reiflichen

Ziele seiner Thätigkeit.

weiter zu gestalten; da

Ueberlegung vorhanden
Mitten

in

war

die
er,

zu sein

dem Bemühen, neue

Hülfsmittel zur Vollendung seiner Aufgabe herbei zu schaffen, überraschte


XI

Tod, und

ihn der

die

noch in seiner

und bestandig mit wissenschaftlichen Meditationen

ausschliesslich

fast

auf einmal alle Zweifel,

löste

beschäftigten Seele obwalteten.

Seine letzten Gedanken waren dieser

Stimmung gemäss,

innig seine

alle-

er bereuete

Arbeit seines Lebens für verlohren!

Doch

dass sie es nicht sei,

ich in Halle statt

hielt



war mein

dies

und

Unschlüssigkeit

Gedanke,

erster

seit

Bekannt mit den reichen Schätzen,

seiner einzog.

war

mein wichtigstes Geschäft,

die seine

Manuscripte

dieselben

zu durchmustern und mich in ihnen

enthielten,

es

zu machen.

heimisch

Es gelang mir über Erwarten, wiewohl Nitzsch

noch sterbend

selbst

an der Möglichkeit gezweifelt hatte, dass ein Fremder seine Habe der

Welt zuführen könne.

Nach genommener

Einsicht erkannte ich bald,

dass der Stoff zur Vollendung der Pterylographie

wenn man

liege,

sich

entschliessen

wolle,

bei

am

reichlichsten vor-

dem

dahin von

bis

Nitzsch Untersuchten stehen zu

bleiben; dass dagegen die anatomische

Seite der Arbeiten annoch,

grosser Reichhaltigkeit

viel

zu lückenhaft

stalten,

sei,

um

und dass endlich

Nitzsch

selbst alle

für eine

wenn auch

parasitischen Insekten

nicht

tafeln

als

Ganze aus

ihr zu

doch

ge-

wie

wohl

Stoff genug

reichhaltige

Schilderung

nannte,

Solcher Eigenschaften wegen musste schon

in der

was unternommen wurde;
Weise, wie Nitzsch

Text des allgemeinen Theiles und

mir vorgezeichnet

stellung y

vollständige

das Erste sein,

gann daher ihre Bearbeitung
lateinischen

ein gleichmässiges

im Einzelnen,

sein reiches Material über die Epizoen,

dieser Thiergruppe darbiete.

die Pterylographie

bei

hatte, hielt es aber

sie

ich be-

durch den

die vollendeten

Kupfer-

sowohl der leichteren Dar-

auch der allgemeineren Verbreitung wegen

für

zweck-


XII
dienlicher,

statt

der lateinischen Sprache die deutsche

seiner Erfahrungen zu wählen.
tige

Werk

In dieser

Form

zum Ausdruck

bietet sich

den Freunden der Wissenschaft dar, und

hofft,

nun das

fer-

durch seinen

reichen, meistens ganz unbekannten Inhalt alle Zoologen zu überraschen,

das

Andenken

seines Stifters bei ihnen dauernd

wach zu

erhalten,

auch seinem Herausgeber ein beifälliges Urtheil zu verdienen.
das erreichen helfen,

was

sein

und

Möge

es

Urheber bezweckte, nehmlich die bes-

sere Einsicht in die wahrhaft natürlichen Unterschiede der scheinbar so

gleichförmigen Vogelbildung;
anlassen,

möge

es aber auch die Ornithologen ver-

ihren ferneren systematischen Studien eine Ausdehnung und

Tiefe zu geben, ohne welche, das lehren, dächte ich, die bisherigen
einseitigen

und eben deshalb meistens misslungenen Versuche, grade

diesem Theile der Zoologie
lässt.

am

wenigsten die Endaufgabe sich lösen



Halle,

in

den 20. Mai 1840.

H. Burmeister.


Erster Tbeil.
Allgemeine Pterylographie.
Torerinnerung.
MJie Mittheilungen, welche ich, nach jahrelanger mühsamer Beschäftigung mit
ihrem Gegenstande, hier beabsichtige, betreffen einen wie es mir scheint höchst
wichtigen, aber noch nirgend seiner grossen Bedeutung gemäss abgehandelten

Wenngleich mitunter von den Stellungs-

Theil der zoologischen Forschungen.

gesetzen der thierischen Hautbedeckungen im Allgemeinen die Rede gewesen
so hat sich doch kein Beobachter die
als

was der

erste flüchtige

ist,

Mühe genommen, mehr davon anzuführen,

Augenschein darbietet.

Dieser zeigt aber nur, dass

der Leib der meisten Fische und Amphibien von reihenweis gelagerten, gewöhnlich gleich grossen

Schuppen bekleidet zu

sein pflegt,

und dass den Säugethieren

wie den Vögeln ein ähnliches aber mehr äusseres*) horniges Kleid

worden

ist.

Von

zuertheilt

der allgemeinen und gleichartigen Vertheilung jener Schup-

penkleider ausgehend, schloss

Zusammensetzung des

man wohl immer

Vogelgefieders,

auf eine ähnliche Stellung und

und übersah, durch den äusseren Anschein

irre geleitet, eine

Eigentümlichkeit desselben, welche gewiss nicht der unwich-

tigste zoologische

Charakter dieser durch untergeordnete Verschiedenheiten schein-

bar minder mannigfaltigen Thiergruppe

ist.

Die Absicht, jene auffallende Gleich-

*) Auf den wesentlichen Unterschied in der Bedeckung der kalt- und warmblütigen Rückgrat thi er e
habe ich an mehreren Orten,
derartigen Gebilde
fortsütze

,

Knochen,

die aus der

z.

B. in meiner Naturgeschichte S. 664. hingewiesen.

die

in

Taschen der Epidermis, aber unter

Bei jenen sind alle

ihr liegen;

Bn.

Tasche hervorragen,

Nitzsch Pterylographie.

bei diesen

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Horn-


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heit in

den äusseren Formen, welche die meisten und grössten Zoologen zu einer

fehlerhaften Gruppirung der Vögel genöthigt hat, durch genaues allseitiges Stu-

dium
ihr

dieser Thierklasse analytisch zu sondern,

kennen zu lernen,

Untersuchungen

mich von Jugend auf

hatte

geleitet,

und die wahre Mannigfaltigkeit

und

die Auffindung der

der Federn mitzutheilende Gesetze

verhältnisse

matischen Resultate , welche die mehr

in

meinen ornithologischen

bei

demnächst über die Stellungsist

eins der interessanten syste-

Beschäftigung mit

als dreissigjährige

dem

Studium der Vögel mich kennen gelehrt hat.

Wohl

mit Recht darf

man

sich übrigens

wundern ,

dass ein so leicht zu-

gänglicher,

und

gefieder,

bisher von den Zoologen ganz auffallend vernachlässigt

Und doch

so

schöne Resultate liefernder Gegenstand, wie das

sind die Federn, welche ich

bedeckungen

am

liebsten

Haut

worden

ist.

im Verein mit den übrigen hornigen Haut-

Hautgewächse

sofern sie alle Produkte der

Vogel-

(dermalophyla) nennen möchte, in-

welche nach Art der Pflanzen

sind,

in ihr

wurzeln; nicht bloss ganz leicht zu untersuchen, sondern auch deshalb höchst

angenehm, weil

die Mannigfaltigkeit bei

lichen Umkreisen.

wie

sie sonst

ihnen grösser

ist,

als

irgendwo in ähn-

und

Alle verwandten Gebilde, wie Haare, Borsten, Stacheln,

noch heissen mögen, werden nehmlich von den Federn nicht nur

in der Anzahl

und Verschiedenheit ihrer Bestandtheile übertroffen, insofern

die

genannten meistens gar keine und höchstens einfache Aeste besitzen; sondern auch
in

dem

kunstreichen Bau dieser Theile und somit wieder des Ganzen.

treffen dieselben ferner durch einen verhältnissmässig sehr grossen

durch den A titheil, welchen
sintemal die Flügel ohne

die

sie

Sie über-

Umfang und

an der Bewegung des Vogelkörpers nehmen,

Federn unbrauchbar zum Fliegen sein würden;

und die letzteren den Körper zugleich schützen und erwärmen, ohne grade
Gewicht bedeutend zu vermehren.

Neben diesen Eigenschaften darf

sein

es aber

nicht unerwähnt bleiben, dass der Vogel seinem Federnkleide vorzugsweise, ja
eigentlich

so viele

wohl

allein, die

angenehme und

gefällige

Freunde und Bewunderer zu erwerben

sere Theil des nicht wissenschaftliche

genden Publikums die Vögel, wenn

Form

pflegt.

verdankt, welche ihm

Gewiss würde der grös-

Zwecke im Studium der Zoologie
sie federnlose

verfol-

Thiere wären, ebenso sehr

verabscheuen, wie die nackten Kröten und Eidechsen, welche

auch mit einer noch so herrlichen Farbenpracht prangen,

jetzt,

fast

mögen

allgemein

sie

Wi-

_

••

-


3
Und wenn nun durch

derwillen erregen.

diese Eigenschaften des Gefieders schon

der grosse Haufe sich angezogen fühlt, wie viel

mehr

der wissen-

sollte nicht

schaftliche Forscher zur emsigsten Untersuchung aufgefordert

werden, wenn er

welche die Vogelfedern nach allen

die fast unzähligen Verschiedenheiten sieht,

möglichen Beziehungen hin darbieten; wenn er liebender mannigfaltigsten Form

und Bildung auch eine ebenso kunstreiche Stellung und Gruppirung über bestimmte Gebiete des Körpers wahrnimmt, und die bemerkten Differenzen dann
weiter nicht bloss bei den zahlreichen Arten, Gattungen und Familien, sondern

auch bei den verschiedenen Altersstufen und Geschlechtern einer Art, oder end-

während der aufeinander folgenden Jahreszeiten an einem und demselben
Individuum beobachtet. In allen diesen und noch mehreren anderen Punkten

lich

würden ihm die Vogelfedern höchst beachtenswerthe Unterschiede darbieten.
Nach Anhörung dieser Behauptungen, deren Richtigkeit eine vieljälirige Erfahrung bestätigt, werden meine Leser mit mir die gleich anfangs ausgespro-

chene Verwunderung theilen, wie ein so reichhaltiger Stoff für wissenschaftliche

Aber noch mehr

Arbeiten so lange unbenutzt hat bleiben können.

setzt es in

Erstaunen, dass dieser Gegenstand bei der grossen Aufgabe, welche er bietet,

von allen Schriftstellern,

Wenn

ist.

gleich an Mittheiluiigen über die Vogelfedern nicht

waren

finden, so
anstellten;

und

Man

vergleiche

Blainville,

v.

über die Federnbildnng,

Dutrochet, de

mus. 1826.

Ornithologen, welche die Untersuchungen

in

Meckel.



588.

Reil's Archiv

f.

d.

dort

Camper,

I.



Physiol. XII. 1.

Poupart,

Carus

,

II.

129.

Lehrb.

d.

plumes; im Journ.



Macgillivray,
pag. 253

Eiliiuterungstaf.
I.

z.

;

in



II.

beiden
Voiles,

Alb. Meckel

Zootomie.

p.

441.

d. phj/s.

tom. 88.

In den

Mem* du

R. Jameson, the Edinburgh, new philosoph. Journal. Vol. III.

mir nur aus der Anzeige in Oken's

vergl. Anat.

der

Cuvier,

noch folgende:

Tiedemann's Zoologie

und ausser den

2. 207.,

Baster,

angeführten

Ja strueture et de la regeneration des

gewesen, die

es keinesweges

System der Histologie

Leeuyvenhoek ,

II.

ist

Fr. Cuvier, observat. sur la strueture eile developpement des plumes.

fasc. 6. 1827.

den Haaren.

Hooke,

Audebert und anderen

über vergl. Anat. übers,



vor allen Heusinger's

Malpighi,

von

am wenigsten

Aufgabe der Beobachtenden

die

Wenzel,

p. 333.

doch

es

Schriften



worden
grade man-

so oberflächlich abgethan

auch in den gemachten manche gute Beobachtungen sich niedergelegt

gelt*),

*)

es

die ihn behandeln,

u.

11.

t..

2.

f.

14

— 18;

Isis,



1832. S. 693 bekannt.

so

wie auch: Eble,

128.
1

*

die



Carus,

Lehre von


gg=^^MBMBH«»S

1MI,

I

,,J I ,

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^_

i

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.

,

.

.-

^~^

im Einzelnen zn erläutern, sondern vielmehr den

Mannigfaltigkeit des Gefieders

Bau der Federn im Allgemeinen zu erklären.
Demnach darf ich mir wohl mit der Hoffnung schmeicheln, durch

die an-

gekündigten neuen Resultate die Theilnahme der Naturforscher zu erwecken;

und indem

ich die von' mir

Fe de rnfluren

(pterylae) genannten befiederten Fel-

der des Vogelkörpers aufzähle und ausführlich beschreibe, den Beweis zu führen,
dass dieselben, so neu*) und überraschend sie vielleicht

Manchem beim

ersten

Anblick meiner Abbildungen vorkommen mögen, ebenso bedeutungsvolle und
wichtige Merkmahle abgeben zur sicheren und naturgemässen Unterscheidung der
Vogelfamilien.
alle

Seit ich diese

Wahrheit erkannte, habe ich nicht

unterlassen,

mir zu Gebote stehenden Mittel zu ihrer ferneren Begründung zu benutzen,

überzeugt, dass die richtige und naturgemässe Abgrenzung der untergeordneten

Gruppen eine Hauptaufgabe des Naturforschers
keinesweges ein

*) Ich

selbst

allein die allseitigste

habe von diesen

mann's Vögeln Deutschlands,

und

dass zu ihrer

Lösung

Schematismus nach dieser oder jener Eigenschaft führen

oft leerer

könne , sondern

sei,

Feder nfluren

zweite Aufl.

Bd. 21. S. 147. unter Certhia,

und emsigste Untersuchung der Arten.

I.

S. 32.

früher nur beiläufig gesprochen (z. B. in

und: Ersch

Nau-

und Gruber, allgem. Enzyklop.

und Bd. 24. S. 207 unter Dermorhynchi).

Neuerdings hat jedoch

Herr Jac^uemin der Pariser Akademie Mittheilnngen ähnlicher Art gemacht, welche ich nicht weiter
kenne (vergl. Froriep's Notizen

1837. Febr. no. 11. S. 170.).

etc.

PterylograpTiiae avium pars prior.
in

wenigen Exemplaren an Freunde

gelegt worden,



Halae 1833.

Eine von mir unter dem Titel:

4. herausgegebene akademische Schrift

vertheilt; sie ist der ersten Abtheilung

dieses

wurde mir

Werkes zum Grunde


Erster

Abschnitt.

Ueber den Bau der Federn und ihre Hauptunterschiede.
JtSevor ich die Darstellung der Federnfluren selbst beginne, scheint es mir nö-

von den Theilen und Arten der Federn zu reden, aus denen die Federn

thig,

und

die Fluren

bestehen.

Man wird nehmlich,

dem Stellungsgesetz der Federn erkundigt, bald

sobald

man

sich

finden, dass in

genauer nach

gewissen Fluren

nur ganz bestimmte Arten von Federn vorkommen, in anderen mehrere Arten
untermischt

;

und

dass, soll

man

hiernach die Fluren unterscheiden, die verschie-

denen Arten der Federn bekannt sein müssen.
Federnarten

ist

Die genaue Charakteristik dieser

aber unmöglich ohne eine genaue Kenntniss der Theile, aus de-

die

Federn bestehen; und da ich auch in Angabe dieser bei den Schrift-

stellern

mehrere erhebliche Undeutlichkeiten walirnehme, so halte ich es für
Ich bemerke aber
hier zuerst von den Theilen der Federn zu reden.

nen

nöthig

,

im Voraus,
chen,

zum

dass dies nur

im Allgemeinen geschehen

soll,

und ich auf die

zahlrei-

Theil höchst verschiedenen Gestalten, welche viele dieser Theile

Beobachter darbieten, nicht weiter eingehen

will.

ständniss der Stellungsgesetze nöthig ist, soll

hier

Nur

so weit es

dem

zum Ver-

von den Theilen der Federn

gehandelt werden.

Erstes Kapitel.
Von den Theilen der Federn.
An

jeder vollständigen, mit allen Theilen, die sie füglich haben kann, ver-

sehenen Vogelfeder unterscheide ich:

schaft

(hy-porrhachis), 5) die

Wimpern (ciliae) und

6) die

Aeste

1)

den Kiel (scapus), 2) den After-

(rami), 4) die

Häkchen

(Iiamuli).

Strahlen

(radii), 6) die

Sie stimmen sämmtlich da-


g
rin

mit einander überein,

und

geht,

sie also

dass ihre vornehmste

Ausdehnung der Länge nach

ohne Ausnahme gestreckte Gebilde darstellen.*)

*) Es scheint mir nicht unpassend, hier zur Ergänzimg der von
teile der Federn, einige Beobachtungen, welche

Nitzsch

geschilderten Bestand-

über die allmälige Entwicklung dieser Theile

einzuschalten.

angestellt habe,

Eine junge Feder
förmigen,

ich

bevor sie die Grenze der Haut überschreitet,

stellt,

nach oben zugespitzten Balg dar,

überschritten hat

so findet

,

man

Oeffnet

teile der Feder enthält.

mau

um

ihn

dem

in

welcher überall geschlossen

ist

einen zylindrisch -kegel-

und sämratliche Bestand-

diese Zeit, d. h. ehe er die äussere Oberfläche der

Haut

ziemlich festen fast lederartigen Balge einen zweiten häutigen

mit einer gallertartigen Flüssigkeit gefüllten Balg, dessen Achse von Blutgefässen (einer Vene uud einer
Arterie,
ist.

von denen

letztere sich durch grössere Feinheit

Diese Blutgefässe dringen von

des Federnbalges

ein,

und hellere Färbung auszeichnet) durchzogen

der Fettlage des Vogels

und durchbohren ihn

hier,

in das untere

Haut her

unter der

sowohl den äusseren, alsauch den inneren.

Ende

Zwischen

beiden Bälgen befindet sich eine besondere, von einer weichen breiartigen feinkörnigen Substanz gebil-

Balg ebenso überzieht, wie

dete Schicht, welche den inneren

Sämmtliche

seren anlegt.

drei Schichten des

1) Der äussere Balg
in die

au die innere Oberfläche des äus-

Federnkeimes sind so zu deuten.

die Hülle, unter welcher sich die eigentliche

ist

Feder

bildet; er geht nicht

Substanz der Feder ein, und besteht aus grossen dicken Epithelium- Zellen, daher er

Fortsetzung der Oberhaut,
hält, zu betrachten

als eine Ausstülpung derselben innerhalb der

Unter Fig. 17. habe ich auf Taf.

ist.

man bemerkt

Vergriissenrngf) dargestellt;
ihrer

sie sich

Wand.

Höhle, welche

Stück dieses Balges

ein

I.

als eine

die

Feder ent-

bei

öOOmaliger

hier die grossen Epilhelium- Zellen und die Zellenkerne iu

Daraus, dass durch eine jede Zelle noch mehrere,

oft vier bis

sechs, solcher

Kerne unter

ihr

liegender Zellen hindurchschimmern, glaube ich schliessen zu können, dass der ziemlich dicke und feste

Balg aus fünf

bis

sieben Lagen solcher Zellen gebildet werde.

Wände

durchscheinenden Zellenkerne und
net,

bloss die der

soudem

ebenfalls erkennen

welche

in

ist

dem Maasse,

als

sie

Körner von gelblicher Farbe wahrnimmt.

dunklen Punkt,

mitunter

,

nicht

mit gezeich-

der Bildungsstoff der Feder, nnd die Körnchen in ihr sind

mehr im obern Theile

deutlicher werden und schon einen klaren Hof, die spätere Zelle,
als eiförmige

konnte

ich die

obersten Schicht.

2) Die mittlere feinkörnige Schicht
nichts als Zellenkerne,

welche ich

,

Der Deutlichkeit wegen habe

zwei

5

die

bekommen,

In vielen dieser

sogenannten Kernkörperchcn,

ansehe, die sich erst später bildet, wenn der Kern selbst sich

bis

dieser Schicht liegen,

in dessen Mitte

Kerne erkannte

man

sie

ich noch einen

welche ich für eine zentrale Höhle
zu seinem normalen

Umfange

ver-

grossert hat.

*)

Unter den Linsen
meines Kollegen

1. 2. 3.

D 'AI ton

mit

dem Auszuge

sich befindet.

eines

Chevalierschen

Mikroskops, das im Besitze


Der Kiel (Taf.

1)
alle

de» Stamm der Feder, und

Fig. i. a.) bildet

I.

trägt

Gewöhnlich ähnelt er einem sehr lang gestreckten

anderen äusseren Theile.

3) Der innere zentrale Balg, welcher aus einer sehr dicken schwammigen Haut hesteht, inwendig
mit einer Gallerte erfüllt

ist,

und ausserdem die schon erwähnten Blutgefässe enthält,

Matrix

den Bildungsstoff der Feder, die sogenannte
Eiweiss)
starker

aus

dem

Blut

Vergrößerung auf

die äussere Fläche des

für

Wirklich erkannte ich bei

Sackes eine zahllose Menge Körnchen von unglei-

cher Grösse niedergeschlagen, welche bei der Vermischung mit Wasser sich

Boden des Objektträgers lagen, und

Herd

der

derselben, welche offenbar die Gallerte (vielleicht

und demnächst in Zellenkerue umwandelt.

bildet

ist

Bei weitem die meisten wa-

eine sehr ungleiche Grösse besassen.

Am

ren kleiner als die Zellenkerne, manche aber auch grösser.

Sacke

Thl. ablösten, auf dem

z.

selbst

konnte ich keine zellige

Struktur erkennen.

Im
derung

Forlschritt

der Federnbildung

und Umwandlung,

während

nun

erleidet

anderen

beiden

die

die mittlere Schicht

ziemlich

eine sehr wesentliche Verän-

unverändert so bleiben, wie ich sie

eben beschrieben habe.

Das Erste was

geschieht,

wenn der Epithelium-Balg, den

bezeichnen werde, die Grenze der Hauttasche, in der er steckt, überschreitet,

an seinem obersten Ende.

So wie diese

Pinsels feiner Strahlen hervor
sich dieser Pinsel erhebt,

Balg

in

und

wird

tritt

und stärker,

grösser

Noch

offen.

ist,

am Ende

breitet sich

er

seinem ganzen Umfange

erfolgt

Oeffnung desselben

die

ist

aus ihm die Spitze der Feder in Gestalt eines
federnbuschartig aus (Taf.

I.

dann der

ist

jetzt zeigt die Feder keine Verschiedenheit, sie

Aber

in

dem Maasse

Wie

Fig. 10.)

und bald

die Oeffnung weiter,

einem Pinsel ähnlich, und überall rundlich, zylindrisch.
zeigt sich

dem Namen Balg

ich fortan bloss mit

ist

völlig

wie sie grösser wird,

,

unter den übrigen, völlig gleich grossen Aesten, ein etwas stärkerer, an der vorderen Flä-

che und derjenigen Seite,

Dieser stärkere Ast

ist

welche

das obere

von allen Federntheilen die dem Körper

am

meisten abgekehrte

Ende des Kieles, und man bemerkt auch schon

ist.

wie die

recht gut,

Aeste, welche an beiden Seiten zunächst neben ihm liegen, nicht mit ihm parallel in den Balg hinabsteigen, sondern sich

an ihn ansetzen, und daher

als seine

gens, wenigstens an den Bumpffedern, dass sich zuerst

binden,
mit

dem

und
Stiel

den Anfang des Kieles bilden,
der ersten Gabel in gleicher

Fadenfedern (Taf.

I.

Fig. 7. 8.),

des Schaftes vorkommen.

doch mit

Ganz wie

bei

Zweige zu betrachten

immer zwei

sieht

nen

man, dass
in

der

er mit

Höhe zusammentreffen.

dem

Köruerlage, welche ich

Verfolgt

erst

ist

seitlichen

auch

zeigen

die

am Ende

der oberste Theil des

nach unten hin, jenseit des vierten

mau den Verlauf

des Kieles weiter,

so

liegenden Aesten in den Balg eindringt und mit ih-

dem Balge auf

Federnstoff

Dieselbe Bildung

diesen Federn (siehe weiter unk'n)

er dunkler und markig.

unter

gleich grosse Strahlen gabelig ver-

Unterschiede, dass nur sehr wenige Strahlen

den feineren, neben ihm

körnigen Lage

Ich finde übri-

und dass demnächst immer die zwei folgenden

Schaftes jeder Feder völlig markleer, klar und durchsichtig;

und fünften Astpaares, wird

sind.

nennen will,

der

Oberfläche der

bildet einen

Matrix sich

verliert.

Diese

vollkommnen Zylinder, welcher

die


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8
An dem

Kegel, oder einer Spindel.
ist

er drehrund, hohl

unteren Theile, welcher in der Haut steckt,

und durchsichtig,

später hinauf füllt ihn ein zelliges

Mark

Matrix au allen Seilen überzieht, und der von seinem oberen freien Rande die fertigen Enden der Aeste
Diese

aussendet.

zylindrische Grundform,

welche hiernach

der ausgebildeten Feder noch ziemlich gut zu erkennen.

wo

zur Stelle,

sie in

den Schaft übergeht.

belformige Grübchen bezeichnet, und

Ende

Diese Stelle

Grübchen

dies

ist

am

beide Schafte

Deutlicher erkennt

man

ist

auch an

an der Spuhle bis

Nitzsch

durch das von

beschriebene na-

vom unteren

die Richtigkeit dieser

aber an den Federn des

deutlichsten

Der Schaft der Feder

gleich gross sind.

jungen Federn besitzen,

deutlich zeigt sie sich

eigentlich nichts anders als die obere,

des dicken Schaftes verengte Oeffnung der Spnhle.

Ansicht an Federn mit grossem Afterschaft,

alle

Ganz

Kasuars, wo

gewissermassen eine Verlängerung, mit

ist

Verdickung verbunden, des oberen Randes der Spuhle an seiner änssersten Stelle, und der Afterschaft
eine zweite an der innersten grade entgegengesetzten Stelle.

einen Afterschaft haben,

derselben

ist die

zylindrische Anlage

eine in sich geschlossene

um

das nabeiförmige Grübchen herumläuft, so dass auf diese

Weise beide Reihen der Aeste zusammenhängen.

und

um

I.

noch daran zu erkennen, dass sämmtliche Aeste

Kurve, eine sehr langgezogene Ellipse, bilden, welche an beiden

Seiton des Schaftes herabsteigt, und unten

auf Taf.

Selbst an den Schwungfedern, die niemals

Die Ansicht einer solchen Schwungfeder unter Fig. 18.

wie beide Astreihen {d und e) sich einander nähern, je mehr sie herunter steigen,

zeigt,

das dicht unter

cher die Spuhle

a gelegene Grübchen herumlaufen würden, wenn
ein Theil

öffnet,

nicht durch den Schnitt, wel-

oberen Randes mit den kleinen fast dunenartigen Aesten ent-

des

fernt wäre.

Verfolgt

man nun

hinabsteigen (Taf.

dass ihre

I.

die Aeste, wie sie zwischen

Fig. 11.),

dem Balge und

so ergiebt sich bald,

ganze Ast von nun an einen schmalen

später aber nur

von dem Punkte an,

wo

Weiter hinunter

die endlich

verliert.



Wir

ist,

stellen

und
diese

auch verschwinden, so dass

bandförmigen Streifen bildet,

unvollkommen von seinen beiden Nachbaren gesondert

homogenen gleichmässig körnigen Masse

zum Grunde der Feder

dass sie anfangs noch völlig getrennt sind,

beiden Strahlern eihen dicht an den Seiten des Astes anliegen.

Strahlen bloss schiefe Linien an beiden Seiten des Astes dar,
der

der Matrix

der anfangs zwar deutlich,

und

zuletzt sich in

einer

ganz

wollen nun einen einzelnen Streifen aufwärts

er als solcher deutlich erkannt wird,

bis

zu seiner Ausbildung in einen voll-

ständigen Ast verfolgen.

Unter Fig. 14. habe ich das unterste Ende eines solchen Streifens, durch dieselbe 500iuali<*e Vergrosserung gesehen, abgebildet; die Zeichnung
grossen,

locker

lehrt deutlich

genug, dass er vollkommen aus lauter gleich

verbundenen Zellen besteht, deren genau gleiche,

elliptische

Kerne keine Spur eines

Kernkörperchens erkennen Hessen, ein Umstand, der mich zu der Annahme veranlasst

Kernkörporchen

erst später

entstehen,

und

hat, dass diese

wohl als Höhlungen des Kernes zu betrachten seien.

Au

diesem untersten Ende scheint der Streifen ganz flach zu sein, allein mehr nach oben wird er gewölbt,

und noch höher dreikantig prismatisch.

In dieser

Form

liegt die

eine scharfe

Kante des Prismas nach


9
Aber auch der hohle Theil, welcher den Namen Spuhlle (calamus)

aus.
ist

führt,

nicht ganz leer, sondern enthält vielmehr grosse, der Reihe nach aneinander

aussen gegen den Balg hin, und mit den beiden anderen stösst jedes Prisma an seine beiden Nachbarn.

Die flache Seite,

welche in dieser Lage

und

sondern etwas ausgehöhlt,

in diese

gegen

ist

ist,

Höhle dringt eine Hautfalte ein,

der That nicht flach,

in

welche beim ersten Anblick

aber eigentlich von einer eigenthümlichen Haut herrührt,

eine Falte der Matrix selbst zu sein scheint,

welche zwischen Matrix und Federnstoff

Matrix gewendet

die

In einigen Fällen habe ich in dieser Haut Blutgefässe

liegt.

gesehen, in anderen erkannte ich bestimmt eine zellige Struktur, und zwar dieselbe Formation der Zellen,

welche an den Streifen wahrgenommen wird.

Wahrscheinlich

gefässreiche eine ältere Periode

Sobald

löst er sich von der
liniirter,

der Haut.

Haut ab, und

trocknen Hautgebilde, Weiche

man

übrigens

dieser Zustand ein jüngerer, jener zweite

seiner Bildung vollendet

der Ast in

bleibt als ein völlig geschlossener, aber

sie

dem Zylinder

trockner Sack in

ist

der Feder über der Matrix zurück.

Aus

am

Das

ct.).

diese Theile dadurch zu erhalten, dass sobald sie

anfangen, oben trocken zu werden, die Matrix eine neue frische Schicht unter der alten bildet,
diese in die andere hinein schiebt.

.

Wahre

die sogenannte Seele

auch

zum

Theil

in

Matrix zu betrachten

der Oberfläche dieser Taschen der Seele keine Streifung mehr bemerkt,
linder der Spuhle

Astes zurück.

sondern

gestreift,

glatt

ist.

Doch

ist

wir

dieselbe

Weise

sich daraus, dass

Warum man

ist.

auf

von selbst klar, da der Zy-

kehren zur Betrachtung des


man den

Breitet

mehr

nicht

Auf

einander stecken.

im Innern der Spnhle gebildet (Fig. 18. c), und es ergiebt

die tlicilweis abgestossene äussere Schicht der

sie als

und

geschlossene Säcke sind nehmlich diese Hautlappen nie, son-

dern bloss mützenförmige Taschen, die wie Tuten
ist

die

Fig. 11. d. d.)

I.

oberen Ende der Spuhle hervorragen (Fig. 18.

Ausehn von Zellen, oder vielmehr Säcken, scheinen

dann

ihr entstehen

über dem obern Ende der Matrix wahrnimmt (Taf.

und die aus dem nabeiförmigen Grübchen

ist,

auf der Oberfläche fein

prismatischen Streifen an

wähnten schiefen Linien schon

besitzt,

unter Fig. 15 dargestellt

Ich

ist.

einer Stelle,

wo

er auf jeder äusseren Seite die er-

auf einer ebenen Flache aus, so erhält

mau

muss dabei bemerken, dass jene frühere Figur von

Gänsefeder, diese neue von einer graueu Taubenfeder entnommen wurde.

man weder

die

dunklen Flecke

in

scharf umgrenzten dunklen Stellen auf den Strahlen;

einer farblosen

Die Färbung der Feder

nehmlich an dem eigenthümlichen Ansehn Schuld, welches Fig. 15 uns darbietet.

Federuast bemerkt

wie sie

die Ansicht,

ist

Bei einem farblosen

der Mitte des späteren Stammtheiles,

noch die

beide sind ohne Frage Pigmentanhäufungen

,

und

konnte ich an denen des Stammes sehr bestimmt die zweigförmigen Auswüchse erkennen, welche jede
Pigmentzelle,
farblos,

so

die übrigens viel

sieht

man

die

grösser

flächen
je

des Prismas

mehr

eine ursprüngliche Zelle,

des

Stammes

aussendet.

Ist

die

undeutlicher,

viel

Feder

bemerkt

dass jeder Streifeu durch Abschuürung einer schief über die Seiten-

laufenden Zellenreihe

die Stelle des Streifens

Niixsch Pterylograpliie.

als

schiefen Streifeu zu beiden Seiten

dafür aber auch desto bestimmter,

wird,

ist,

entsteht,

und dass diese Abschnürung

dem oberen Ende

des Astes sich nähert.

um

Ist

so

vollkommner

dagegen

Q

die

Feder


ig
hängen Je Zellen, welche unten an Jen Grund Jer Spuhle, wie oben an Jas

Mark

Der markige Theil

Jes Kieles angeheftet sioJ.

im Ge-

Jes Kieles heisst,

gefärbt, so bildet sich an jedem schiefen Streifen oberhalb jeder einzelnen seiner Zellen eine Pigment-

anhäufuug von desto grösserem Umfange, je mehr

Pigment-Anhäufung verursacht das

diese

die Zelle

an derjenigen

gleich an den beiden Strahlenreihen, und stärker

dem Stamm des Astes nahe

Ansehn der Strahlen.

gefleckte

Dieselbe

liegt;

übrigens

ist

ferner aus einer Gegeud

ist

wachsen

Höher hinauf

sind.

Jeder Strahl

Strahlen.

sich

löst

dass

die

sich

mehr erheben und wahre
ihren besonderen,
ist

an

fertigen Strahlen

Dies

sieht.

Fall

am

ist

bilden,

bald

die

einseitige

(Fig. 12 der linken,

die der kräftigste Theil des

bildet,

dass dieselbe

ist.

Wo

die

Strahles Auswüchse

Wimpern

Fig. 13

ist.

Wo

der rechten Seite) noch
eine sehr

die

sind.

Hiermit

nehmen

die

hier

dünne Lamelle

bildet, der

da fangen. die Zacken an.

da

dass

denn auch auf der oberen Kante des

treten

um

so grösser, je weniger hakig die

die Zellen wieder

gleichzeitig

(Fig. 4.), aussenden.

an Länge zu, und

Auf dieselbe Weise sind die Strahlen

aller

alle zeigen eine sehr deutliche Knotenbildung, welche der Rest

entstehenden Ursprungs

ist,

und anzeigt, dass jede Zelle an ihrem Endtheile

verschieden geformte Auswüchse gebildet hat.

ursprünglichen Zellen deutlich (Fig. 9. 12.),

welche in Fig. 12 und 13

so wie

an ihrem Ende nach oben und unten ein Spilzchen, die

Zellen, und er erscheint homogen (Fig. 4. 5. 19
Streifen,

man

Zacken getrennt

der primären Zellen in der Längenrichtung ver-

der Zellen auf, und diese werden

zylindrische Glieder,

ihres aus Zellenreihen

ihm

die

an denen der rechten aber nicht

,

diese Leiste aufhört,

Bildung von Haken nachlässt,

Dunenfedern und Fadenfedern gebildet;

in

Basal -Theil des

an der Spitze einkrümmt und hakig wird;

sich verlängert,

der fertigen Strahlen

besondere, höchst

An dem

vielmehr verdickt sich hier der Strahl, und bildet eine Leiste,

ganzen Strahles

am Ende

entgegengesetzten Seite

bilden später dünne

Jede Zelle bildet nehmlich

auslaufen.

Mitte hin aber nur theilweis, so dass

die

mit dieser Hakenbildung eine auffallende Verkürzung

bunden

und eine breite linke

13, dass anfangs jede noch mit dem Kern versehene Zelle nur nach unten eine

ersieht aus Fig.

Zacke

man

Zacken

in

an der oberen treten an den Strahlen der linken Seite niemals

;

der

deren einzelne Glieder jedoch nicht

Verdickung der Zellenmembran, immer

mehr an der unteren Kante, wo der Strahl

jedoch

aneinander ge-

sind völlig isolirtc

die Streifen

den Nachbaren verwachsenden Ansläufer.

Grundende, solche Auswüchse auf,

Man

durch

Verwachsung vollständig, gegen

diese

Strahles
fast

Kämme

erst später mit

Wänden

demnächst der Strahl seine Hauptveränderung, die da-

erleidet

schmalen Seiten,

Die

Ablösung der Strahlen von

mithin eine obere und untere schmale Seite,

Auf jenen beiden

besitzen.

rin besteht,

die

und

auch diese Verbindung,

das Ansehn einer Perlenschnur,

hat nun

rund, sondern flach gedrückt sind;

und rechte

des Astes, in welcher

und die einzelnen Zellenreihen noch mit ihren

einander noch nicht erfolgt ist,

un-

welche später die vordere Reihe wird

,

und Häkchen trägt, schwächer an der entgegengesetzten, in unserer Zeichnung links gelegenen.
abgebildete Stelle

und



25.).

ist

Ist

Noch muss

wahrgenommen werden,

der Strahl noch juug,

er aber älter,
ich

so sieht

so verschwinden die

bemerken, dass die dunklen

die Ausbreitangen

der unmittelbar über


lt
Schaft

gensatz gegen die Spuhle,

(rhachis)

An

platteten Seiten die Aeste ausgehen.

und er

,

von dessen abge-

ist es,

seiner ganzen Aussenfläche erhält der

der Zelle liegenden Pigmentflecke sind,

und allen farblosen Strahlen (Fig. 4. 5.) fehlen.

Dunenstrahl zeigt, wenn er gefärbt

nicht leicht eine

Färbung (Fig. 21. 22.
Auf

diese

ist,

24.).

welcher diese Strahlen trägt,

Wir

staltung seiner Zellen besteht.

Wimpern und Haken;

eine allmälige Veränderung,

immer mehr

sie

der Kern

Kern

in ihnen

fort,

die besonders in einer

Umgemehr

In dieser Art ihrer Ausbildung schrei-

Dabei bleibt

werden also noch grösser, noch ungleicher und noch eckiger.
und je grösser

sichtbar,

ein oder zwei

man-

zugleich aber erleidet der

finden dieselbe schon in Fig. 15, im Vergleich mit Fig. 14,

eckig und weniger regelmässig, im Gauzen aber etwas grösser.
ten

eine absatzweise

homogene, sondern häufiger

bilden sich aus den einfachen Zellenrcihen die so verschiedenen und höchst

Weise

nigfachen Strahlen mit ihren Anhängen, den Knoten,

Ast selbst,

Auch der

die Zelle

Die

Kernkörperchen oder Höhlungen.

wie jeder Strahl, eine Lamelle (Fig. 3. «.

zeigt

ist,

um

man

so bestimmter erkennt

Form

so

des Astes betreffend,

ist

ihrem

in

er,

ganz

die Durchschnitte Von 6 Aesten aus der äusseren

Der

Fahnenhälfte einer Gänseschwungfeder), die nach oben und unten in einen scharfen Rand ausgeht.

Rand

untere

des Astes

ist

ungleich dünner, zarter und endlich ganz häutig, ohne Zelleuinhalt; also ge-

wiss ebenso wie der Strahl, durch einseitige Ausdehnung der

der letzten Zellenreihe entstanden.

Wände

Der obere Rand hat dagegen cjne schief angesetzte Endfläche, welche neben ihrer oberen Endkante
vordere,

Häkchen führende Reihe der Strahlen
(Der Durchschnitt

Reihe.
stimmt, y

in Fig. 3.

Dieser obere Rand, den

deutliche Längsstreifung

,

verlängert,

die

Zellenform verschwindet in ihm,

Dann

kennt

bilden die Zellen ebenfalls in

Zellenkern als Ursprung der Zelle.

man

dieselbe Bildung in Fig. 6, sowohl

Eine andere Zerfaserung der Zellen,

eine sehr

allseitige

Fasernbildung

Rabenfeder wahrnahm und abbildet« (Taf.

am

Schaft, als auch

,

II.

ihr

an den von ihm ausgehenden Aesten.
allein

(mikroskopische Untersuchungen

Fig. 13.),

ich sie unter

aber noch deutlich genug, er-

habe ich nicht wahrgenommen,

welche er

gelegenen

nnd zeigen in ihren Knoten noch sehr deut-

kleineren Maasstabe,

Schwann

hinter

Knoten angeschwollene Fäden, wie

Im

als diese,

nach gesucht; und es könnte mithin die von
S. 87.) beschriebene

tritt

bedingt ebenfalls durch eine Modi-

Enden mit der vor und

spitzen

Fig. 16 nach öOOmaliger Vergrösserung abgebildet habe,
lich den

ist

und dagegen

gelegenen Zellen und scheint dadurch hervorzugehen, dass jede Zelle sich

spindelförmig wird, und mit ihren

Zelle verwächst.

Dieselbe

hervor.

erleidet in seiner

nennen könnte,

richtiger die obere Endfläche

eine Art Faserung,

fikation der ursprünglich hier

häkchenlose

von 6 Aesten mit ihren Strahlen zeigt dieses Verhältniss sehr be-

man

Textur eine Aenderung, das heisst

hintere

neben ihrer unteren die

trägt,

die

in

am

den obersten Zellen
leicht

eine

auch nicht daretc.

Berlin 1839.

Hauptschaft einer

Eigenthümlichkeit der festeren

Hornsubstauz des Schaftes und der Spuhle ausmachen.

So

weit reichen meine Beobachtungen über die Bildung der Federn; sie scheinen mir die Genesis

Metamorphose

dieser interessanten Gebilde für unsern

Zweck genngsam

zn erklären.

2


*

und

" Ri



Schaft einen [hornigen Ueberzug, welcher offenbar eine Fortsetzung der Spuhle

deren gewölbte Oberfläche er noch an der nach aussen gewendeten Seite

ist,

während

beibehält,

die hintere

gegen den Leib des Vogels gewendete Seite des

Schaftes der ganzen Länge nach eine Furche hat, welche sich nach unten gegen

und hier

die Spuhle hin verflacht,
ins

Doch

Innere der Spuhle fuhrt.

in ein nabelförmiges

ragt bei der frischen Feder ein kleiner Fort-

satz der die Spuhle anfüllenden Zellenreihe aus

und
gens

schliesst so die Oeffnung,
ist

Grübchen mündet, das

welche

ins

diesem Grübchen hervor (Fig. 18.«.)
Uebri-

Innere der Spuhle hineindringt.

der Schaft an allen grösseren Federn ziemlich viereckig, bisweilen aber

auch ganz
2.

wie

platt,

z.

B. bei Aptenodytes,

Der Afterschaft

der Feder, unter
derselben Stelle,

(Taf.

I.



dem nabeiförmigen Grübchen, und zwar

wo

bar doppelte Feder.

Weise zweizeilige Aeste

Man

findet ihn

aus,

und

in der ganzen

Form

er die

bildet so eine schein-

an den Federn sehr vieler Vögel, vermisst

ihn aber an den Schwung- und Steuerfedern beständig.

Kasuaren, wo

ziemlich genau an

Er ähnelt dem Haupt-

dieses in den Hauptschaft eindringt.

schaft, sendet in gleicher

den beiden

an der unteren Seite

Fig. 1. ö.) entspringt

Am

Länge des Hauptschaftes

der Fahne höchst ähnlich

ist.

grössten
erreicht,

ist

er bei

und ihm

Bei anderen Vögeln

ist

er

kürzer und trägt bloss dunenartige Aeste; so namentlich bei den Hühnern'*),

deren Federnbildung aus der auf Taf.

1.

Fig. 1.

gegebenen Zeichnung einer Rü-

ckenfeder von Argus giganleus erkannt werden kann. Aehnlich finde ich ihn beim

Segler (Cypselus). Kleiner zeigt er sich bei den Tagraubvögeln, mit Ausnahme der Gattung Pandion; dann bei CaprunuJgus, Prodotes ( Indicalor auctt.),
MusopJiaga, Psillacus, den meisten

vögeln

bei den Longipennes ,

Nasutue

Diomedea), und den Pygopodes.
finde ich bei

den allermeisten

wo

statt

s.

Schwimm-

Tubuläres (doch mit Ausnahme von



(einigen scheint er in der That zu

Es giebt aber nicht wenige Vögel, denen

seiner einzelne Aeste

vorkommen; dahin gehören

*) In der Begrenzung und Anordnung der Familien folge ich noch

De avium

von den

Einen kleinen, schlaffen und sehr schwachen

Passerinen

fehlen) und bei der Gattung Picus.

er fehlt, und

Sumpfvögeln und

dem

in

die

meiner Abhandlung

arteria carotide (Halae. 1829. 4/o) aufgestellten, auf anatomische Charaktere besonders

gegründeten Systeme.


13
Gattungen Function, die

Nachtraubvögel,

die

Gattungen Cuculns, Centropus,

Upupa, Alcedo , Rhamphaslus f Columba, Pterocles , einige
Crypturus- Arten, dann die Schwimmvögel- Familien der Unguirostres und SieCoracias, Merops,

ganopodes,
3.

*)

Die Aeste(Taf.

vom

Seiten sowohl
ist,

aus,

I.

gehen der Reihe nach geordnet an beiden

Fig. 1. c.)

Hauptschaft,

als

auch

vom

und bilden mit den an ihnen sitzenden Theilen

Gewöhnlich sind

(vexillum).

miger Gestalt, die so

am

oben und aussen gerichtet

Am

des Vogels.

sie

wenn

Afterschaft,

er vorhanden

die sogenannte

Fahne

zusammengedrückte Lamellen von lanzettför-

Schaft sitzen, dass die eine der beiden Kanten nach
ist, die

andere nach unten und innen gegen den Leib

höchsten sind diese Lamellen in der äusseren Fahnenhälfte der

Schwungfedern; im Uebrigen zeigen

sie in Gestalt,

Länge und Dicke nach der

Differenz der Vögel sehr grosse Verschiedenheiten.
4.

Die Strahlen (Taf.

I.

Fig. 3.

b. c.)

werden

in ähnlicher

Weise

von der oberen Kante der Aeste nach vorn gegen die Spitze,
gegen den Grund der Feder hin ausgesendet.
dass auch

Indess

ist

es

von der Spitze des Haupt- wie Afterschaftes, da

zweizeilig

und nach hinten

wohl zu beachten,

wo

die Bildung der

Aeste aufhört, Strahlen ausgehen; ja dass bisweilen sogar in den Zwischenräu-

men

der Aeste **),

wenn

sie

weitläufiger stellen, Strahlen

denen der Aeste höchst ähnlich
net

werden müssen.

eines

sind,

vorkommen, welche

und daher mit demselben Ausdruck bezeich-

Uebrigens sind die Strahlen , welche

man

mit den Blättern

Baumes, wie den Kiel mit dem Stamm passend vergleichen könnte,

viel

zahlreicher als die Aeste, und zeichnen sich vor den übrigen Bestandtheilen der

Feder durch grosse Mannigfaltigkeit in der Gestalt, Länge und Zartheit
Gemeiniglich

ist

jedoch ihr unterer Anfang

Ende aber mehr fadenförmig.

Auch

mehr zusammengedrückt,

aus.

das obere

unterscheidet sich sehr häufig diejenige

Reihe der Strahlen, welche an jedem Ast die vordere, der Federnspitze zuge*) Bei

Anas

gider Afterschaft.

**) Dies

ist

clangula und

_<4.

fuligtila findet sich ein zwar schwacher, aber demungeachtet ri-

Sollte er vielleicht allen
i.

B. au

wo

die Aeste der Grundhälfte

die

Erklärung zu Fig. §.

dem Theile

Tauchenten (Hydrobates Temm.) zukommen?

des Schaftes der unter Fig. 1. abgebildeten Feder der Fall,

etwas ferner stehen.

Vergleiche über den merkwürdigen

Bau

dieser Stelle


14
wendete

ist,

von der hinteren sowohl durch die Form,

als

auch durch die Theile,

welche von den Strahlen wieder ausgehen.

Wimpern

wenn

reichsten von allen Federn theilen,

vorkommen, die zahlund entspringen mit den Häkchen fast nur aus

den Strahlen der vorderen Reihe.

Sie bilden gleichsam deren Aeste, sind dabei

Die

5.

(Tal.

I.

Fig. 4.

ct.)

sind,

einfach , fadenförmig , ganz oder ziemlich grade

cher oder in doppelter Reihe.

(wenn man

Strahles

Niemals findet

sie

und stehen entweder in einfaman sie an der unteren Kante des
,

Läppchen [ebenda c] , welche bisweilen

nicht die breiteren

vorkommen, dafür halten will), und selbst an der oberen sind sie nicht
immer vorhanden; dann aber fehlen sie gänzlich. Wenn übrigens die Gestalt
der Strahlen dunenartig ist, so scheinen kleine Knoten, welche mit dünnen Zwischenräumen abwechseln, die Stelle der Wimpern zu vertreten , zumal wenn
die Knoten, was nicht selten der Fall ist, in gegenüber stehende Spitzen verlän(Fig. 9. 20. 23.)
gert sind, und dadurch Wimpern darstellen.
Die Häkchen (Taf. I. Fig. 4. b.) sind wie die Wimpern nur dem be6.
waffneten Auge erkennbar, und bilden ebenfalls seitliche Fortsätze der Strahlen,

hier

finden sich aber nur an den vorderen Reihen der letzteren, niemals an den hin-

auch nur an einer Seite jedes Strahles, nehmlich der unteren.

teren,

nen

sich

Sie schei-

von den Wimpern nur durch ihre hakenförmige Biegung und durch

ihren eigenthümlichen

Zweck zu

Es greifen nehmlich die Häk-

unterscheiden.

chen der vorderen Strahlenreihe jedes Astes so in die hintere Strahlenreihe des
nächstfolgenden Astes ein (siehe Taf.

I.

Fig. 2.),

dass jedes der

Häkchen

eines

Strahls einen besondern Strahl des nächstfolgenden Astes festhält, die sämmtli-

chen Häkchen eines einzigen Strahles also grade soviel Strahlen der folgenden
Reihe ergreifen,

als

wie gross die Anzahl der Strahlen dieser Reihe

ist,

über

welche der mit Häkchen versehene Strahl der vorhergehenden Reihe hinüberEine Betrachtung des unter Fig.

ragt.

Verhältniss versinnlichen.

2.

Man bemerkt

auf Taf.
bald,

I.

gegebenen Bildes wird dies

dass jeder Strahl der vorderen

Reihe über 8 oder 9 Strahlen der hinteren Reihe des nächstfolgenden Astes wegreicht

,

und kann

sich also

wohl

leicht

denken , wenn

man

die vergrösserte Fi-

gur des häkchentragenden Strahles (Fig. 4.) mit der ebenso vergrösserten des

häkchenlosen Strahles
ren

(Fig.

12.)

(Fig. 5.)

vergleicht,

sichtbaren Grübchen

ein

wie in jedes der an dem

Häkchen

des

letzte-

anderen Strahles

ein-


15
greifen müsse.*)

Fähigkeit der Fahne,

die

ben werden.

kann

Dieser eigenthümlichen [und kunstreichen Anlage

Flugwerkzeng brauchhar zu sein,

als

allein

zugeschrie-

**)

Zweites Kapit c
Von den Hanp

tb il

1.

düngen der Federn.

Die Vogelfedern, besonders aber ihre Strahlen, zeigen eine sehr grosse

Menge von verschiedenen Bildungsweisen.
andere über, und nicht selten findet
ja

man mehrere Formen an

hier

theile

Krümmung

Nitzsch's Ansicht der Sache mit,

des Häkchens an

Lage der Grübchen an einem anderen
viel

zu klein

Ich glaube

ist,

um

denselben Federn,
eine vollstän-

ist

und unterscheide drei solche mit den
glaube indess nicht,

Erstens fehlen diese sogenannten Grübchen an alten Strahlen sehr

ist.

aber die

in die

Indess halte ich die bestimmtere Bezeich-

einiger Hauptbildungen für nöthig,

*) Ich

Form

und Begränzung der Federnbildungen weder mei-

ne Absicht, noch überhaupt möglich.

nung

eine

Aus diesem Grunde

auch an denselben Theilen, vereinigt.

dig genügende Unterscheidung

Indess geht die

dein von mir

oft

dass sie die richtige

(Fig. 5.).

man

Vergleicht

treu nach der Natur gezeichneten Strahle mit der

man

Strahl (Fig. 12.), so wird

bald linden, dass die

Krümmung

über den oberen Rand des Strahles bis zum Grübchen hinab reichen zu können.

ferner auch nicht,

dass jene

von Nitzsch für Grübchen gehaltenen Stellen

vertieft sind,

sondern sehe sie bloss für die noch vorhandenen Höhlungen der primitiven Zellen an, aus welchen der
Strahl gebildet
ich

ist

(vergl. meine

die Genesis der

Federn S.

10.).

an allen Strahlen einen oberen stark verdickten Rand, der grade so gross

chen genau umspannen können.
die

Bemerkung über

Häkchen,

Hinter diesen Rand,

ist,

viel

sicherer fest,

Fluge durch den Luftdruck eine Fressung dieses Zusammenhanges verursacht wird
bei der Verschiebbarkeit beider

dass ihn die

Häk-

und nicht in die sogenannten Grübchen, fassen

und halten die hinteren Strahlen auf diese Weise

chen nicht den Rand,

Eudlich bemerkte

,

weil,

wenn beim

dadurch das

Häk-

gegen einauder, fahren zu lassen braucht, was

nothwendig häutig der Fall sein müsste, wenn die Spitze des Häkchens in einer so weiten und so
unter

dem oberen Rande, über welchen
**) Gewiss

ist

es

auffallend,

dass

schon Perralt und Horker (Microgr.

gen

Schriftstellern

der

Haken doch weggreifen muss, gelegenen Grube

tief

eingriffe.

das wahre Verhällniss dieser Strahlen und Aeste,

welches

rest. p. 32.
recht gut angedeutet haben, den meisten jetzif. 19.)

ganz unbekannt geblieben

ist,

wollen, die verkehrtesten Meinungen vorbringen,

so

dass sie,

indem

sie dasselbe

auseinander setzen

und der Häkchen gar nicht gedenken.


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